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Papa Pocher leidet – und soll alles zahlen

Die Promi-Kämpfe in Namibias Wüste gehen in die dritte Runde. Inklusive einer nächsten Lebensbeichte. Oliver Pocher redet offen wie nie über seine Papa-Rolle. Und warum es ihm seine Ex-Frau so schwer macht, seine Kinder zu sehen.

Von Sylvie-Sophie Schindler

Oliver Pocher möchte seine Kinder öfter sehen. Nach der Trennung zog seine Ex Alessandra Meyer-Wölden mit den Kids in die USA

Oliver Pocher möchte seine Kinder öfter sehen. Nach der Trennung zog seine Ex Alessandra Meyer-Wölden mit den Kids in die USA

Oliver Pocher schreit Lilly Becker an, Lilly Becker schreit Oliver Pocher an – das war einmal. Statt XXL-Zoff ist Mega-Kuscheln angesagt. Vielleicht nur deshalb, weil, wie man so sagt, der Teufel in der Not Fliegen frisst. Denn neben allen sonstigen Strapazen, die in der Wüste Namibias auf die noch übrigen sieben "Global Gladiators" warten, ist auch diese Challenge zu bestehen: Ausgehungertsein nach Sex.

Doch ob es zwischen den beiden Trash-Lieblinge tatsächlich "schmutzig" wird, erfahren wir erst in der kommenden Folge. In der Vorankündigung sitzen Oli und Lilly abends am Lagerfeuer turtelnd beisammen.  Aber erstmal geht es um Herzensangelegenheiten. Und da wird Comedian Pocher ungewöhnlich ernst: Er vermisst seine drei . Die nämlich leben bei Ex-Frau Alessandra Meyer-Wölden in den USA. "Wenn ich alles zahle, könnten wir Okay-Freunde sein", erzählt Oli. Nur: Pocher weigert sich, alles zu zahlen.

Oliver Pocher über seine Ex: "Sie hat gesagt, ich soll alles bezahlen"

"Ich bin bereit, die Hälfte zu bezahlen. Und sie hat gesagt, ich soll alles bezahlen. Wir reden von: alles. Dann habe ich gesagt, dass Handeln so nicht funktioniert. Und dann hat sie den Kontakt abgebrochen", berichtet Pocher in einer dieser "Global-Gladiators"-Momente, die man auch aus "Big Brother" und "" kennt – irgendwann kommt die sentimentale Lebensbeichte.

Pocher aber macht nicht die übliche Mitleidsnummer daraus. Die Situation tut ihm, unschwer zu erkennen, verdammt weh, aber er lässt es nicht raushängen. In kennen tausende von Vätern seine Situation: Nach der Scheidung schränken manche Mütter den Kontakt zum Kind ein oder boykottieren ihn ganz.

Foto aus glücklichen Zeiten als Paar, aufgenommen 2009: Oliver Pocher und seine Ex Alessandra Meyer-Wölden

Foto aus glücklichen Zeiten als Paar, aufgenommen 2009: Oliver Pocher und seine Ex Alessandra Meyer-Wölden

Pocher sagt, er würde die Kinder am liebsten zu sich holen: "Warum können sie nicht in Deutschland zur Schule gehen? Wir haben so viele Ferien: Drei Monate im Jahr." Und weiter: "Ich finde Amerika nicht perfekt, ich möchte, dass sie von mir Normalität lernen." Dass immer gesagt werde, dass Kinder zur Mutter gehören, könne er nicht akzeptieren. "Die Kinder können jederzeit zu mir kommen", sagt Oli Pocher. 

Liebesbotschaft von Boris Becker - so nüchtern wie seine Sport-Kommentare

Im Truck sitzt noch ein anderer, der sein Kind vermisst: . Der hat sich zwar auch, was niemandem entgangen sein dürfte, von seiner Sarah getrennt, aber der regelmäßige Kontakt zum bald zweijährigen Alessio bleibt bestehen. Nun so weit weg in Afrika, macht er aus seiner Sehnsucht nach seinem Kleinen kein Geheimnis.

Ohnehin wird es den Promis schwer ums Herz. Sie alle haben Videobotschaften ihrer Lieben aus der Heimat bekommen. Große Rührung. Einzige Ausnahme: Lilly Becker. Kein Wunder. Die Videobotschaft von Ehemann Boris ist so nüchtern wie seine Kommentare als Sportmoderator: "Schatzilein, ich weiß, es ist eng, es ist ungemütlich, aber halte durch, die Beckers spielen immer bis zum Ende." Oliver Pocher dazu: "Wenn es emotional sein sollte, dann ist es bei mir nicht angekommen." Auch Lilly ist wenig beeindruckt. "Ich vermisse meinen Mann, aber ich vermisse meistens eine Dusche, ein heißes Bad", sagt sie in ihrem selbstgebastelten Deutsch. Und wenn sie bei einem Mann auf dem Schoß sitzen will, dann schnappt sie sich einfach den Pietro. Sie küsst ihn auf die Wange, er begrapscht ihren Po. So gesehen auf der wodkaseligen Geburtstagsparty im Container anlässlich von Raúl Richters 30. Geburtstag.

Neues TV-Format: "Global Gladiators": Diese Promis schickt ProSieben in die Wüste
Pietro Lombardi

Pietro Lombardi

Der 24-Jährige sollte eigentlich auch in der aktuellen "Let's Dance"-Staffel auftreten, verletzte sich jedoch kurz vor Beginn der Liveshows am Fuß. Stattdessen ist Pietro Lombardi nun bei "Global Gladiators" zu sehen; das Format wurde bereits im Winter in Namibia aufgezeichnet. Der Auftritt vor Kameras ist für Lombardi vertrautes Terrain: Er gewann 2011 die achte Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" und hatte danach mit seiner Frau Sarah Lombardi zahlreichen Reality-TV-Formate. Im Oktober vergangenen Jahres trennte sich das Paar nach drei Jahren Ehe.

Bei Raúl "ist immer was"

Doch bei Raúl geht es nicht nur um Partyspaß, es geht um nicht mehr und nicht weniger als um das nackte Überleben. Die anderen machen bereits ihre Späße, dass bei  Raúl "immer was ist". Dieses Mal hat er "red dots", rote Punkte, an seinen Händen. Und beordert, und das nicht zum ersten Mal, einen Sanitäter zu sich, der laut Promis "aussieht  wie Cristiano Ronaldo" und Raúl verabschiedet mit den Worten: "Ich denke, wir werden uns noch öfter sehen."

Seinen Kampf mit der Höhenangst hat Raúl immerhin bestanden. Bei dem  Spiel "Hit the Balloon" muss er aus einer Höhe von 60 Metern 40 Meter in die Tiefe stürzen, um aufgehängte Luftballons zum Platzen zu bringen. Als er oben hängt, schreit er noch: "Das ist der größte Bullshit, den ich je gemacht habe." Aber dann macht er den "Bullshit" einfach. Im Gegensatz zu dem ebenfalls von Höhenangst geplagten Pietro, der sich dieser Challenge verweigert. "Ich werd's nicht machen, ich hör auf mein Herz, mein Herz hat mich noch nie enttäuscht", verkündet er.  Seine Teamkollegen wählen ihn trotzdem nicht raus. Am Ende die Entscheidung: Ulf Kirsten muss gehen. Da waren's nur noch sechs.


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