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24. Oktober 2011, 10:32 Uhr

"Transporter 3" räumt den Weg für neue RTL-Serie frei

RTL wirft Schweiß, Benzin und nackte Männerbrüste gegen den "Tatort": Mehr als sechs Millionen Zuschauer wollten den Actionfilm "Transporter 3" am Sonntagabend sehen. Für den Kölner Sender ein ganz besonderer Erfolg - weil der Stoff bald in Serie geht. Von Jens Wiesner

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Mit nackter Brust und ordentlich Testosteron gegen die Bösen: Jason Stratham als Ex-Elitesoldat Frank Martin© RTL

Autostunts und Massenschlägereien, muskulöse Männerbrüste und tiefe Dekolletés: Bei RTL weiß man, worauf die junge Zielgruppe steht. Wenig verwunderlich ist es also nicht, dass der Actionfilm "Transporter 3" am Sonntagabend mächtig abräumte. 6,07 Millionen Zuschauer wollten laut Quotenmeter.de den Streifen sehen, der bereits Anfang 2009 in den deutschen Kinos gelaufen war.

Trotzdem dürften die Sektkorken in der RTL-Chefetage diesmal besonders laut geknallt haben - nicht nur, weil sich der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen auf traumhafte 24,7 Prozent einpendelte. Denn die Ausstrahlung war auch Testballon für die größte internationale Koproduktion in der Geschichte des Senders. Im kommenden Jahr sollen die Abenteuer von Frank Martin nämlich den Sprung von der großen Leinwand auf die kleine Mattscheibe schaffen - und RTL sitzt mit im Boot.

30 Millionen Euro lässt sich der Sender laut Mediendienst DWDL seine Kooperation mit dem US-amerikanischen Sender HBO, HBO Kanada und dem französischen Sender M6 kosten. Insgesamt soll die Atlantique Productions zwölf Folgen zu je 45 Minuten abdrehen. Luc Besson, der Mann hinter der "Transporter"-Filmreihe, konnte gar als Executive Producer gewonnen werden.

Ein Wermutstropen dürfte für echte "Transporter"-Fans allerdings nur schwer zu schlucken sein: Kinostar Jason Stratham wird seine Rolle als Frank Martin in der Serie nicht weiterführen. Stattdessen übernimmt der britische Schauspieler Chris Vance den Part des streitlustigen Ex-Marines. Wer den Mimen noch aus der Serie "Prison Break" kennt, weiß: An Männerschweiß und nackten Brüsten wird es dem "Transporter"-Franchise auch auf dem kleinen Schirm nicht mangeln.

Von Jens Wiesner
 
 
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