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"Making a Murderer": Ex-Verlobte nennt Steven Avery ein "Monster"

Sitzt Steven Avery unschuldig im Gefängnis? Mit dieser Frage sorgt die Netflix-Doku "Making a Murderer" seit Wochen für Aufsehen. Jetzt meldet sich die Ex-Verlobte des Verurteilten zu Wort - und erhebt krasse Vorwürfe.

Netflix Making a Murderer Steven Avery in Häftlingskleidung im Gerichtssaal

Steven Avery im Gerichtssaal: Viele Netflix-Zuschauer glauben an seine Unschuld, für seine Ex-Verlobte wurde er zu Recht verurteilt

Steven Avery sitzt für den Mord an der jungen Fotografin Teresa Halbach lebenslänglich im Gefängnis. Aber hat er die Tat überhaupt begangen? Die Dokumentation "Making a Murderer" zeichnet den Fall nach und wirft damit mehr als nur diese Frage auf. In die hitzigen Diskussionen rund um die Show mischt sich nun auch Averys Ex-Verlobte Jodi Stachowski ein. Sie hält den Verurteilten für schuldig.

In einem Interview mit dem TV-Sender HNL sagt Stachowski nur einen Tag, nachdem Avery abermals Einspruch gegen das Urteil eingereicht hat: "Steven ist die eine Person, der ich nicht traue. Er ist wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde ... hinter verschlossenen Türen ist er ein Monster."

Er glaubte, alle "Schlampen" stünden in seiner Schuld

Avery sei nicht unschuldig, so Stachowski weiter, und es sei an der Zeit, dass die Wahrheit ans Licht komme, nämlich "was für ein Monster er ist." Avery habe damals geglaubt, alle "Schlampen" stünden in seiner Schuld, weil er zuvor zu Unrecht wegen Vergewaltigung verurteilt worden war und 18 Jahre im Gefängnis verbringen musste.

Gegenüber den Vermittlern und der Crew von "Making a Murderer" hatte Stachowski noch beteuert, zur ungefähren Tatzeit zwei 15-minütige Telefonate mit ihrem Verlobten geführt zu haben, in der ihr sein Verhalten in keiner Weise auffällig vorkam. Gegenüber HNL-Moderatorin Nancy Grace revidiert sie diese Einschätzung nun - sie habe seinerzeit aus Angst um ihre eigene Sicherheit gelogen, denn Avery habe am Telefon eben doch komisch geklungen: "Er klang nicht gehetzt, aber seltsam - als würde er lügen, als habe er etwas zu verbergen."

Netflix-Doku: Ist Steven Avery sehr wohl fähig zu Mord und Gewalt?

Stachowski glaube sehr wohl, Avery sei zu Mord und Gewalt fähig: "Weil er drohte, mich und meine Familie und einen Freund von mir zu töten." In der zweijährigen Beziehung sei Avery immer wieder gewalttätig geworden, habe Stachowski geschlagen oder damit gedroht, ihr einen Fön in die Badewanne zu werfen. Sie habe sogar Rattengift genommen, um ins Krankenhaus zu müssen und damit vor Avery zu fliehen.

Die Petitionen für Avery hätten Stachowski nun veranlasst, an die Öffentlichkeit zu gehen: "Sie will die Wahrheit ans Licht bringen", so Interviewerin Nancy Grace nach dem Gespräch. "Und sie sagt, die Dokumentation verbreite einen ganzen Haufen von Lügen."

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