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25. Dezember 2010, 01:36 Uhr

Zu Weihnachten in der Röhre

Die Feiertage sind für viele ein Anlass, sich vor dem Fernseher gepflegt berieseln zu lassen. Unter zahllosen Weihnachtsfilmen haben wir die sechs ultimativen Klassiker ausgesucht. Von Carsten Heidböhmer

Weihnachten, TV-Klassiker, Die Muppets feiern Weihnacht

Haben sich an Weihnachten alle lieb: Sir Michael Caine mit den Muppes© Cinetext

Fernsehen und Festtage - für viele Menschen gehört dies untrennbar zusammen. Gerade zu Weihnachten können die Feiertagsgucker aus dem Vollen schöpfen: Hunderte weihnachtlicher Filme schlummern in den Archiven der TV-Anstalten und werden Jahr für Jahr wieder hervorgeholt. Die Spannbreite reicht von Komödien wie "Ernst rettet Weihnachten" über Kinderfilme ("Rettet den Weihnachtsmann") bis hin zu dem Actionkracher "Tödliche Weihnachten".

Aus all der Flut von Weihnachtsfilmen haben sich im Laufe der Jahre einige Klassiker herauskristallisiert. Hier eine Auswahl der schönsten.

Der Rührende: Die Muppets Weihnachtsgeschichte
Charles Dickens' berühmtes "A Christmas Carol" mal ganz anders verfilmt: Die meisten Rollen werden von den Muppets übernommen. Gonzo und Rizzo verfolgen im London des 19. Jahrhunderts die Geschichte des verbitterten Ebenezer Scrooge, gespielt von Oscar-Preisträger Sir Michael Caine: Der alte Geizkragen tyrannisiert seine Mitmenschen, wo er nur kann. Am Weihnachtstag tauchen plötzlich drei Geister bei ihm auf. Durch diese Begegnung lernt er Mitgefühl, Nächstenliebe und damit die wahre Bedeutung von Weihnachten kennen. Regie führt hier Brian Henson - Sohn des Muppets-Erfinders Jim Henson.

USA 1992, Regie: Brian Henson. Mit: Sir Michael Caine, Steven Mackintosh, die Muppets, Meredith Braun

Der Spätzünder: Ist das Leben nicht schön?
Als dieser Film 1946 erschien, floptte er an den Kinokassen. Dass dieser Film doch noch zum Klassiker avancierte, kam eher zufällig. Weil 1974 das Copyright verfiel und sich keiner um die Rechte kümmerte, strahlten die Fernsehsender den Streifen kostenlos aus. So entdeckte eine junge Generation diesen Film neu - und mehr als 30 Jahre nach seiner Entstehung avancierte "Ist das Leben nicht schön?" doch noch zum Kultfilm. Inzwischen zählt er in vielen Bestenlisten zu den 100 besten Filmen aller Zeiten. Ausgerechnet an Heiligabend steht der herzensgute George Bailey (James Stewart) vor dem finanziellen Ruin und will daraufhin seinem Leben ein Ende setzen. Der Rettungsengel Clarence will dies mit allen Mitteln verhindern. Denn nur wenn er ein Menschenleben rettet, bekommt er endlich seine Flügel. Er präsentiert Bailey eine Vision, wie die Welt sich entwickelt hätte, wenn er nie geboren worden wäre. Seine Heimatstadt Bedford Falls wäre in die Hände des geldgierigen Mr. Potter (Lionel Barrymore) gefallen und verkommen. Regisseur Frank Capra nutzt diese Geschichte, um zu demonstrieren, wie sich der amerikanischen Traums in sein Gegenteil verkehrt, wenn statt Gemeinsinn nur noch Egoismus vorherrscht. Natürlich geht das Ganze gut aus, sodass für jede Menge Tränen gesorgt ist. Mit diesem Film weint aber niemand unter seinem Niveau.

USA 1947, Regie: Frank Capra. Mit: Lionel Barrymore, James Stewart, Donna Reed, Thomas Mitchell. Am 24. Dezember um 0.50 Uhr im ZDF zu sehen

Der Kitschige: Der kleine Lord
Die "Heidi"-Geschichte in männlich: Der achtjährige Ceddie lebt mit seiner verwitweten Mutter im Armenviertel von New York, ohne seine adelige Herkunft zu ahnen. Bis ihn sein Großvater, der Graf von Dorincourt, zu sich nach England holt, um ihn zu seinem standesgemäßen Erben zu erziehen. Der alte Herr - großartig gespielt von Sir Alec Guinness - ist verbittert und geizig. Doch schon bald gelingt es Ceddie, dessen kaltes Herz zu erwärmen - und das der Zuschauer gleich mit. Regisseur Jack Gold verband hier eine gelungene Milieustudie aus dem viktorianischen Zeitalter mit einem Appell zur Menschlichkeit.

Großbritannien 1980, Regie: Jack Gold, Mit: Rick Schroder, Alec Guinness, Eric Porter, Colin Blakely, Connie Booth, Rachel Kempson

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