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Auf einem Sommerfest soll René Hiepen zwei Porsche-Manager verprügelt haben. Es folgte die eigene Kündigung vor laufender Kamera. Jetzt kam raus, dass der Ex-ZDF-Sportreporter bei der Fremdenlegion war - und flüchtete.
Jeder will dieser Tage über Fußball reden - auch die Altherrenrunde bei Sandra Maischberger. Die nahm die Ultras ins Visier, sprach von "faschistoiden Versammlungsritualen", Stehplatzverboten und bezeichnete sie als "Taliban der Fans".
?Ins Netz gegangen? zeigt in dieser Woche einen der härtesten Jobs der Welt. Nein, nicht körperlicher Arbeit, sondern nervlicher Belastungen. Und in diese Berufsfamilie gehört zweifelsfrei der eines Sportreporters bei Liveveranstaltungen.
Was verstehen Computer von Fußball? Genug, um ohne Menschenhilfe die Höhepunkte eines Spiels zusammenzustellen. Früher waren Rechner hauptsächlich Rechner. Aber ihr Talent, mit Zahlen zu jonglieren, gibt den Maschinen zunehmend die Fähigkeit, die Welt zu begreifen - oder zumindest so zu tun. Beim Intel "Research Day" habe ich gerade einem Computer dabei zugesehen, wie er eine alte Pizza von einem Radiergummi unterschieden hat - nicht am Geschmack, versteht sich, das hätte schwierig werden können, sondern anhand der Form. Der Rechner lernt, indem Forscher ihm Hunderttausende von Bildern zeigen, und irgendwann reicht sein fotografisches Gedächtnis, um einigermaßen zu kapieren, womit er es zu tun hat. "Wir haben das System mit Blick auf Haushaltsroboter entwickelt", erklärt Intel-Entwickler Ali Rahimi, "damit sie sich eines Tages allein in der Wohnung zurechtfinden - zum Beispiel, um kranken Menschen Medikamente ans Bett zu bringen." Das ist natürlich noch weitgehend ein Wunschtraum, genau wie das Auto, das mitdenkt und -lenkt; der Reiseführer im Handy, der immer weiß, vor welchem Gebäude man gerade steht; oder die Mobilgeräte, die sich magisch von allein vernetzen - ohne Macken, Pins und Passwörter. Alles Projekte, an denen Intel ebenfalls arbeitet; schließlich blüht das Geschäft des Chipgiganten um so rosiger, je mehr seine Halbleiter sich in unserem Alltag breitmachen. Weiter gediehen als die meisten anderen Zukunftsprojekte, die an diesem Tag vorgestellt wurden (ironischerweise im Computer History Museum in Mountain View ), ist der automatische Sportreporter - offiziell "Sports Highlight Viewer" getauft. Das System schaut sich ein Ereignis an, etwa ein Fußballspiel, und ist schlau genug, die Höhepunkte zu erkennen. Tore, Eckbälle, dramatische Szenen ganz allgemein werden herausgefiltert und auf einen Mausklick hin à la carte serviert. Eigene Kommentare spart sich der Computer - aber das muss ja kein Nachteil sein, wie jeder weiß, der schon einmal im US-Fernsehen die Einsichten der ESPN-Experten ertragen musste. Technisch funktioniert die Sache so: Die Software , die Intel-Forscher in China entwickelt haben, analysiert Szene für Szene eine Sportübertragung und untersucht zunächst die Kamera-Einstellung - handelt es sich um eine Totale oder eine Großaufnahme? Welche Spieler sind wo? Welche Mannschaft hat den Ball? Passiert gerade etwas vor dem Tor? Die Trikotfarben, Spielernummern und Strafraumbegrenzungen geben dem Computer dabei wichtige Hinweise auf das Geschehen. Obendrein achtet der Rechner auf Schlüsselwörter in der Kommentarspur ("Tooooooor!!!") und weiß, dass Wiederholungen in Zeitlupe bedeuten: Da ist etwas Besonderes geschehen. Das System arbeitet selbst auf einem ganz normalen PC recht flott: Um eine Stunde Rohmaterial auszuwerten, benötigt der Computer noch einmal 60 Minuten für die Analyse. Der Prototyp, von dem auch diese Screenshots stammen, wurde vor gut zwei Jahren entwickelt, pünktlich zur Fußball-WM 2006 (deshalb auch "Germany" als Austragungsort, und "Intel gegen AMD" ist natürlich nur ein Gag der Entwickler). Leider gibt es laut Intel-Managerin Lin Chao derzeit keine Pläne, das System kommerziell anzubieten - etwa in einem digitalen Videorekorder. "Es ist noch nicht serienreif, aber wir haben aufgehört, daran zu arbeiten", sagt Chao. Stattdessen konzentrieren sich die Forscher darauf, ihre Erkenntnisse für Bild- und Videosuche im Internet zu nutzen. Ursprünglich sollte der automatische Sportreporter zumindest bei den Olympischen Spielen im Sommer eine Chance bekommen, der Welt zu zeigen, was er kann. "Wir wollten Highlights automatisch zusammenstellen und im Internet anbieten", erzählt Chao. Aber die Rechte-Verwerter verlangten zu viel Geld. "So etwas kostet Hunderte von Millionen Dollar", sagt Chao, und so viel war Intel - obwohl nicht gerade die ärmste Firma auf dem Planeten - der Spaß dann doch nicht wert. Schade eigentlich.
Stammtisch-Atmosphäre kam auf bei Anne Wills Thema "Was regiert die Fußballwelt". Komiker Serdar Somuncu hatte es vor allem auf den FC Bayern abgesehen und beschimpfte den Rekordmeister.
Wer gewinnt den Super Bowl? Tom Brady und seine New England Patriots oder Eli Manning und die New York Giants? Klar ist: Das Finale der amerikanischen Football-Liga wird eine Revanche mit ganz speziellem Hintergrund.
Wenn es um die deutsche Fußballnationalmannschaft geht, ist fast nur noch von "Zauber", "Glanz" und "Souveränität" die Rede. Ist so viel Lob wirklich verdient? Eine Bitte um Bodenhaftung.
Der neue ARD-"Sportschau"-Moderator Matthias Opdenhövel hat schon als Kind für den Job geübt - indem er unter der Dusche mit dem Brausekopf Interviews mit Fußballstars wie Paul Breitner nachspielte.
Heute ist sein letztes Bundesligaspiel, morgen wird er 60: Rolf Töpperwien verschwindet vom Bildschirm. "Leider", meint Carsten Heidböhmer und verabschiedet sich von der ZDF-Reporterlegende, die auch außerhalb des Bildschirms für Dramatik sorgte.
Er spaltet die Fußballnation: Nun geht Rolf Töpperwien, ZDF-Sportreporter und bekannt für seine distanzlosen Interviews, in den (vorläufigen) Vorruhestand. Nach einer Karriere, die nichts ausließ.
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