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Sonntagsblick

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Fortschritte nach Unfall bei
Fortschritte nach Unfall bei "Wetten, dass..?"
Samuel Koch spürt seine Hände wieder

Er kämpft, hofft, leidet: Der verunglückte Wettkandidat Samuel Koch spricht in einem Interview über Fortschritte, spürt Hände und linken Fuß wieder. Auch die Anteilnahme an der Katastrophe in Japan helfe ihm weiter.

Vergewaltigungs-Vorwurf gegen Kachelmann
Vergewaltigungs-Vorwurf gegen Kachelmann
"Wettertainer" unter Tiefdruck

Er hat das Wetter im deutschen Fernsehen zur Show gemacht und als Autodidakt eine Art Wetter-Imperium aufgebaut. Bislang ging es für Jörg Kachelmann stets nach oben. Doch jetzt sitzt der TV-Liebling aus der Schweiz in U-Haft.

Bekannt aus ZDF-Fernsehgarten
Bekannt aus ZDF-Fernsehgarten
Ex-TV-Moderatorin Ilona Christen ist tot

Ihre extravaganten Brillengestelle erreichten Kultstatus. Doch einen Namen machte sich Ilona Christen vor allem als Talkshow-Pionierin: Mit einer Sendung auf RTL und mit der Moderation des ZDF-Fernsehgartens. Im Alter von 58 Jahren ist Ilona Christen gestorben.

24.10.2005
Jurys für den Henri Nannen-Preis 2006 stehen fest

29 erfahrene Chefredakteure, Journalisten, Autoren und Fotografen wählen in einem aufwendigen, mehrstufigen Verfahren Nominierte und Preisträger der renommierten Auszeichnung für Bestleistungen im Print-Journalismus aus

Luftverkehr
Luftverkehr
Swiss-Kunden: Ansturm auf Meilenguthaben

Zahlreiche Kunden der angeschlagenen Schweizer Fluggesellschaft Swiss fürchten um ihre Meilenguthaben und wollen deshalb ihre Swiss-Meilen noch so schnell wie möglich 'verfliegen'.

Schweiz
Schweiz
Die "Nati" beendet den "Blues"

Die als langsam verschrienen Schweizer waren völlig außer Rand und Band, als ihre Mannschaft die "Hölle von Istanbul" überlebten und sich für die WM qualifizierten. Nun sind die Alpen-Jungs für weitere Überraschungen bereit.

Hans-Martin Tillack
Blog "Hans-Martin Tillack"
Wenn Journalisten sich zu sehr hassen, Teil 2

Razzien bei Journalisten? Manche Journalisten sind dafür. Vor drei Wochen ließ - von Innenminister Otto Schily autorisiert – die Polizei die Wohnung des Journalisten Bruno Schirra durchsuchen und filzte außerdem die Redaktion des Magazins "Cicero". Die Ermittler suchten ein Leck im Bundeskriminalamt, durch das Schirra ein internes Papier erhalten haben soll. Der Journalist nennt die Aktion eine "unerhörte Knebelung der Pressefreiheit". "Cicero"-Chefredakteur Wolfram Weimer sagt, es sei "eine offene Attacke auf Informanten- und Quellenschutz". Beide haben vollkommen recht. Auf der Suche nach den Informanten klopften Schweizer Polizisten vor ein paar Tagen auch bei Schirras Chef an. Der heißt Johannes von Dohnanyi und ist Auslandschef des Schweizer Boulevardblatts "Sonntagsblick", bei dem auch Schirra angestellt ist. Von Dohnanyi sind keine Proteste überliefert. Das ist wenig verwunderlich, denn dieser Kollege hatte Razzien bei Journalisten noch im vergangenen Jahr ausdrücklich gutgeheißen. Ja, Sie lesen recht. Wenn Behörden investigativen Journalisten das Leben schwer machen wollten, schrieb der Zürcher Autor, sei "auch das Mittel der Hausdurchsuchung" erlaubt, "sofern dem prüfenden Richter ein überzeugender Anfangsverdacht für eine strafbare Handlung vorgelegt werden kann". Genauso war es freilich auch im Fall Schirra – nur dass sich der genehmigende Richter vielleicht das Leben ein bisschen zu einfach machte. Er muß sich wie in ähnlichen anderen Fällen nun zu Recht vorwerfen lassen, bei seiner Entscheidung die mögliche Einschüchterung von Informanten und den Eingriff in die Pressefreiheit zu wenig bedacht zu haben. Dohnanyi findet es hingegen "heuchlerisch", wenn Journalisten um ihre Quellen fürchten, weil die Polizeibeamten kistenweise Redaktionsarchive davonschleppen und Festplatten kopieren: "Wer nicht die Möglichkeit ins Kalkül zieht, von den ‚Opfern‘ seiner Enthüllungen vor den Kadi gezerrt zu werden, wer, kurz gesagt, die Hitze in der Küche nicht aushält, sollte sich nicht für den investigativen Journalismus entscheiden". Basta. Ich weiß nicht, ob Dohnanyi diese Ermahnung nun auch an seinen Kollegen Schirra geschickt hat. Und an Chefredakteur Wolfram Weimer beim "Cicero", für den der Sonntagsblickler, Spross einer großen Familie, auch schon mal schreibt. Wahrscheinlich hält sich Dohnanyi mit solchen Ratschlägen heute weise zurück. Er hatte sie ursprünglich dem EU-Betrugsbekämpfungsamt Olaf in einem sechsseitigen Beitrag angedient – und zwar nachdem Olaf massiv in die Kritik geraten war, weil das Amt eine Razzia im Brüsseler Büro des "stern" angezettelt hatte. Damals ließ sich Dohnanyi von dem EU-Amt gerne als Kronzeuge zitieren. Bis heute ist sein für Olaf verfasster Text auf der Website der Behörde nachzulesen und wurde von dem Brüsseler Amt sogar in einem Buch veröffentlicht. Der Kollege hoffte offensichtlich darauf, dass ihm Olaf die Unterstützung vergelten würde. Mit "Medienvertretern", die bei der Behörde "Vertrauen erworben" hätten, könne Olaf doch "einen regelmäßigen Informationsaustausch aufbauen", schmeichelte Dohnanyi. Geholfen hat ihm die Liebedienerei offenbar nicht. Irgendwelche Olaf-Scoops wurden beim "Sonntagsblick" erkennbar nicht geboren. Und das, obwohl der Zürcher Kollege schon vorher mit einem freundlichen Olaf-Porträt in der "Weltwoche" um Vertrauensbildung geworben hatte. Das war allerdings nicht frei von unfreiwilliger Komik. Da schrieb er von den "Männern in blauen Windjacken mit dem Schriftzug Olaf", die "ihre Gesichter vor den Kameras der Journalisten verbergen". Warum Ermittler, die angeblich inkognito arbeiten wollen, den Namen ihres Arbeitgebers auf dem Anorak tragen, fragte sich Dohnanyi nicht. Jetzt weiß er: Auch Mangel an intellektueller Schärfe bewahrt nicht vor ungebetenem Besuch der Polizei.

Schweiz
Schweiz
Offenbar Beleg für CIA-Knäste gefunden

Dass die CIA in Europa geheime Gefängnisse unterhält, konnte bislang nicht bewiesen werden. Nun soll einer Schweizer Zeitung ein Fax vorliegen, dass deren Existenz belegt.

Wohnungssuche
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Michael Jackson will Schlosshotel kaufen

Während seine Neverland-Ranch verwaist, ist Michael Jackson in Europa auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Offenbar wurde er jetzt fündig. Er will ein Schloss in der Schweiz kaufen.

Hans-Martin Tillack
Blog "Hans-Martin Tillack"
Also Herr von Dohnanyi,

man muß kein weltgereister investigativer Journalist sein, um eine alte Grundregel des Gewerbes zu beherzigen. Die lautet: Recherchiere, bevor Du über einen Sachverhalt schreibst. Rede mit beiden Seiten. Oder, um es auf Lateinisch auszudrücken: Audiatur et altera pars. Hätten Sie, Herr von Dohnanyi, diese Anfängerregel beherzigt, hätten Sie die vielen Fehler vermeiden können, mit denen Sie Ihre Auslassungen gespickt haben - sowohl die im vergangenen Jahr, wie Ihre Antwort in meinem Blog. Anscheinend haben Sie nicht einmal in der Presse verfolgt, was sich in meinem Fall abgespielt hat. Putzigerweise schreiben Sie, ich hätte mich ja bei Ihnen melden können, nachdem Sie über meinen Fall geschrieben hatten. Das scheint mir ein neuartiges Konzept von Journalismus: Erst über jemanden schreiben, dann mal sehen, was er dazu sagt. Liebe Journalistenschüler, so geht es leider nicht. Zunächst: Den Namen meiner vom EU-Betrugsbekämpfungsamt Olaf gesuchten Informanten hat die belgische Polizei in den bei mir beschlagnahmten Unterlagen nicht finden können. Sie hätte diese Namen nirgends bei mir finden können, keine Sorge. Aber die Polizei hat bei mir 17 Kartons mit Unterlagen aus fünf Jahren mitgeschleppt und die Computerfestplatte kopiert – und zwar genauso wie bei Ihren Kollegen Weimer und Schirra die allerunterschiedlichsten Papiere. Die meisten hatten mit dem angeblichen Anlass der Razzia nichts zu tun, viele nicht mal mit Olaf. So etwas schüchtert potentielle Informanten ein und deshalb hat es nichts zu tun mit gerechtfertigter Strafverfolgung. Warum Sie übrigens einen solchen Fischzug bei "Cicero" verwerflich finden, beim "stern" aber akzeptabel, haben Sie leider nicht erklärt. Hätten Sie recherchiert, hätten Sie auch gewußt, dass ich nicht aus Akten einer internen Voruntersuchung zitiert und damit Ermittlungen behindert hatte. Ganz im Gegenteil. Wahr ist, dass ich zum Beispiel im Fall Eurostat aus Unterlagen von Untersuchungen zitierte, die seit drei Jahren liefen – ohne dass die Olaf-Ermittler irgendeinen Ermittlungsakt unternommen hätten. Wahr ist, dass Olaf mehrfach erst dann mit echten Ermittlungen begann, nachdem ich und andere Kollegen auf vernachlässigte Fälle hingewiesen hatten. Cui bono? Ganz gewiss dem Steuerzahler. Anders als von Ihnen suggeriert, wird gegen mich auch nicht wegen Korruption ermittelt. Weil es dafür nicht den Hauch eines Anzeichens gibt. Deswegen kann auch kein Gericht aus der Welt schaffen, was Olaf seit über drei Jahren öffentlich verbreitet, ohne auch nur den Funken eines Beleges vorzuweisen. Was Olaf hatte, war die Aussage des für Olaf zuständigen Kommissionssprechers, Joachim Gross. Der habe gehört, ich hätte 8000 Euro oder Mark für Unterlagen gezahlt. Seine Quelle wollte er erst nicht verraten, dann gab er an, der stern-Redakteur Wilfried Krause habe ihm das gesagt – diese Aussage machte Gross unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Als seine Aussagen doch bekannt wurden, wechselte er die Version und behauptete, seine Quelle sei irgend jemand in Brüssel gewesen. Den Namen könne er nicht nennen. Kurz: Windiges vom Hörensagen. Beim stern würde mir unser Anwalt verbieten, so etwas zu drucken. Die Regeln beim "Sonntagsblick" kenne ich nicht. Wir hatten Gross, wie Sie in den Zeitungen hätten lesen können, sogar erfolgreich auf Unterlassung verklagt. Bis sein von der EU-Kommission bezahlter Anwalt die Karte der Immunität zog: EU-Beamte genießen das Privileg, dass man sie vor nationalen Gerichten nicht verklagen kann. Finden Sie das okay? Für Olaf waren Gross‘ Aussagen trotzdem Anlass genug, mit "Dringlichkeit" eine Razzia bei mir vorzuschlagen. Warum dringlich? Weil ich dabei sei, nach Washington umzuziehen. In Wahrheit wußte der Olaf-Chef, Franz-Hermann Brüner, dass ich dabei war, nach Hamburg umzuziehen. Er hat das übrigens nie bestritten. Sie halten Brüner für eine glaubwürdige Quelle? Nun, der Europäische Om-budsmann hat den Olaf-Chef in meiner Sache in aller Form der mehrfachen Falschaussage bezichtigt. Ich hoffe, Sie haben auch Quellen mit etwas mehr Integrität. Merkwürdigerweise hat man Ihnen bei Olaf zu all dem etwas anderes erzählt? Tja, man soll sich halt nicht auf den Pressesprecher allein verlassen – bevor man Aussagen macht über das, was man "übersehen" kann. Oder ist es Ihnen einfach nicht gelungen, die Telefonnummer des stern zu recherchieren? Ein Tipp: Gehen Sie zum Kiosk. Kaufen Sie einen stern. Die Nummer steht im Impressum.

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