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Der Rächer von Hamburg

Die Fortsetzung des rasanten Neujahrs-"Tatorts" mit Til Schweiger: Nick Tschiller hat seine Frau verloren, und hat nur noch Eines im Sinn: Er will blutige Rache üben.

Til Schweiger als Nick Tschiller

Nick Tschiller (Til Schweiger) will den Tod seiner Frau rächen

So sieht es wohl aus, wenn ein Mann mit dem Rücken zur Wand steht, wenn er glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben. Im dramatischen Finale der am Neujahrsabend ausgestrahlten Folge "Der große Schmerz" war Ehefrau Isabella (Stefanie Stappenbeck) gestorben: Sie fing sich eine Kugel ein beim Versuch, ihrer Tochter Lenny (Luna Schweiger) das Leben zu retten. Der tödliche Schuss stammt aus der Waffe von Firat Astan, dem verurteilten Mafia-Boss, dem Tschiller zur Flucht verholfen hatte.

Nun sinnt der LKA-Ermittler auf blutige Rache, und nichts und niemand kann ihn dabei aufhalten. Nicht einmal sein Kollege  (Fahri Yardim), den er zum Ende mit einem gezielten Schlag niedergestreckt hat.

Viel ist noch nicht bekannt über "Fegefeuer", den vierten Fall von Til Schweiger. Während normalerweise "Tatort"-Folgen vorab TV-Journalisten zur Verfügung gestellt werden, hat der NDR diesen Film unter Verschluss gehalten. "Um Spoilern keine Chance zu geben", wie der Sender mitteilt. 

Er kommt nicht als Kriminalbeamter

Was sich aber sagen lässt: Es wird ein Rachethriller. Darauf deutet nicht nur das Ende des vorangegangenen "Tatorts" hin, das lassen auch die bereits veröffentlichten Szenenfotos erahnen. Nick Tschiller wird Firat Astan suchen. Und er kommt nicht als Kriminalbeamter, sondern als Mann, dem seine Frau genommen wurde. 

Tschillers Rachefeldzug - das ist vordergründig das Thema dieses Films. Daneben gibt es aber auch ein Wiedersehen mit Max Brenner (Mark Waschke), dem Ex-Kollegen, der die Seiten gewechselt hat. Brenner war bereits im ersten Fall aufgetaucht und hat mit Tschiller noch eine persönliche Rechnung offen.

Wie geht es mit dem "Tatort" weiter?

Neben der vordergründigen Handlung wirft dieser Fall eine ganz andere Frage auf: Wird es für den von Til Schweiger gespielten Ermittler nach "Fegefeuer" eine Zukunft geben - oder ist er gerade dabei, hinter sich alle rechtsstaatlichen Brücken abzubrechen? 

Mindestens einmal werden wir Schweiger als Nick Tschiller noch sehen. In einem Kino-"Tatort". Der Arbeitstitel des Films gibt aber schon einen Hinweis. Er lautet: "Tschiller, a. D."

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo