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Am 25. Juni ist es ein Jahr her, dass Michael Jackson gestorben ist. Und pünktlich zum Stichtag gibt es natürlich reichlich Erinnerungshilfen. Der Popstar ist und bleibt ein faszinierendes Rätsel.
Alle großen deutschen TV-Anstalten waren auf Sendung, Tageszeitungen brachten Sonderausgaben heraus, Internet-Portale verzeichneten einen erhöhten Besucheransturm. Wie gedruckte und elektronische Medien auf den Beginn des Irak-Krieges reagiert haben.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den tödlichen Angriff auf Juden in Frankreich verurteilt.
Drei sind nicht genug: Anstatt der üblichen Anzahl von Liedern wünscht sich Christian Wulff einen Song mehr für seinen Zapfenstreich. Als Zugabe will der zurückgetretene Bundespräsident die "Ode an die Freude" hören.
In der FDP wird nach den Landtagswahlen über die Zukunft Guido Westerwelles debattiert, Stefan Mappus macht Rainer Brüderle für seine Wahlschlappe mitverantwortlich. Der Tag danach im Liveticker.
Blumen, bunte Zettel, Menschen, die inne halten: Es war ein besonders schrecklicher Unfall, der sich im Hamburger Stadtteil ereignet hat. Die vier Todesopfer - allesamt Prominente - hatten keine Chance, das Unheil traf sie völlig unvermittelt. Gegen den mutmaßlichen Todesfahrer wird nun ermittelt.
Die spektakuläre Rettung der 33 Bergleute in Chile ist das Medienereignis des Jahres.
Er mag Frauenfilme, weint in der Oper und fürchtet sich vor Thrillern: Jetzt wird ZDF-Moderator Steffen Seibert neuer Regierungssprecher. Aber wer ist der neue Mann an Merkels Seite eigentlich?
Neben dem Flugverbot und dem festen Glauben an Computersimulationen war es tagelang eine der verlässlichsten Größen: Das Fernsehprogramm verschob sich um eine Viertelstunde, weil uns Sondersendungen nach den Nachrichten über die Auswirkungen der Vulkanasche auf dem Laufenden halten sollten.
Mein Gott, diese Wucht der Begriffe: Schnee-Chaos! Winter-Katastrophe! Voll im Griff! Und fest! Und schneidet uns mal einfach so von der Außenwelt ab! Autofahrer, Schneefräsen und Rettungskräfte müssen alle: Mal warten, sich gedulden, kämpfen, durchschlagen, wow, lauter Handlungsanweisungen in den Medien! Ich habe den Eindruck, Deutschlands Medienmenage sehnt sich nach der einen, der großen Katastrophe, schließlich waren schon seinerzeit die Vogel- und auch die Schweinegrippe ein einziger medialer Reinfall, kaum einer ist gestorben. Ich jedenfalls fahre immer noch und wundere mich: wo bitte ist meine Außenwelt? . Sonntag Abend, die Nachrichten melden wieder einmal Schneechaos im Norden, eisige Winde auf Fehmarn, es fehlen eigentlich nur die Monsterwelle und der Jahrhundertwinter. Ja, geht’s noch? Ich jedenfalls habe schadfrei trotz Schnee meinen Freund aus Lübeck abholen können, während angeblich links und rechts von uns (auf der Karte also westlich und östlich) nichts mehr ging. Tja, der NDR fährt nun allabendlich Sondersendungen, und wo gestern (" Winterchaos im Norden ") noch eine gute Viertelstunde ausreichte, musste heute (" Chaos-Winter im Norden ", sic!) meine Lieblingssendung Markt schon eine halbe Stunde drauf warten, dass ein Sendeverantwortlicher endlich mal wieder den Deckel auf die Büchse der Winterpandora setzte. ("Die Autobahn am frühen Morgen menschenleer"). Ach ne, das hätten Sie nun wirklich gern mal gesehen? Hmm. Aber hören können Sie’s, der Herr Strauß hätt sicher a Freid dran ghabt. Bitte, Vorhang auf für den NDR, die Außenwelt und das Abschneiden: Man wünscht sich wirklich, die Berichterstatter wären hin und wieder auch mal von der Außenwelt abgeschnitten, bei GoogleNews findet sich der Begriff schon über 2.800 Mal für die vergangenen paar Stunden. So dicke war’s aber offenbar nicht: sie sind ja schließlich da hin gekommen, wo man angeblich abgeschnitten ist. Schon seltsam. Ich frage mich trotz der übereiftigen Berichterstattung langsam ernsthaft: Wieso bitte müssen sich Räumfahrzeuge fünf Stunden lang mit einem Kilometer pro Stunde auf Steuerzahlerkosten durch die bösen Schneemassen fräsen, wo eigentlich nur ein Leuchtturm in Flügge an der Ostsee begehbar bleiben soll? Und wieso kann man nicht mal eine Autobahn wie die A 20 einfach mal ein paar Stunden ungeräumt lassen? Am dämlichsten finde ich die Bilder, in denen dann die Räumer nicht weiterkommen, weil sich irgendwo ein tiefergelegter 3er-BMW festgefahren hat (B 76, "So hatten sich Stefan Möller und seine Mitfahrer den Heimweg nicht vorgestellt"), die kamen morgens um fünf aus der Disco und dann sowas. Und so böse und unerwartet, es ist ja Winter! Uiuiui. Dabei kann der Winter so reizvoll sein. Wie wäre es denn mit dem heiteren Markenraten? : : Was versteckt sich denn hier? : : Oder hier? : : . Oder lassen Sie doch einfach mal eine halbe Stunde unbeobachtet ihre Autotür auf und es etwas reinschneien, so gesehen heute bei mir in der Straße, bis dem Besitzer mal ein Nachbar Bescheid gesagt hat. Oder lassen Sie doch einfach mal den winterlichen Verlag auf sich wirken: In diesem Sinne: kommen Sie mir gut über die Straßen. Aber Achtung. Die sind ja jetzt Rutschbahnen und werden zu spiegelglatten Eisflächen, dann sind die Streufahrzeuge wieder im Dauereinsatz. Und bald "sorgt das Tief Daisy" für das nächste "Chaos": nun geht ja das Salz zur Neige. Schnell nochmal ne Sondersendung. Wie wäre es denn als Titel mit na sagen wir mal: "Salz-Ebbe im Norden"? Grüße aus dem nordischen Chaoswinterchaos.Dingens.
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