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heute show über AfD: "Lass die Arschlöcher doch labern"

Kurz vor der Bundestagswahl meldet sich die "heute show" aus der Sommerpause zurück. Neben Merkel und Schulz bekommt auch AfD-Frontfrau Alice Weidel ihr Fett weg.

Am Freitag hat sich die "heute show" anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl frühzeitig aus der Sommerpause zurückgemeldet. Auch wenn der Wahlkampf in diesem Jahr eher vor sich hinplätschert, mangelte es der Satiretruppe nicht an Themen.

Zu Beginn spottete Anchorman über das TV-Duell, das vergangenen Sonntag gut 16 Millionen Zuschauer einschalten ließ. Doch der erhoffte Schlagabtausch hatte "Freundschaftsspielcharakter mit Tendenz zur Liebeserklärung". Gewohnt bissig kommentierte er: "Es ist ja auch nicht leicht. Natürlich hat die SPD nach all den GroKo-Jahren, das ist so ähnlich wie Hundejahre, ein Glaubwürdigkeitsproblem. Vielleicht ist es bei der SPD wie beim HSV: Die müssten auch mal absteigen, um wieder zu sich zu finden."

Oliver Welke holt in der ersten Sendung nach der Sommerpause zum großen Rundumschlag aus

Oliver Welke holt in der ersten Sendung nach der Sommerpause zum großen Rundumschlag aus


Die Schwäche der Sender

Doch auch die Moderatoren bekamen ihr Fett weg. "Fremdschämen hat ein Gesicht - und zwar das von Claus Strunz", so Welke. Auch Georg Hassknecht stieß das TV-Duell sauer auf, das so langweilig war wie in den Jahren zuvor: "Nur noch Hofschranzen, wo man hinguckt. Beim unsäglichen TV-Duell ja auch. Da wollten die Sender eine etwas lockerere Sendung machen, mit Publikum und Nachhaken. Und Merkel so: 'Super Idee, nö'. Und die Sender dann: 'Na gut, dann nicht'." Ein Skandal, findet Hassknecht. Stattdessen hätten die Sender sagen sollen: "Alles klar, Angie, dann machen wir es eben ohne dich. Dann tritt Schulz halt nicht gegen dich an, sondern gegen diesen Golden Retriever. Das wäre auch nicht langweiliger."

Gernot Hassknecht fand das TV-Duell unmöglich

Gernot Hassknecht fand das TV-Duell unmöglich

Kalkulierter Skandal der AfD

Doch nicht nur die beiden großen Parteien und CDU bekamen eine Abreibung. Auch die FDP, die mit Schwarz-Weiß-Porträts ("Christian Lindner, der Mini-Macron") und knalliger Schrift auf den Wahlplakaten versucht, die Wähler zu mobilisieren. Hippe Optik, die Themen seien aber größtenteils dieselben wie in den vergangenen Jahren, stellte Welke schnell fest. Oder verknappt gesagt: "Alter Schleim in neuen Schläuchen."

Auch Alice Weidel, die vor wenigen Tagen empört aus der ZDF-Sendung "Wie geht's, Deutschland?" stürmte, wurde thematisiert. Doch vermutlich nicht so, wie es sich die -Spitzenkandidatin erhofft haben dürfte: Das Ganze sei ein billig inszenierter Abgang, über den man sich gar nicht mehr aufregen sollte, so Welke. Das Gleiche gelte für die provozierenden Plakate mit Slogans wie "Hol dir dein Land zurück" ("gemeint ist wahrscheinlich Elsass-Lothringen"). Er hatte auch gleich noch einen Geheimtipp parat: Legt man über AfD-Reden Walgesänge, wirken sie sofort unglaublich beruhigend.

Hier können Sie die vollständige Sendung in der ZDF-Mediathek ansehen

 

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