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29. September 2007, 19:59 Uhr

Das Warten auf "Free Rainer"

Die Mitarbeiter des Cinestars Leipzig staunten nicht schlecht, als etwa 500 Jugendliche abends die Eingänge ihres Kinos blockierten. Voller Erwartungen auf die Vorpremiere des Filmes "Free Rainer" drängten die regendurchnässten Teilnehmer der Jugendmedientage (JMT) zu den Kinosälen. Doch zunächst blieben die Türen zum Filmsaal verschlossen. Von JMT-Teilnehmern aus Leipzig

Aufgrund einer Vergesslichkeit mussten Teilnehmer der Jugendmedientage in Leipzig lange auf ihre Filmvorführung warten© Maiko Schaffrath

Statt wie erwartet Filmheld Moritz Bleibtreu auf der Leinwand bewundern zu können, blickten den Teilnehmern der Jugendmedientage (JMT) ihnen nur überraschte Kartenabreißer entgegen. Die Mitarbeiter wussten von nichts - die Säle waren besetzt von Kinobesuchern, die das reguläre Programm sahen. Organisatoren und Teilnehmer waren ratlos.

Dazu kam es, weil bei der Planung des Filmabends Informationen nicht vollständig weitergegeben wurden. Die Projektleiter der Jugendmedientage beauftragten die Verantwortlichen beim Filmverleih Kinowelt damit, eine Vorführung des Filmes zu organisieren. Diese leiteten den Auftrag an eine Agentur, die für die Cinestar Kinos arbeitet und für Reservierungen zuständig ist. Ohne Probleme bekamen Kinowelt und die Jugendpresse die Bestätigung der Buchung. Doch die Agentur versäumte es offenbar, die Informationen an das Kino in Leipzig weiterzuleiten. Deshalb stand den jungen Journalisten kein Saal zur Verfügung.

Verärgert über dieses Missgeschick waren nicht nur die filmhungrigen Jugendlichen, sondern auch Kinowelt. Das Unternehmen spendierte den Medienmachern Freigetränke und Freikarten im Wert von rund 3.000 Euro. Trotz der stressigen Situation sagt der JMT- Projektleiter Robert Weichert: "Alle waren sehr verständnisvoll und es gab kaum Beschwerden."

Pech für die unter 18-Jährigen

Letztendlich begann die Filmvorführung zwei Stunden später. Pech allerdings für die unter 18-Jährigen: Wegen des Jugendschutzgesetzes mussten sie in ihre Unterkünfte zurück. Die Freikarten, die an sie als Ersatz ausgegeben wurden, konnten allerdings auch nicht alle Betroffenen trösten. "Die Freikarte bringt mir nichts, da es in meiner Nähe gar kein Cinestar-Kino gibt!", sagt die 16-jährige Kati. Für die anderen hat sich das Warten gelohnt: Der medienkritische Film "Free Rainer" stieß bei den JMT-Teilnehmer auf Begeisterung.

Ein Bericht von Kimjana Curtaz, Jonathan Krochmann, Dominik Mai und Maiko Schaffrath

Von JMT-Teilnehmern aus Leipzig
 
 
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