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Bei Jauch abgeräumt, vom Chef gefeuert

In Günther Jauchs Quizshow "Wer wird Millionär?" gewann Friedhild Miller 32.000 Euro. Am Tag nach der Ausstrahlung folgte die Kündigung ihres Chefs per SMS. Die Begründung: Sie habe das Geld nicht mehr nötig.

Friedhild Miller braucht Geld. Der alte Porsche der 42-jährigen Mutter aus Sindelfingen ist viel zu klein. Ein etwas geräumigerer Porsche Carrera muss her. Auch eine Schönheitsoperation beim Promi-Chirurgen Dr. Mang steht auf der Wunschliste der Blondine. Zumindest dem Traum vom gestrafften Körper ist sie am Montag etwas näher gekommen. Friedhild Miller war Kandidatin bei Günther Jauchs Quiz-Show "Wer wird Millionär?" – und gewann 32.000 Euro.

Doch schon am nächsten Tag folgte die Ernüchterung. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, warf der Chef einer Auto-Verschiffungsfirma seine Mitarbeiterin raus, weil sie das Geld nicht mehr nötig habe. Noch bevor sie ins Büro kam, schrieb die Sindelfinger Sekretärin ihrem Vorgesetzten eine SMS: "Na, Chefe, wie sieht's heute aus?". Doch der antwortete: "Sorry, die Nati wird da sein. Du hast ja Geld grad nicht so nötig. Und ich hab keins zum Verschenken." Miller war geschockt - erzählte sie der Zeitung. Es war ihr erster Job nach einer sechsjährigen Auszeit gewesen, in der sie sich um ihre Tochter gekümmert hatte. Ob die Bürokraft, die knapp drei Monate in dem kleinen Unternehmen gearbeitet hatte, klagen wolle, wisse sie noch nicht. Laut "Bild"-Zeitung wolle der Chef sie im Frühjahr des kommenden Jahres wieder einstellen.

"Der mieseste Chef Deutschlands"

Auf Nachfrage von stern.de beim Vorgesetzten Salvador S. bedauert dieser jedoch, dass es wohl nicht zu einer erneuten Einstellung kommen wird. Das Verhältnis sei durch die Zeitungsgeschichte zerrüttet, auch wenn Frau Miller diese nicht forciert haben mag. Er brauche Mitarbeiter, auf die er sich verlassen könne. "Ich muss wohl damit leben, dass ich nun für einen Tag der mieseste Chef Deutschlands bin", so der Sindelfinger Geschäftsmann.

Den Gewinn in der RTL-Show gönnt der Unternehmer seiner Ex-Kollegin. Ebenso wie die vielen anderen Gewinne, die die 42-Jährige bei anderen Preisausschreiben eingestrichen hatte. Vor einem Jahr konnte die Mutter beispielsweise bei einer Aktion einer Baumarktkette einen Scheck über 10.000 Euro mit nach Hause nehmen. Die "Bild"-Zeitung betonte, das Schicksal der gefeuerten Sekretärin weiterhin beobachten zu wollen. Schließlich scheint die Blondine aus Baden-Württemberg immer für eine Geschichte gut zu sein. Vor drei Jahren stand sie schon einmal im Blatt , nachdem sie den "Albtraum jeder Frau" durchleben musste: Ihre blonden Haare hatten sich nach dem Sprung in einen Hotelpool grün verfärbt. Der Hoteldirektor musste daraufhin den Friseurbesuch bezahlen.

Bereits vor vier Jahren hatte ein "Wer wird Millionär?"-Kandidat nach einem Auftritt bei Jauch seinen Job verloren. Der Bundestags-Chauffeur Konrad Göckel hatte sich in der RTL-Sendung abfällig über Politiker geäußert. Wenig später wurde die Kündigung jedoch von seinem Arbeitgeber dementiert. Der Chauffeur soll lediglich wegen des Medienrummels beurlaubt worden sein.

kmi

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