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Warum Til Schweiger die Quote schreddert

Auch wenn Til Schweiger seinen Film öffentlich abfeiert: Immer weniger wollen seinen "Tatort" sehen. Mit Rekordwerten gestartet, rangiert der Krimi inzwischen am Ende der Zuschauerskala. Was sind die Gründe?

Tatort Schweiger Quote

Nick Tschiller (Til Schweiger, l.) raste mit Firat Astan (Erdal Yildiz) durch Hamburg - viele Zuschauer wollten ihm dabei nicht mehr folgen.

Die Münsteraner Ermittler Thiel und Boerne müssen damals richtig Angst bekommen haben. Als der neue Hamburg-"Tatort" mit Til Schweiger am 10. März 2013 ausgestrahlt wurde, stieß er die unangefochtenen Könige der Reihe vom Thron. Rekordverdächtige 12,57 Millionen Menschen wollten Schweigers Debüt "Willkommen in Hamburg" sehen - das war die höchste Zuschauerzahl einer "Tatort"-Folge seit knapp 20 Jahren.

Zwar holte sich das Team Münster schon zwei Wochen später die Krone zurück. Das änderte aber nichts daran, dass die mit einem gewaltigen Budget produzierte Folge - die "Bild"-Zeitung sprach damals vom "teuersten 'Tatort' aller Zeiten" - ein großer Erfolg war und den Nerv des Publikums getroffen hat.

Dramatischer Quotenrückgang

Keine drei Jahre später ist von der Anfangseuphorie wenig übrig geblieben. Zwar erreichte Schweiger mit seinem zweiten Fall erneut ein zweistelliges Millionenpublikum (10,12), doch da hatte er im Vergleich zum ersten Fall schon zweieinhalb Millionen Zuschauer verloren. 

Mit der nun ausgestrahlten Doppelfolge setzt sich der Hamburger Fall sogar am unteren Ende des "Tatort"-Spektrums fest: Am Sonntagabend wollten nur noch 7,69 Millionen Zuschauer zusehen, wie Nick Tschiller seinen Todfeind Firat Astan im Auto durch Hamburg kutschiert. Nur ganz wenige Folgen der Krimireihe fanden in den zurückliegenden zwölf Monaten weniger Zuschauer.

Was sind die Gründe?

Über die Gründe für diesen dramatischen Quotenrückgang kann nur spekuliert werden. Dass die Zuschauer keine Lust mehr auf Til Schweiger haben, ist eher unwahrscheinlich - sein Film "Honig im Kopf" gehört zu den erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen des Jahres 2015. 

Mit Sicherheit aber - das ist vielen Beiträgen in den sozialen Medien zu entnehmen - hat die Doppelfolge nicht die Erwartungen erfüllt, die viele Zuschauer an einen "Tatort" stellen. Es gab keine klassisches Mordopfer, keinen Fall, keine Ermittlungen. Stattdessen Familiengedöns und harte Action. 

Da kann Til Schweiger den Regisseur Christian Alwart für dessen "Non Stop Action" noch so sehr abfeiern - ein nicht unbeträchtlicher Teil der Zuschauer wünscht sich am Sonntagabend offenbar ein anderes Programm.

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