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Stern Logo Der TV-Tipp des Tages

Der Teufel meiner Jugendjahre

stern.de führt Sie mit dem TV-Tipp des Tages durch den Fernseh-Dschungel. Heute: das Dokudrama "The Real American - Joe McCarthy."

War ein leidenschaftlicher Kommunistenfresser: US-Senator Joseph McCarthy

War ein leidenschaftlicher Kommunistenfresser: US-Senator Joseph McCarthy

"The Real American – Joe McCarthy"
20.15 Uhr, Arte

Auch wenn der US-Senator und Kommunistenjäger Joe McCarthy lange vor meiner Geburt gestorben ist, hat mich seine Person immer begleitet. In der Schule lasen wir Arthur Millers "Hexenjagd", das die Jahre der Verfolgung, Denunziation und schwarzen Listen während der McCarthy-Ära aufarbeitet. In George Clooneys Regiearbeit "Good Night, And Good Luck", einem meiner Lieblingsfilme, stürzt der Fernsehjournalist Edward R. Murrow schließlich den Senator. Dieser Joe McCarthy war für mich ein noch größerer Dämon als Franz Josef Strauß in den 70er und 80er Jahren. Jetzt habe ich endlich die Gelegenheit, mich mit dem Unhold gründlich zu befassen. Der deutsche Journalis Lutz Hachmeister hat für Arte eine 90-minütige Dokumentation produziert, in der er historisches Bildmaterial mit nachgestellten Spielszenen kombiniert. Klingt nach einer unterhaltsamen Art, eine Bildungslücke zu schließen.
Ein persönlicher TV-Tipp von Carsten Heidböhmer, Redakteur bei stern.de


Und das ist am Dienstag noch sehenswert:


"Der Mackintosh-Mann"
23.25 Uhr, WDR

AGENTENTHRILLER US-Spion Rearden (Paul Newman) soll als angeblicher Räuber im Knast eine sow je tische Schleuserbande unterwandern. Bald dämmert ihm, dass er bloß benutzt wird... Trotz des etwas wirren Skripts gelang Altmeister John Huston ein packender Thriller. (bis 1.00)

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo