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Wenn der Terror nach Deutschland kommt

"Tatort"-Ermittler Thorsten Falke bekommt eine neue Partnerin. Ihr erster Fall schneidet mit islamistischer Terrorbedrohung ein aktuelles Thema an. Der Film gelingt - weil er seine Figuren ernst nimmt.

Tatort aus Hamburg mit Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz

Franziska Weisz gibt ihr Debüt im "Tatort" an der Seite von Wotan Wilke Möhring

Worum geht's in diesem "Tatort"?

Schleuser Roman Kovac (Christoph Letkowski) soll am Flughafen Hannover einen Islamisten ins Land schmuggeln. Doch es kommt zu einer Verwechslung: Anstelle des aus Syrien eingereisten Terroristen Enis Günday (Cem-Ali Gültekin) fängt er einen Geschäftsreisenden aus Jordanien ab - und tötet ihn, als er den Irrtum bemerkt. Um sich keine weiteren Probleme einzufangen, nimmt Kovac den Terroristen gefangen und versteckt ihn in einem Landhaus. Kommissar braucht eine ganze Weile, um den Tathergang zu rekonstruieren und der Schlepperbande auf die Spur zu kommen. Doch auch die Braunschweiger Terror-Zelle hat sich aufgemacht, um den entführten "Bruder" zu finden. Ein dramatischer Wettlauf beginnt.

Warum lohnt es sich?

Selten ist im deutschen Fernsehen die Motivation eines islamistischen Terroristen so gut dargestellt worden wie in diesem "Tatort" (Buch: Florian Oeller, Regie: Özgür Yildirim). Das beginnt schon bei der Anlage der Figur: Der Deutsch-Türke Günday war in seiner Jugend ein schlimmer Finger, Mitglied einer niedersächsischen Jugendgang. Als seine Mutter starb, suchte er Halt in der Religion - doch er schlug den fundamentalistischen Weg ein und ließ sich in Syrien zum Terrorkämpfer ausbilden. In der Mitte des Films gibt es einen Dialog zwischen Enis Günday und seinem Entführer Roman Kovac. Der Islamist rattert den üblichen Sermon runter, dass der Westen an allem Elend in der arabischen Welt schuld sei. "Wir führen schon lange keine Kriege mehr. Wenn, dann beschützen wir die, die du in die Luft sprengen willst", ergreift Kovac Partei für den Westen. Doch Enis Günday hat erlebt, wie westliche Bomben Krankenhäuser zerstört und dabei Frauen und Kinder getötet haben. Seine Wut ist also zum Teil auf schlimme Erfahrungen zurückzuführen. So wenig Verständnis dieser "Tatort" für islamistische Selbstmordattentate aufbringt - er macht sehr anschaulich deren Motivation deutlich. 

Was stört?

An dieser stringenten Folge gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Eine Szene sticht allerdings negativ hervor. Darin knutscht ein Pärchen in seinem Swimmingpool, als plötzlich aus heiterem Himmel ein toter Mann ins Wasser platscht. Er wurde aus einem über das Haus fliegenden Jet abgeworfen und landet direkt neben dem Paar. Das erzeugt unfreiwillige und an dieser Stelle gar nicht notwendige Komik. Den für den Krimi notwendigen Leichenfund hätte man behutsamer einbauen können.

Die Kommissare?

Nach sechs Fällen war für Petra Schmidt-Schaller als ""-Kommissarin Katharina Lorenz Schluss. Deswegen sehen wir Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) allein ermittelnd. Übergangsweise bekommt er die Polizeioberkommissarin Julia Grosz (Franziska Weisz) zur Seite gestellt. Falke ist zunächst wenig begeistert über die extrem verschlossene Hinterwäldlerin. Doch beide verfügen über eine professionelle Arbeitsauffassung und gewöhnen sich aneinander. Am Ende sind sie beinahe ein Team - nur mit dem Kaffee klappt es noch nicht ganz. Aber das kann ja noch werden.

Ein- oder ausschalten?

Unbedingt einschalten! "Zorn Gottes" ist eines der seltenen Beispiele für gutes Fernsehen, das ein relevantes Thema auf spannende Art erzählt. Zudem besticht der Film mit einer hochkarätigen Besetzung. Aus dem Ensemble ragt Christoph Letkowski als Schleuser Roman Kovac heraus. Auch Marie-Lou Sellem als gestrenge Polizeirätin ist sehenswert. 

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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