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Kabinen-Sex vor Publikum soll Liebesleben aufpeppen

Sehen kann man nichts, trotzdem dürfte "Sex Box" für Aufsehen sorgen. In der US-Show haben Paare in einer Kabine, aber vor Publikum Sex. Direkt danach geht es zur Couch-Therapie - noch im Bademantel.

Nach getaner "Arbeit" verlässt ein Paar sein Liebesnest der Show "Sex Box" des US-Senders "WeTV"

Nach getaner "Arbeit" verlässt ein Paar sein Liebesnest der Show "Sex Box" des US-Senders "WeTV"

Gemeinhin gelten die USA als ein eher prüdes Land - und jetzt das! Am Freitag startet im US-Fernsehen mit "Sex Box" eine Show, bei der der Name Programm ist: Wie die "New York Post" berichtet, werden in der aus Großbritannien stammenden Sendung Paare in einer schalldichten Kabine zuerst Sex haben, um anschließend mit einem Experten-Trio über ihre Probleme und Wünsche im Bett zu sprechen.

Der Ablauf: Die Showteilnehmer betreten die Kabine - immerhin bekleidet -, haben Sex und kommen danach in Bademänteln zurück ins Studio, wo neben den drei Fachleuten - ein Sexualtherapeut, eine Psychologin und eine Pastorin - auch das Publikum bereits wartet, um beim Couch-Gespräch möglichst brisante Details der Turtelei zu erfahren. Beim Akt gefilmt werden die Paare zwar nicht, dennoch sind die Zuschauer über die Geschehnisse in der Box stets im Bilde. Wie? Leuchtet der Raum rot, geht es im Inneren noch heiß her. Erstrahlt das "Liebesnest" blau, steht die Rückkehr auf die Bühne kurz bevor. Und damit der eigentliche Kern der Show des Senders "WeTV": Noch vom gerade Erlebten beduselt, sollen die Kandidaten offen ihre Wünsche und Probleme ansprechen, sich also vor laufender Kamera therapieren lassen.

Unterschiedliche Sex-Probleme thematisiert

Einige der Teilnehmer der rund einstündigen Show, bei der jeweils drei Paare das Prozedere durchlaufen, haben dies scheinbar auch nötig. Sasha und Steve Wendell zum Beispiel, die seit ihrer Hochzeit vor sechs Jahren und wegen ihres bisher unerfüllten Kinderwunsches den Spaß am Sex verloren haben. Sie hätten nur noch Sex, wenn bei Sasha der Eisprung bevorstehe, gesteht das Paar.

Beim Akt in der Box hätten sie nicht so sehr darum gekümmert, was um sie passiere", erzählt die 27-jährige Sasha in dem Bericht. Deutlich unangenehmer sei das Gespräch mit den "Sexperten" gewesen. Allerdings nicht wegen der ausgeplauderten intimen Details, sondern weil "ich so extrem geschwitzt habe", sagt Steve.

Während sich die Wendells durch die Show einen neuen Kick fürs Schlafzimmer versprechen, haben andere Paare - darunter auch gleichgeschlechtliche - ganz andere Probleme. Egal ob es ums Fremdgehen geht, dem Wunsch nach mehr Härte beim Liebesspiel oder die einseitige Lust auf eine offene Beziehung: in "Sex Box" wird kein Thema ausgelassen.

Ein Hormon lockert die Zunge

Die Idee dahinter: Beim Sex schüttet der Körper Oxytocin - auch als Liebes- oder Kuschelhormon bekannt - aus. Dieses sorgt unter anderem dafür, dass Menschen zutraulicher und offener werden. Oder kurz: Dinge ansprechen, die sie sonst vielleicht verschwiegen hätten. „Du erlebst ihre Ängstlichkeit zuvor und du sitzt da, wenn sie rauskommen - dann fühlt sich das Paar nah und eng verbunden oder das Gegenteil ist der Fall“, berichtet Sextherapeut Chris Donaghue.

Bei den Wendells hatte die Show offenbar den erhofften Effekt. Drei Monate nach ihrer "Sex Box"-Teilnahme sei Sasha zwar noch immer darauf fokussiert, schwanger zu werden, jedoch schaffe sie auch Zeit für ganz spontanen Sex, heißt es in der "New York Post". Dem Paar ist das neue Glück natürlich zu gönnen - ob man dafür aber so weit gehen muss, Millionen Menschen das eigene Intimleben derart offenzulegen, sei dahingestellt.

mod

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