Was aus Heidi Klums Topmodels wurde

30. Mai 2013, 09:47 Uhr

Sara Nuru, Lena Gercke und Barbara Meier: Sie alle gewannen Heidi Klums "Germany's Next Topmodel". Bald kürt ProSieben die nächste Gewinnerin - doch bedeutet der Sieg auch die große Karriere? Von Jan Augustiny

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Konfettiregen, tosender Applaus, Freudentränen: So sah es aus, als Heidi Klum 2012 Luisa Hartema zu "Germany's Next Topmodel" kürte. Jetzt, ein Jahr später, steht wieder das Finale der Model-Casting-Show bevor. mehr...

Am 30. Mai werden Heidi Klum und ihre Co-Juroren live in der SAP Arena in Mannheim Deutschlands schönstes Model wählen. Doch Lohnen sich eigentlich die Strapazen im Vorfeld, die zum Teil aberwitzigen Mutproben (Dazu Bilder der aktuellen Staffel) und die demütigende zur-Schau-Stellung intimer Gefühle (Bilder von heulenden Mädchen) in der TV-Sendung, die Woche für Woche von Millionen Zuschauern gesehen wird? Prekär: Rund die Hälfte der 25 Kandidatinnen der aktuellen Staffel ist gerade einmal 16 Jahre alt. Und vor allem: was ist er überhaupt wert, der Titel "Germany's Next Topmodel"? Fest steht: Bereits in den vorigen Staffeln war der Sieg nicht unbedingt ein Garant für eine Topmodel-Karriere. Im Gegenteil. Für Jana Beller, Siegerin des Jahres 2011 endete der Traum wenige Wochen nach dem Finale in einem Streit mit OneEins, der Modelagentur von Heidi Klums Vater, die vertragsgemäß die Vetretung der Casting-Show-Teilnehmerinnen übernimmt. Im August 2011 löste sie den Kontrakt. Seitdem ist es ruhig geworden um die schöne Vorjahres-Siegerin. Ein Schicksal, das sie mit vielen ihrer Vorgängerinnen teilt – egal, ob sie sich nun von Günter Klums Agentur vertreten lassen oder nicht. Von Sara Nuru über Lena Gerke bis Jennifer Hof, der überwiegende Teil der Gewinnerinnen stöckelt nur auf deutschen Laufstegen – internationale Karrieren sind dabei nicht entstanden. Dafür sind sie gern gesehene Gäste auf deutschen Promievents. Immerhin: Viele Ex-Kandidatinnen schlugen statt der angestrebten Topmodel- eine Medienkarriere ein. Lena Gercke moderiert beispielsweise die österreichische Ausgabe der Heidi-Klum-Show, „Austria’s Next Topmodel“. Echte Topmodel-Karrieren sind dagegen den früh ausgeschiedenen Kandidatinnen vorbehalten. Heidi Klum und ihre Co-Juroren hielten sie für nicht talentiert genug – die Designer sehen das anders. Dieses hübsche Gesicht gehört Brenda Kranz. Sie schaffte es 2009 nur unter die ersten 30 der Casting-Show. Wie falsch die Jury lag, zeigte sie unter anderem 2011 für Dolce & Gabbana und Armani in Mailand. Insgesamt 14 Mal lief sie während der Frühjahr/Sommer 2012 Fashion-Week in New York über den Laufsteg. Vanessa Heglmeier kam ebenfalls die Gnade des frühen Ausstiegs zu Teil: Sie musste wegen einer Gehirnerschütterung 2008 die Show-Teilnahme beenden. Sie begeistert inzwischen auf den Schauen von Louis Vuitton, Dolce & Gabbana und Missoni. Nur eine Siegerin kann ähnliche Erfolge verbuchen: Alisar Ailabouni. Sie beendete vorzeitig den Vertrag mit der Klum-Agentur One eins und wird international von sechs Agenturen vertreten. Ihr gelang bereits zweimal der Sprung zur New Yorker Fashion Week. In diesem Jahr lief sie dort für sechs verschiedene Designer. In ihre Fußstapfen könnte auch die letzte Topmodell-Gewinnerin Luisa Hartema treten. Auch sie läuft mittlerweile erfolgreich auf internationalen Modeschauen. Schließen