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Feuchte Hände und Herzklopfen: Die Aufregung vor einem Vorstellungsgespräch ist meist groß. Sicherheit gewinnt, wer sich gut vorbereitet und Fachwissen parat hat. Und keine Angst vor Pausen: Bewerber sollten sich für ihre Antworten ruhig Zeit nehmen.
Der britische Komiker Ricky Gervais (50) hat sich vor allem durch zwei Dinge einen Namen gemacht: seine zynische Büro-Comedyserie «The Office» (Vorbild für «Stromberg») und seine rotzig-freche Moderation der drei vergangenen Golden-Globe-Verleihungen.
Es kommt ja nicht oft vor, dass man einen Promi trifft, aber wenn es passiert, dann meist meiner Frau. Liegt es daran, dass sie die auf den langen Flügen immer 10 "Yellow Press" Magazine liest und weiss 'Who is Who'? Vor zwei Wochen kam Birgit von einer Konferenz zurück und sagte: "Weisst du, wer am Tisch neben mir sass? Rate doch mal! Ich sage: "James Bond" und oute mich ein weiteres Mal als Fan dieser Ratespiele. " Ach komm, du weisst schon, was kam vor 20 Jahren immer Dienstag um 21:45 auf ARD?" Es dämmert, da wir natürlich in Texas die Southfork Ranch schon besucht hatten. Mein zweiter Versuch "Larry 'JR' Hagman" wird mit Kopfschütteln honoriert. Grübel, grübel - Miss Elli kanns ja nicht sein. Nun sag schon!!! "Linda Gray alias Sue Allen" verkündet Birgit freudig. "Beweise", sagte ich. Sie zieht ein Bild aus der Tasche, was ich als Beweis gelten lassen muss. Touche! Warum immer sie? Genau wie voriges Jahr. Nach einem Dinnerabend mit einer Organisation, die Lehrer unterstützt, zeigte sie mir auch ein Bild. Ich kenne die Frau neben Birgit natürlich nicht. "Na: Chaka Khan! Die must doch kennen, oder zumindest ihre Musik!" Düster kommt der Hit "I feel for you" aus den letzten Winkeln meines Musik-Speichers hervorgekrochen und wird mich den gesamten Abend nicht wieder loslassen. Ein anderes Mal lässt meine Frau so nebenbei verlautbaren: "Ach ja, ich habe vorhin mit Dusty Hill small talk gemacht." Ich laufe hochrot an, da "ZZTop" und Classic Rock eher meine Musikrichtung ist. Ja, Dusty Hill, der bärtige Bassist und Sänger von "ZZTop" ist echter Texaner und taucht völlig ohne Star-Allüren hier und da auf. Und dann letzte Woche sollte es bei mir endlich mal klappen. Wir kommen aus unserem Spring Break Urlaub aus Mexico zurück und steigen in Phoenix um. Am Gepäckband von British Airways sehe ich John McCain, der ja Senator in Arizona ist. Ich schaue mich um. Sollten da nicht 'Pinguine' mit Knöpfen im Ohr völlig unauffällig rumstehen? Das Gepäckband steht still und ich habe nichts Besseres vor und sage zu meinem Sohn (der im Kindergarten gerade alles über die ersten amerikanischen Präsidenten lernt): "Komm, ich stelle dir mal jemanden vor, der gern Präsident werden möchte. Wir gehen rüber und sagen höflich "Hello, Senator McCain". Till schüttelt Mr. Senator die Hand und wir machen 'small talk'. Ich erfahre, dass er aus London kommt und die Pause im Wahlkampf genutzt hat. Ich denke, ohne Birgit, wäre mir sowas nie passiert.
Es muss ja nicht immer „Malle“ oder Bora Bora sein, wenn man wo hinfahren tut. So heute vor mir in der Kassenschlange beim Edeka. Tut ja auch nich Not. Weg ist ja auch überall anders. Kommt eben nur auf die Perspektive an. Vielleicht lag´s daran, dass neulich Brave Heart im Abendprogramm lief, vielleicht aber auch zur Zeit vorherrschenden Grau am Himmel, dass ich es gerade mal passend fand, das Thema Schottland aufzugreifen. Studiumsbedingt trieb uns damals der Forscherdrang auch bei etwas „ruppigem“ Wetter in die Uplands und an die Steilküsten in der Nähe von Edinborough. Grenzland. Der Angelsachse auf der einen, der Skote auf der anderen. Und da pocht auch dann ein jeder drauf. Und wehe dem, der leichtfertig im Small Talk mit dem einheimischen Hummerfischer voller Freude über die herrliche Küstenlandschaft und die Abertausende Seevögel, die allgegenwärtig ihren englischen Namen in den zugigen Westwind kreischen, meinte, dass es hier in England doch recht nett sei. Früher hätte das einen aufmunternden im Rückhandschlag geführten Axtstreich in Richtung Stammhirn gegeben. Heute sind die Rockträger etwas dezenter, aber nicht minder nachtragend. Der Mitstudent durfte dann auch nur nach gutem Zureden mit der kleinen Barkasse mit auf die vorgelagerte Vogelinsel schippern. Sich und seinem Schicksal überlassen, wäre allenfalls Schwimmen das Mittel der Wahl gewesen. Aber didaktisch unterstützt mit einem der zahlreichen garagengroßen Findlinge, die in den Fällen gerne als kleines Gastgeschenk an Fussgelenke gebunden werden. Eigentlich ja total lieb gemeint, oder? Übrigens die an „Harry-Potter" erinnernde Brücke befindet sich auf englischem Boden. Genauer gesagt in Berwick upon Tweed. Nur für den Fall, dass da mal jemand hinfahren will. Lohnt sich übrigens, u.a. auch deswegen, weil ein Ort weiter, quasi in Axtwurfweite, in einem historischen und umfunktionierten Bahnhof einer der genialsten Second-Hand-Buch-Läden der Ostküste Britanniens seine umfangreiche Kollektion feilbietet. Barter´s Bookshop in Alnwick. Für die bibliophilen unter Euch. Ansonsten fährt man am besten dahin, wenn man Landschaft und Piepmätze mag. Wobei ich sagen muss, dass selbst bei mir als Vogelfreund auf einem Brutfelsen wie dem Bass Rock mit ca. 70.000 Brutpaaren von Basstölpeln irgendwann das Bedürfnis aufkeimt, die Insel auch wieder zu verlassen. Olfaktorisch eh eine schöne Herausforderung, wird man irgendwann paranoid, weil die Angst, dass die Viecher einen am Ende komplett zu scheissen (Darf man hier „Scheisse“ eigentlich sagen beim Stern?) allgewärtig wird. Daran erkennt man übrigens den „alten Hasen“ im Gegensatz zum Wildlife-Rookie. Der eine hat die ältesten Klamotten an, Mütze auf und die Kamera UNTER der Jacke. Der enthusiastische Neuling steht mit offenem Kamera-Rucksack und aufgeklapptem Kameragehäuse in einer Einflugschneise und sieht nach kurzer Zeit so aus, als hätte er drei Tage lang versucht mit einem Wischmopp Decken zu weissen. Wobei man bei dem Verkehr in der Luft eigentlich überall Schneisen hat, von denen nicht mal die dort herumsegelnden Tölpel eine Ahnung haben. Was ständig zu federsträubenden luftakrobatischen Ausweichmanövern führt. Da können die Herren von den Marinefliegern leider keine echte Rücksicht nehmen und gehen da schon mal auf direkten Kollisionskurs. Was bei 4 kg Gewicht, über einem Meter Spannweite und einer Anfluggeschwindigkeit mehr als nur einen zarten Stupser bewirkt. Das ist mal schon ein amtlicher Schlag in den Nacken, wenn man ein wenig zu versonnen in den Schwarm starrt. Trifft einen der Vogel nicht unmittelbar, so schaffen es die auch bestens im Zielbombardieren ausgebildeten Stoßtaucher punktgenau in eine gerade zum Filmwechsel geöffnete Spiegelreflex zu kacken. Respekt an der Stelle! Aber auch weniger rasante Mitbewohner an Düne, Strand und Wattenmeer findet man aller Orten. Und wer auf halslose plumpe Schnubbelschnauzen mit Kulleraugen und Taillenlosigkeit steht – und ich meine damit Dirk Bach – der hat seinen Anpirsch-Spass, wenn er versucht die Seehunde oder Kegelrobben abzulichten. Und wer richtig Glück hat, dem salutieren vielleicht auch ein paar Orcas in einer stillen Bucht erhaben mit den Rückenfinnen. In diesem Sinne Es grüßt der Papendieck
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