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1. April 2009, 12:58 Uhr

Gottschalk stichelt gegen Bohlen

Thomas Gottschalk lässt kein gutes Haar an Dieter Bohlen. In einem offenen Brief kritisiert der ZDF-Moderator Bohlens harschen Ton in der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar". Gottschalks Vorwurf: Die Kandidaten würden dem Musiker auf dem Silbertablett präsentiert und dann von ihm "abserviert". Kritik, die Bohlen nicht akzeptieren will.

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Platzhirsch Thomas Gottschalk wehrt sich mit allen Mitteln gegen seinen RTL-Konkurrenten Dieter Bohlen© Uwe Lein/Reuters

Der Streit zwischen ZDF-Showmaster Thomas Gottschalk, 58, und dem RTL-"Superstar"-Sucher Dieter Bohlen, 55, geht weiter. In einem offenen Brief in der Illustrierten "Bunte" greift Gottschalk Bohlens oft harte Worte gegenüber den Kandidaten in der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) an: "Mit dem, was du sagst, hast du ja leider meistens recht - und tust ihnen trotzdem unrecht." So sei es beispielsweise unfair, einem Kandidaten vorzuwerfen, er gehe zum "Tuntenball", wenn die Stylisten ihn vorher genauso zurechtgemacht hätten. "Man hat ihn dir auf dem Silbertablett präsentiert, und du hast ihn gekonnt abserviert."

Gottschalk schreibt weiter, am Ende seiner eigenen Show "Wetten, dass..?" stehe ein Wettkönig, den die Welt nicht brauche, und der das wisse. Bei Bohlens "DSDS" werde jedoch ein "Superstar" geboren, der keiner sei, und alle wüssten es - außer dem Gekürten selbst.

Bohlen sagte in einem Interview in der gleichen "Bunte"-Ausgabe, Gottschalks Show "Wetten, dass..?" sei für junge Leute nicht mehr attraktiv. Die Wetten seien ausgereizt. Die großen Stars bei Gottschalk "sind für viele Menschen nicht mehr so interessant, weil die in einer völlig anderen Welt leben und man sich mit ihnen nicht identifizieren kann", so Bohlen. "Die rücken mit zehn Stylisten an, dann werden ihnen neun Stunden die Haare geföhnt, und ihre Antworten haben sie seit sieben Monaten auswendig gelernt."

Bohlen sagte weiter, er habe trotzdem "nichts gegen Thomas Gottschalk". "Er ist einer der besten Showleute, die wir haben." Bis mehr Menschen "DSDS" schauten als Gottschalks Wett-Show, könne es "schon noch ein paar Jährchen dauern". Die letzte "Wetten, dass..?"-Ausgabe vor eineinhalb Wochen hatte 9,23 Millionen Zuschauer (Marktanteil 30,6 Prozent), Bohlens "DSDS"-Sendung sahen 5,22 Millionen (16,8 Prozent).

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Silbador (01.04.2009, 17:57 Uhr)
Weder - Noch
Ich schaue weder "Wetten dass" noch "DSDS"
Allerdings hatte ich beim Zappen meist deutlich mehr Spass an den jaulenden DSDS-Kandidaten, als an dem ollen WD-Zirkus.
Turboprop (01.04.2009, 17:50 Uhr)
1. April
Uah, Leute...
Taifun (01.04.2009, 17:18 Uhr)
@postit
1. Danov hat dich nicht beleidigt, sondern darüber sinniert das "WIR Menschen" leider so dumm sind immer wieder auf so eine Vorgehensweise reinzufallen - ihn selbst also miteinbegriffen. -> augen auf beim lesen
2. Im gegensatz zu Dir hat er nie die Sachliche Ebene verlassen
Er hat vollkommen Recht mit allem was er sagt. Wenn du dich so über Gottschalk und Konsorten aufregst - dann lese halt keine Artikel in denen diese Leute vorkommen. Und poste erst rechts nichts in den dazugehörigen Foren, wenn sie dir am Ar... vorbeigehen!
bilgeno (01.04.2009, 17:00 Uhr)
Gottschalk und RR
Thomas G. hat doch selbst wesentlich zum Qualitätsverlust des deutschen Fernsehens beigetragen, Dieter B. ist nur die logische Fortsetzung. Und in dem "Interview" mit Marcel RR hat Thomas G das schlechte Qualitätsniveau seines Arbeitgebers energisch verteidigt und die berechtigte Kritik von RR im Sande verlaufen lassen. Dieter B ist da aufrichtiger.
Lain (01.04.2009, 16:07 Uhr)
Na und?
Wer zu DSDS geht weiß was dort auf ihn zukommt. wenn jemand nicht in der lage ist harsche kritik für nicht vorhandene fähigkeiten einzustecken soll er nicht in so eine show gehen...
Vincent_Vega (01.04.2009, 15:50 Uhr)
"Er hätt doch räch"
würden die Kölner sagen. Ich musste - warum genau führt hier zu weit- in den letzten Wochen einige Male DSDS mitgucken und ich war geschockt, wie offensichtliche Badewannensänger von Bohlen über den grünen Klee gelobt wurden. Es waren selbst für mich hörbar so schiefe Töne dabei, dass es mir weh tat, doch Bohlen lobte diese Darbietungen teils als meisterlich.
Andererseits werden Kandiaten zu Buhmännern- oder frauen stilisiert, nur um Quote zu machen. Nur git es immer wieder auch ein Leben nach dem Vorhang, erst recht für die Verlierer der Show.
So gehsehn hat Bohlen schon recht mit seiner Kritik.
Bohlen allerdings auch, denn das Niveau von "Wetten Daß?" war auch schon mal besser, verkommt aber immer mehr zur Werbesendung für de Projekte der als Gäste geladenen Schauspieler.
postit (01.04.2009, 14:59 Uhr)
@danov
Du findest, dass Menschen, die den Artikel lesen und kommentieren dumm sind und schreibst selbst etwas dazu? Das ist für mich die Personifizierung von Dummheit :-)
Weiterhin finde ich es ein erhebliches Defizit, wenn man nicht auf sachlciher Ebene, sondern auf persönlicher Ebene kontern muss. Andere Meinungen zu ertragen, ist schon schlimm, was ? Ist halt nicht jeder Gottschalk-Fan, wie Sie!
Sie blamieren sich mit Ihren paar Sätzen bis auf die Knochen!
MisterBrezeldent (01.04.2009, 14:39 Uhr)
"postit" überzeugt...
... allerdings bleibt als weiteres kleines "Merkzettelchen" noch hinzuzufügen, dass bereits die Anfänge des HARIBO-Männchens schon mehr als peinlich sind. Als Plagiat der echten "Grösse" Peter Frankenfeld ist Peinlichkeit vorprogrammiert. Es reicht eben nicht, nur mittels möglichst auffälliger Jacketts das Original zu imitieren, auch wenn dies in der Ableitung folgerichtig sehr gross kariert begann. Beim erwähnten "Gottschalk vrs. Bohlen" drängt sich mir jedoch zudem der Vergleich einer "Wahl zwischen Pest oder Cholera" auf. .
Remolus (01.04.2009, 14:37 Uhr)
das ZDF das sinkende Schiff!
Der offene Brief des herren T.G. sehe ich als ein verzweifeltes und letztes Aufbäumen. Einen offenen Brief schreibt man eher als Akt der verzweiflung. Übrigens der Vertrag des T.G. mit dem ZDF(Quelle: www.dwdl.de) läuft mit der zuendegehenden Wetten-Dass-Saison aus.
Der eitle T.G. sieht seine Felle davonschwimmen, so einfach ist das.Und die Quoten von Wetten-Dass werden sich weiterhin nach unten korrigieren, wenn andere Sender die Hemmungen verlieren und ebenfalls anfangen ein Samstagabendprogramm zu generieren, welches die werberelevante Zielgruppe an sie binden könnte.
danov (01.04.2009, 14:31 Uhr)
@ postit
ich muss dir da leider ein wenig wiedersprechen. die beiden haben sich in der bunten einen ersten schlagabtausch geliefert. der stern(.de) berichtet darüber. wetten, dass sich jetzt auch sat1, rtl und rtl2 darauf stürzen, und dieses thema bis zum erbrechen ausreizen werden? so sind die beiden im gespräch, die leute diskutieren über sie, und werden sich die nächsten auftritte anschauen, um zu sehen, was als nächstes passiert... und so haben beide wieder ein bisschen an quote gewonnen...
es ist traurig genug, dass wir menschen so dumm sind, imer wieder auf das selbe schema hereinzufallen. selbst du hast es für nötig befunden, den artikel zu lesen und zu kommentieren. du bist also nicht besser. und das sag ich ohne häme. aber hier greift das glashaus-prinzip... also vorsicht mit dem schleudern von steinen... ;-)
wir sind alle miteinander nur tiere, die dem ruf der herde folgen...
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