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DSDS schlägt den Raab

Mit "Die große TV total Prunksitzung" wollte Stefan Raab auch die Nicht-Karnevalisten vor die Fernsehgeräte locken. Dann muss er sich jedoch gegen RTL und sogar ZDF geschlagen geben.

Der urkölsche Entertainer Stefan Raab (2. v. r.) feiert in seiner "Die große TV total Prunksitzung" Karneval - doch keinen interessiert's

Der urkölsche Entertainer Stefan Raab (2. v. r.) feiert in seiner "Die große TV total Prunksitzung" Karneval - doch keinen interessiert's

Stefan Raab hat sich mit "Die große TV total Prunksitzung" hohe Ziele gesteckt. Er wollte den deutschen TV-Karneval auch für jüngere Zuschauer erträglich machen. Dazu lud er Gäste wie Lothar Matthäus, Robert Geiss, Helge Schneider und Anke Engelke ein - und ließ den Narren heraushängen.

Gebracht hat es ihm nichts. Im Quotenrennen muss er sich gegen RTL und das ZDF geschlagen geben. Wie "Quotenmeter.de" berichtet, sahen nur 1,72 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die Show und verhalfen ihr so zu einem mageren Marktanteil von 9,5 Prozent. Bei der angepeilten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war das Interesse verhältnismäßig sogar noch geringer. Bei ihnen kam Raab auf 1,04 Millionen Zuschauer.

Tagessieger beim Gesamtpublikum wurde am Samstagabend der ZDF-Krimi "Einsatz in Hamburg - Mord an Bord" mit 6,85 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 21,4 Prozent. Selbst die junge Zielgruppe zeigte Interesse und bescherte dem Krimi einen Marktanteil von 10,5 Prozent.

In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurde hingegen "Deutschland sucht den Superstar" mit 4,05 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 22,1 Prozent Tagessieger. Und auch 12,7 Prozent des Gesamtpublikums verfolgten die Urteile von Dieter Bohlen und seinen Jurykollegen Mateo, Tom und Bill Kaulitz.

Die ARD setzt auch auf Karneval

Die ARD passt sich dem Durchschnittsalter ihrer Zuschauer an und wird belohnt. "Düsseldorf Helau" lockte 4,39 Millionen Zuschauer aus dem Gesamtpublikum vor den . Mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent war die Show beim jüngeren Publikum allerdings chancenlos. Passend zur Jahreszeit - und zum Schneesturm an der Ostküste der USA - sendete Vox den Spielfilm "Ice – Der Tag, an dem die Welt gefriert", der 1,63 Millionen Filmfans unterhielt und damit auf eine Zielgruppenquote von 9,3 Prozent kam. Beim Gesamtpublikum schaffte es der US-Streifen aus dem Jahr 2009 auf 5,3 Prozent.

Mit eher mäßigen Einschaltquoten schlug sich "G-Force – Agenten mit Biss" in der Zwischenzeit bei Sat.1 mit 2,01 Millionen Zuschauern bei Marktanteilen von 6,3 Prozent insgesamt sowie 9,1 Prozent in der Zielgruppe. Auch II konnte mit "Der 13. Krieger" keine Quotensiege verbuchen. Nur 0,96 Millionen Bundesbürger sowie 5,4 Prozent der Zielgruppe interessierten sich für den Film. Für kabel eins verlief der Abend eher mittelmäßig. Die ersten beiden von drei Folgen der Krimiserie "Navy CIS" kamen auf 1,53 und 1,68 Millionen Zuschauer sowie Marktanteile von 4,8 und 6,3 Prozent.

kgi

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo