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20. Mai 2010, 11:07 Uhr

Raabs ARD-Flirt wird zur Beziehung

Die Verlobung wird verlängert: Auch im nächsten Jahr geht Stefan Raab für die ARD auf Suche nach Kandidaten für den Eurovision Song Contest. Die Liaison zwischen dem Ersten und dem Privasender Pro Sieben geht in die zweite Runde. Ob die Beziehung dauerhaft ist, bleibt abzuwarten.

Lena Meyer-Landrut, Vorentscheid, Stefan Raab,

Das Erfolgsduo Lena - Stefan Raab steht auch für eine neuartige Koalition in der deutschen Fernsehlandschaft© Jörg Carstensen/DPA

Fernsehmoderator Stefan Raab wird auch im kommenden Jahr den deutschen Teilnehmer des Eurovision Song Contest (ESC) suchen. Nach dem diesjährigen Erfolg mit der Kür von Lena Meyer-Landrut vereinbarten die Fernsehsender ARD und ProSieben mit Raab, auch 2011 eine gemeinsame Castingshow zu veranstalten. Das teilten die Sender am Donnerstag mit.

Dies sei "ein kleiner Schritt für die beiden Sender, aber ein großer für Deutschland", sagte Raab. Außerdem witzelte er, das sei eine Koalition, die endlich mal "hält, was sie verspricht". NDR-Intendant Lutz Marmor pflichtete ihm bei: "Die Kooperation ist unabhängig vom Ergebnis in Oslo ein so großer Erfolg, dass sich die Fortsetzung lohnt."

Heißt es "Unser Star für Berlin" im nächsten Jahr?

Bei "Unser Star für Oslo" war es erstmals zu einer umfangreichen Kooperation zwischen einem großen öffentlich-rechtlichen und einem großen Privatsender gekommen. Abwechselnd hatten die Sender jeweils eine Folge der Castingshow ausgestrahlt. Auch die Radiowellen der ARD waren beteiligt, sie sind auch 2011 wieder dabei. Ob die Beziehung allerdings von Dauer ist, bleibt abzuwarten.

Als Siegerin war die 18-Jährige Lena Meyer-Landrut aus dem Vorentscheid hervorgegangen. Ihr Lied "Satellite" wurde nicht nur zu einem Nummer-eins-Hit, es hat Meyer-Landrut auch zu einem der Favoriten für das Finale am Samstag in einer Woche gemacht.

Wann genau die Shows laufen sollen, werde noch entschieden. Über die Möglichkeiten, sich zu bewerben, werde rechtzeitig informiert. Sollte Lena Meyer-Landrut der Sieg in Oslo gelingen, würde die Show wohl "Unser Star für Berlin" heißen.

DPA/APF/kbu
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
schade77 (21.05.2010, 07:50 Uhr)
Gelbe Karte....
so langsam werd ich sauer, dass uns Artikel vorgesetzt werden, in denen einfach schlampige Fehler eingebaut werden oder man merkt, dass der SChreiber das alles gar nicht mitbekommen hat:

"Abwechselnd hatten die Sender jeweils eine Folge der Castingshow ausgestrahlt"

Schaut euch die Folgen einfach nochmal an!!

Ansonsten finde ich die Idee gut, auch wenn ich überzeugt bin, dass ausser Rammstein und Scooter keine deutsche Band gewinnen würde. Aber durch das unaufgeregte Casting mit Top-Talenten ohne Schicksals-und Privatdurchleuchtung sind die beiden auf dem richtigen Weg.
gunnarhaeger (20.05.2010, 14:15 Uhr)
Am Thema vorbei
Merkt Ihr eigentlich, dass Ihr am Thema vorbei diskutiert? Der Artikel geht um Raab und um die ARD, nicht um Lena. Zu der nur soviel: Singen können tut man beim GP nicht und schlimmer kann es nicht mehr werden. Und zu Raab: Die ARD wäre doof, wenn sie den nicht bald verpflichten würden. Seine Sendungen auf Pro7 sind ein Erfolg und er ist im Gegensatz zu früher regelrecht ruhig und weise geworden. Würde dem Altersheim ARD ganz gut stehen.
80blatt (20.05.2010, 13:53 Uhr)
@beogrendl (20.05.2010, 13:45 Uhr)
Danke !
beogrendl (20.05.2010, 13:45 Uhr)
Denglischwahn
Der berühmte Akzent ist nicht zu bespötteln aber bedeutet letzendlich die freiwillige Aufgabe der deutschen Sprache. Warum singt keine Engländerin auf Bayrisch um den europäischen Wettbewerb zu gewinnen? Oder eine Italienerin? Dann lieber Zero Points bei diesem unsäglichen Wettberb und unsere eigene Sprache. Haben wir das denn nötig?
Vincent_Vega (20.05.2010, 12:57 Uhr)
Für alle, die ihren Englisch-Akzent bespötteln
a) sie ist Deutsche und muss nicht zwangsläufig Englisch sprechen können, auch wenn wir in Deutschland der Angelsächsichen Kultur gerne nachlaufen
b) sprechen echte Engländer auch ihre eigenen Dialekte, die man als Nichengländer kaum verstehen kann
c) verstehen oft Muttersprachler nicht das Genuschel ihrer eigenen Sangeskünstler; gab mal auf SPON oder auf Stern.de einen köstlichen Artikel, welche Texte die Leute da in ihrer eigenen Sprache nachsangen
d) sind die Texte der meisten Lieder in Englisch eh zum Davonlaufen schnulzig bis peinlich; Bsp. aus den 80ern: "I feel the night explode, when we´re together; take me, I´m Yours, into Your arms" Deutsch:Ich fühle die Nacht explodieren, wenn wir zusammen sind; Nimm mich, ich bin Dein, in Deine Arme"
und das war ein Popsong, keinSchlager à la: "Ach lass mich doch in Deinem Wald der Oberförster sein"

Ausserdem: Gewählt ist gewählt; Lena hat diesen Wettbewerb bei Raab gewonnen; ergo müsste jeder Andere doch zumindest schlechter gewesen sein.
Und wir "Demokratie-Schtonk"-Deutschen kriegen doch von unseren Nachbarn eh nur "Zero-Points"
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