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27. November 2009, 12:51 Uhr

Weiter miese Quote für Kerner

Der erhoffte Quotenschub ist ausgeblieben: Die "Kerner"-Show wurde von Montag auf den Donnerstagabend verlegt, trotzdem schalteten nicht mal eine Millionen Zuschauer bei der Talkshow ein. Dabei wird die Konkurrenz für den Moderator demnächst noch härter.

Sat1, Johannes B. Kerner,

Kaum weg vom ZDF, schon muss Johannes B. Kerner um seinen Erfolg bangen© DPA

Auch auf seinem neuen Sendeplatz am Donnerstagabend hat Johannes B. Kerner mit seiner Sendung "Kerner" eine miese Quote eingefahren. Im Schnitt sahen nach Angaben von Sat1 ab 22.15 Uhr nur 0,99 Millionen Zuschauer zu, der Marktanteil lag damit bei 5,8 Prozent. Kaum besser war die Quote in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Laut Auskunft des Senders lag der Marktanteil hier bei 7,8 Prozent, 580.000 Zuschauer schalteten im Durchschnitt ein.

Anfang November war "Kerner" als "journalistisches Flaggschiff" des Privatsenders gestartet; nach drei enttäuschenden Sendungen wurde das Format von Montag 21.15 Uhr, wo es parallel zum RTL-Quotenbringer "Bauer sucht Frau" lief, auf Donnerstag 22.15 Uhr verlegt. Damit hoffte man, weniger starker Konkurrenz zu begegnen.

Sat1 wertet die Sendung dennoch als Erfolg: "Mit der Livesendung am Donnerstagabend haben wir die negative Quotenentwicklung gestoppt und arbeiten jetzt mit allen Beteiligten weiter konzentriert an jeder Ausgabe", sagte Sprecherin Diana Schardt auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AP. Im ZDF hatte Kerner mit seiner gleichnamigen Show noch Quoten jenseits der zehn Prozent eingefahren. In Zukunft muss sich der Moderator unter anderem gegen Maybrit Illner behaupten, deren Polit-Talkshow zeitgleich im ZDF zu sehen ist.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
jetrabbit (28.11.2009, 22:42 Uhr)
sandmänchen für erwachsene
wenn der typ spricht, überkommt mich die müdigkeit. diese leise und monotone stimme, das gnadenlose ewige lächeln, und der unglaublich leere inhalt der talkshow... da hilft nur umschalten.
paladin09 (28.11.2009, 04:19 Uhr)
Quantität
statt Quallität! Die Zuschauer haben von Talk Quasselstrippen die Schnauze ebenso voll, wie von langweiligen Koch Shows. Bei mind. 33 Prohrammen im Kabel, noch einmal über 100 bei Kabel Digital und 1000 Programme im Netz muß sich niemand diesen Quotenscheiß antun. SAT1 und Kerner haben, wie Pocher eben aufs falsche Pferd gesetzt und wollen es nur noch nicht wahrhaben!
dageaux (27.11.2009, 22:37 Uhr)
Beim ZDF saß er noch in der ersten Reihe....
... um noch mehr Geld mitzunehmen( als ob mit Werbung etc. nicht genug ins Haus käme)zog es ihn zu SAT 1. Da passt er mit seiner Art zu moderieren nicht hin, ein Flop für alle Beteiligten!
martineden (27.11.2009, 18:53 Uhr)
Belanglosigkeitsquatscher
Wer will schaltet denn bewusst einen zum Überdruss für Wurstprodukte, Müsliriegel und sonstiges werbenden, selbstgefälligen Dampflauderer ein
rynaldo (27.11.2009, 16:40 Uhr)
werberelevanten Zielgruppe
... der 14- bis 49-Jährigen. Ich kann diese Anbiederung bald nicht mehr hören. Alles muss jetzt jung und stylish sein. Habe mir letzte Woche mal wieder ein "Fall für Zwei" angeschaut. Da fliegen einem die "Sounddesigns" nur noch so um die Ohren. Die meisten Rollen sind jetzt von jungen Frauen besetzt, die nur noch ihre Karriere kennen, selbstredend, dass sie dazu noch lesbisch sind. Die Schnitte sind so schnell, dass nach 10 Minuten die Augen tränen - aber die werberelevante Zielgruppe wurde wohl voll erwischt.
Ach Matula, wie war das schön, als du nach die alte "Guilietta" gefahren hast und die Zielgruppe schnurzpiepegal war.
Orphan60 (27.11.2009, 16:32 Uhr)
Kerner - geht gar nicht
Was wohl ursprünglich als ganz dicke Medienbombe geplant war ("mit Kerner beginnt die Woche"), hat sich nun als Rohrkrepierer erwiesen. Das jedenfalls zeigen die erbärmlichen Quoten bei SAT1. Zwei Männerfreunde (SAT1-Chef Guido Bolten und JBK) hatten beschlossen, dem Zuschauer etwas zu präsentieren, was er dann gefälligst großartig zu finden hat. Nachdem er dies leider nicht tut, ist eben die starke Konkurrenz (Bauer sucht Frau) oder der falsche Wochentag schuld - oder im Zweifelsfall der Zuschauer. Selbstkritik bei Kerner? Fehlanzeige!

"Herr Kerner beginnt, die Sendung richtig zu mögen", lässt Kerner, angesichts der miserablen Quoten, über seine Sprecherin ausrichten. Diese trotzige Kampfansage soll wohl sportlich-souverän wirken, aber sie erscheint eher wie eine Drohung. Und sie verrät einiges über den Charakter des JBK: Gegenwind macht mich erst richtig stark. Jetzt leg ich noch ne Schippe drauf. Wollen mal sehen, wer hier den längeren Atem hat. Bis zur 30.Sendung werden es schon alle gut finden. Aunsonsten gilt: Nicht ich bin das Problem!

In einem Interview äußerte Kerner einmal sein Motto: "Der zweite ist der erste Verlierer". Ein interessantes Bekenntnis von einem, der sein BWL-Studium ohne Abschluß beendet hat und Leistungssport nur als Außenstehender kennt. Aber woraus bezieht er dann sein überbordendes Selbstbewusstsein? Warum scheinen IHN schlechte Quoten, miserable Umfragewerte und vernichtende Forumsbeiträge nicht zu berühren?

Die Antwort liegt nahe: Viel zu lange haben die Medien JBK aufgebaut und gewähren lassen, ihn zunächst als Sonnyboy hochgelobt, später als Medienprofi hofiert. Namhafte Firmen haben ihn mit Werbeverträgen zugeschüttet. Das ZDF ließ ihn, damals Olympiareporter in Peking, von unseren Gebührengeldern, um die halbe Welt fliegen, zu einem Fussball-Freundschaftsspiel und wieder zurück, mit der Begründung, da muss "unser bester Mann" ran. In seinen ZDF-Talkshows applaudierten und johlten ihm nach jedem dritten Satz übereifrige, bezahlte Klatsch-Hansel zu (ja, genau dieselben, die auch im ZDF-Sportstudio, in den Kochsendungen und bei Lanz ihr Unwesen treiben). Dem Zuschauer sollte vermittelt werden: Hier läuft eine tolle Gute-Laune-Show, mit einem Top-Gute-Laune-Moderator.

Wer jahrelang so gebauchpinselt wird, der muss charakterlich schon sehr gefestigt sein, um nicht Allmachtsphantasien und Größenwahn zu entwickeln. Kerner hat diese Stärke leider nicht: Sein Wesen würde man eher als oberflächlich, hyperaktiv, opportunistisch, besserwisserisch, arrogant beschreiben. Seine vielleicht einzige wirkliche (gleichwohl kalkulierte) Stärke - die absolute Unbekümmertheit, sich selbst vor Millionen Menschen so zu geben, wie er ist - lässt diese Attribute nur noch offensichtlicher werden.

Wer Kerner als seriösen Journalist sieht, unterliegt einer Täuschung. Flotte Sprüche, Hang zur Kumpanei und sprunghaftes Interesse an allem und jedem reichen allenfalls für den Boulevard. Oder welcher ernsthafte Journalist würde sich am liebsten mit Mario Barth und Verona Pooth unterhalten?? Leider verfolgt uns JBK nun weiterhin auch noch in der Champions League. Diese aber käme sehr gut ohne den selbsternannten Champion mit seiner flapsigen, anbiedernden Art aus.

SAT1 sollte im eigenen Interesse einsehen, dass man sich und den Zuschauern mit diesem "Top-Moderator" keinen Gefallen getan hat. Denn offensichtlich gilt (um es in seiner Diktion zu sagen): Kerner - geht gar nicht!
GustavMahler (27.11.2009, 16:17 Uhr)
Wer schaltet schon
SAT 1 auf der Suche nach anspruchsvoller Unterhalt ein?

Mit seinem Programm bietet der Sender eher etwas für die Semi-Intelligentia.
elevenstar (27.11.2009, 16:14 Uhr)
Was für eine Sorte "Talkmaster" ist J. B. Kerner, wenn dieser nicht Manns genug ist, sich den teilweise abstrusen Aussagen einer Eva Herman zu stellen, zu hinterfragen und ggf. Ihre Argumente ins Leere laufen zu lassen. Stattdessen hat sich Kerner der aufgesetzt-gespielten Entrüstung einer Schreinemakers gebeugt und E. Herman des Studios verwiesen. Wie armselig und einfaltslos. Er sollte sich vielmehr der Geflügelwerbung widmen. Da ist J. B. Kerner besser aufgehoben.
Malt (27.11.2009, 15:10 Uhr)
Naja....
...mieser Moderator - miese Quopte... wo ist denn jetzt genau das Problem? Passt doch alles....
mitlaeufer1it (27.11.2009, 15:07 Uhr)
kerner
bei sat 1 ist er zu haus, so wie pocher, und bei pro 7 raab, alle dieser dummquassler und nutzlicher idioten ,werden bezahlt damit weniger unterschischte gehorende hartz 4 empfaenger, sie unter alcool einflus fernschauen.
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