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"Vom Überwachungsstaat zur Überwachungsgesellschaft"

Es wirkte, als wäre Julian Assange tatsächlich im Studio. Tatsächlich wurde er zur WDR-Sendung "Supernerds" - einem multimedialen Experiment zum Thema Überwachung - nur raffiniert zugeschaltet.

Wikileaks-Gründer Julian Assange sagte in der Sendung, dass wir in eine Überwachungsgesellschaft übergehen, in der jeder wisse, dass er ständig bespitzelt werde

Wikileaks-Gründer Julian Assange sagte in der Sendung, dass wir in eine Überwachungsgesellschaft übergehen, in der jeder wisse, dass er ständig bespitzelt werde

Die zunehmenden Möglichkeiten, Daten von Privatpersonen auszuspionieren, werden nach Ansicht des Wikileaks-Gründers Julian Assange das Verhalten der Menschen verändern. "Wir gehen von einem Überwachungsstaat über zu einer Überwachungsgesellschaft, wo jeder weiß, dass er ständig bespitzelt wird", sagte Assange am Donnerstagabend im WDR bei der Premiere des crossmedialen Projekts "Supernerds". Das Experiment sollte Fernsehen, Theater und Internet verbinden: Eine Theateraufführung im Schauspiel Köln wurde zeitgleich von einer Talkrunde im WDR-Fernsehen sowie einem Livestream im Internet begleitet.

Assange war per Video technisch derart raffiniert zugeschaltet, dass es wirkte, als stehe er Moderatorin Bettina Böttinger tatsächlich gegenüber. "Supernerds - Ein Überwachungsabend" sollte nach Angaben von Regisseurin Angela Richter über Datenschutz und Massenüberwachung aufklären. Das Theaterpublikum, das sich vor der Aufführung mit einigen persönlichen Daten registrieren musste, bekam einen Eindruck von Überwachung: Etwa, als auf Kommando die Handys der Zuschauer klingeln sollten, die rechts oder links des Rheins wohnen.

DPA/DPA

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo