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Was uns bei Til Schweigers Kino-"Tatort" erwartet

Das Fernsehen ist ihm nicht genug: Weil seine "Tatorte" schon immer für die große Leinwand gemacht waren, bringt Til Schweiger seinen fünften Einsatz ins Kino. "Off Duty" knüpft da an, wo "Fegefeuer" aufgehört hat.

Kino-"Tatort"

Über den Dächern von Istanbul: Nick Tschiller (Til Schweiger) ist vom Dienst suspendiert, kann es aber dennoch nicht lassen.

Verbrecher geschnappt, Kommissar suspendiert: So endete am Sonntagabend der vierte "" mit Til Schweiger als Nick Tschiller. Damit hätte man den vierteiligen Erzählstrang um den Mafia-Boss Firat Astan beenden können. Der Kreis schien sich geschlossen zu haben: Tschiller hatte den Clan-Chef zunächst eingebuchtet, ihm dann zur Flucht verholfen, hatte seine Tochter befreit, dabei seine Frau verloren, und schließlich den flüchtigen Kurden wieder eingefangen. Denn Astan soll nun in die Türkei ausgeliefert werden, damit ist ihn die Hamburger Polizei endgültig los.

Doch weil "Tatort"-Filme schon immer für die große Leinwand gemacht waren, und nicht für den kleinen quadratischen Kasten im heimischen Wohnzimmer, geht er nun konsequent den nächsten Schritt: Schon am 4. Februar kommt "Tschiller, a. D.", der fünfte Teil der Reihe, in die Kinos. Verantwortlich ist das künstlerische Team, das auch die bisherigen Hamburg-"Tatorte" umgesetzt hat: Regisseur Christian Alvart und Drehbuchautor Christoph Darnstädt.

"Tatort" mit internationalem Format

Wie der Trailer vermuten lässt, dürfen wir uns auf einen Action-Thriller von internationalem Format freuen. Ähnlich wie bei einem James-Bond-Film wurde an Originalschauplätzen in mehreren Ländern gedreht, darunter in der Türkei, Russland und verschiedenen deutschen Städten. "Actionreicher und aufwändiger als je zuvor" solle die Folge werden und den Ermittler "auf eine brisante Odyssee durch halb Europa" führen, teilte der NDR mit. Auf seiner Facebook-Seite postete Til Schweiger im vergangenen Sommer mehrfach Bilder von den Dreharbeiten in Istanbul und Moskau.

Nick Tschiller ist nicht der erste "Tatort"-Kommissar, der es auf die große Leinwand geschafft hat. Bereits 1985 war der von Götz George gespielte legendäre Horst Schimanski in "Zahn um Zahn" im Kino zu sehen, zwei Jahre später gab es mit "Zabou" einen Nachfolger. Rund 30 Jahren später gibt es nun einen neuen Anlauf, die ARD-Krimireihe ins Kino zu bringen.

Medienberichten zufolge sollen sich die Produktionskosten für den Kinofilm auf acht Millionen Euro belaufen. Auch der NDR beteiligte sich an der Produktion, voraussichtlich 2018 wird der Film im Ersten zu sehen sein.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo