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9. April 2010, 16:51 Uhr

Mädchen hängen länger vor der Glotze

Bislang waren die Jungen die eifrigeren Fernsehgucker, doch in diesem Jahr hat sich das Blatt gewendet: Mit durchschnittlich 102 Minuten pro Tag hängen Mädchen sieben Minuten länger vor der Flimmerkiste - am Wochenende sind es sogar noch deutlich mehr.

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Kinder zwischen 3 und 13 verbringen im Schnitt 99 Minuten am Tag vor der Flimmerkiste© Steffen Leiprecht/DDP

Mädchen sitzen länger vor dem Fernseher als Jungen. In den ersten drei Monaten 2010 stieg ihr TV-Konsum auf 102 Minuten täglich - sieben Minuten mehr als im ersten Quartal des Vorjahres, wie eine am Freitag veröffentlichte Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Media Control ergeben hat.

Bei den Jungen blieb die Zeit vor der Mattscheibe mit 95 Minuten demnach konstant. Insgesamt waren sie bisher die eifrigeren Fernsehgucker. In der Jahresstatistik lagen sie in den vergangenen zehn Jahren bei den Fernsehminuten immer vorn.

Nimmt man die Geschlechter zusammen, so sahen Kinder zwischen drei und 13 Jahren durchschnittlich 99 Minuten pro Tag fern - am Wochenende sind es deutlich mehr: Samstags sitzen die Kinder im Schnitt 129 Minuten vor dem TV, sonntags 121 Minuten und am Freitag 107 Minuten. Beliebteste Fernsehzeit ist zwischen 18 und 21 Uhr, in dieser Zeit schauen die Kinder durchschnittlich rund 36 Minuten fern.

Yakari schlägt Sandmännchen

Der Privatsender Super RTL erreichte im ersten Quartal des Jahres einen durchschnittlichen Marktanteil von 20,4 Prozent in der Zielgruppe, der öffentlich-rechtliche Kika kam auf 16,1 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgten RTL (10,1 Prozent), NICK (9,4 Prozent) und ProSieben (9,1 Prozent).

Meistgesehene Sendung in dem Zeitraum war "Yakari" auf Kika. Die Comic-Serie platzierte sich gleich neun Mal unter den Quoten-Top-Ten der Kinder. Größter Konkurrent für den Indianerjungen war "Unser Sandmännchen", das ebenfalls regelmäßig auf Kika vorbeischaut. Am 1. Februar ließen sich rund 830.000 Kinder (Marktanteil: 42,1 Prozent) von ihm Traumsand in die Augen streuen.

DPA/APN
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Elvis0308 (10.04.2010, 12:05 Uhr)
das zeichnet sich doch schon seit langem ab...
Meiner Meinung nach macht sich der Multimedia-Konsum bei unsern jüngeren Mitmenschen in den letzten Jahren immer mehr bemerkbar.
Aus persönlichen Erfahrungen kann ich nur sagen, dass die "Jugend" sich immer früher mit den Konsolen und Gerätschaften besser Auskennen als mit der deutschen Sprache oder anderen schulischen Themenbereichen.
Damit es nicht soweit kommen kann muss das Elternhaus schon im Kindesalter die entsprechenden Weichen stellen müssen. Ebenso müssen den Kindern die Prioritäten die ihr Leben beeinflussen näher gebracht werden und verständlich erklärt werden.
ganzbaf (09.04.2010, 17:17 Uhr)
Ich fordere schon seit langem...

eine Hardware-FSK 13 auf TV/Computer/Playstations!

Keine kleinen Kinder dürften solch eine Gerätschaft in ihren Kinderzimmern deponieren dürfen!
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