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Zwei wie Arsch und Eimer

Joachim Król und Nina Kunzendorf gehen ab Sonntag für den Frankfurter "Tatort" auf Sendung. Eine Entscheidung, die viele überrascht hat. Inzwischen kann man sagen: Es hätte keine bessere Wahl geben können.

Von Carsten Heidböhmer

Wenn am Sonntagabend die 800. "Tatort"-Folge ausgestrahlt wird, feiert ein neues Team sein Debüt. Es ist ein Team, mit dem keiner gerechnet hatte. Die Entscheidung, Joachim Król und Nina Kunzendorf als Nachfolger von Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf für den Frankfurter "Tatort" einzusetzen, hat zwei Seiten. Auf der einen Seite gibt es einen, nämlich Joachim Król, der etwas aufgibt. Auf der anderen Seite eine, Nina Kunzendorf, die etwas hinzugewinnt.

Król spielt als Hauptkommissar Frank Steier den schwer zugänglichen Einzelgänger, den wir von ihm aus so vielen Rollen schon kennen, etwa aus den Kinofilmen "Lautlos" oder "Zugvögel ... Einmal nach Inari". Dabei hatte er dieses Image gerade erfolgreich abgeschüttelt. In dem ZDF-Samstagabend-Krimi "Lutter" ging der gebürtige Herner zwischen 2007 und 2010 in Essen auf Verbrecherjagd. In dieser Rolle konnte Król sein Ruhrgebietsidiom hemmungslos ausleben. Es waren gute Jahre: Der in seinen Filmen oft unnahbare Król durfte endlich mal einen zugänglichen Typen spielen, der mit seinen Kumpels in der Stammkneipe abhängt, mit den Menschen der Region gut klarkommt und mitten im Leben steht. Das wird nun anders. Der Bergmanns-Sohn hat sich gegen das Revier und fürs Renommee entschieden.

Für Kunzendorf ist es der Durchbruch

Ganz anders sieht es hingegen bei Nina Kunzendorf aus. Für die 39-jährige Mannheimerin erweist sich die neue Rolle als Hauptkommissarin Conny Mey in vielerlei Hinsicht als glückliche Fügung. Sie gehört schon seit vielen Jahren zu Deutschlands besten Schauspielerinnen, im Gegensatz zu ihrem Kollegen Joachim Król blieb der ganz große Durchbruch aber bislang aus. Die "Tatort"-Rolle verschafft ihr nun endlich das Publikum, das ihr schon lange gebührt.

Und Kunzendorf nutzt die Chance, die sich ihr bietet. War sie bislang hauptsächlich mit ernsten Rollen aufgefallen (in dem Kinofilm "Rosenstraße" oder den TV-Filmen "Marias letzte Reise" und "Guten Morgen, Herr Grothe"), zeigt sie hier eine ganz neue Facette ihres Könnens: Sie spielt die Conny Mey als schrille, toughe und mit aufdringlichem Sexappeal ausgestattete Frau, die trotz allem das Herz am rechten Fleck trägt. Mit ihrer grandiosen Performance drängt sie den deutlich berühmteren Kollegen in den Hintergrund. Man könnte auch sagen: Król nimmt sich zurück.

Auf jeden Fall stimmt die Harmonie zwischen beiden. "Sie haben ein Nähe-Problem" wirft ihm seine Kollegin Mey im "Tatort" an den Kopf. Worauf Steier kühl kontert: "Sie haben offensichtlich kein Nähe-Problem." Da haben sich zwei gefunden. Es ist die geglückte Vereinigung des Plus- mit dem Minus-Pol.

Wechselt man nun den Blickwinkel und schaut sich das Gesamtresultat an, so zeigt sich: Es gibt nur Gewinner.

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