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Viel Wut und viel Lob: So kam das neue Team an

Von Begeisterung bis zu riesiger Wut ist alles dabei: Der neue Sachsen-"Tatort" aus Dresden hat mit seinem coolen Frauentrio und dem Fall im Volksmusik-Milieu für starke Reaktionen gesorgt.

Tatort

Frauenpower beim Dresden-Tatort: Alwara Höfels, Karin Hanczewski und Jella Haase ermittelten in der ersten Folge im Volksmusik-Milieu.

Mit 9,55 Millionen Zuschauern holte der neue "" aus Dresden am Sonntagabend einen respektablen Quotensieg. Das Ermittlerteam aus Sachsen um Alwara Höfels, Martin Brambach, Jella Haase und Katrin Hanczewski durfte zum Einstand in "Auf einen Schlag" im Volksmusik-Milieu ermitteln - und sorgte damit für viele Lacher. Drehbuchautor Ralf Husmann ("Stromberg") hatte seine Schauspieler mit witzigen Dialogen ausgestattet, nahm die heile Schlagerwelt gehörig aufs Korn.

Überhaupt bewies der MDR viel Selbstironie: So wurde das Opfer beispielsweise mit der Goldenen Henne erschlagen - einer vom MDR verliehenen Trophäe. Schade nur, dass die Volksmusik-Künstler offenbar nur schwer über sich selbst lachen können. Während Trompeter Stefan Mross Humor zeigte und einen kurzen Gastauftritt im Krimi hatte, beschwerten sich andere Stars der Szene über die negative Darstellung. "Dieser 'Tatort' war überflüssig und verhöhnte nicht nur meine Kollegen, sondern auch unsere vielen Fans", sagte Heino der "Bild"-Zeitung

Vor allem die Tatsache, dass im Film zwei schwule Sänger gezwungen werden, ihre Sexualität zu verheimlichen, sorgte für Wut. Patrick Lindner, Schlagerstar und selbst homosexuell, befand den "Tatort" sogar als gefährlich. "Ich glaube nicht, dass ein Sänger, egal welchen Genres, heute noch verheimlichen muss, ob er Frauen oder Männer liebt."

Kritik am "Tatort": "Ich könnte im Strahl kotzen!"

Die Band "Herzensbrecher" aus dem Film ähnelten der real existierenden Schlager-Boygroup Voxxclub, die ebenfalls kurz in der Folge zu sehen waren. Doch hinterher war der Frust groß: "Wenn ich solche dummen Szenen sehe, könnte ich im Strahl kotzen", schimpfte Sänger Christian Schild laut "Bild" und betonte, dass er selbst noch keine einzige negative Reaktion auf sein Schwulsein bekommen habe.

Das Publikum freute sich jedoch über die Schlager-Satire. Bei Twitter sorgte der neue "Tatort" für überwiegend positive Reaktionen - auch wegen seinem Humor.





Einziges Manko: Dass Publikums-Liebling  und "Fack Ju Göhte"-Star Jella Haase schon in der ersten Folge den Serientod sterben musste, kam nicht gut an.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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