. .
TV und Fernsehen
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
6. Mai 2010, 18:46 Uhr

Merkels Regierungssprecher wird BR-Intendant

Bundeskanzlerin Angela Merkel muss sich einen neuen Regierungssprecher suchen: Ulrich Wilhelm wird ab Februar 2011 die Nachfolge von Thomas Gruber als Intendant des Bayerischen Rundfunks antreten.

Ulrich Wilhelm, Wilhelm, Thomas Gruber, Gruber, Regierungssprecher, Merkel, Bayrischer Rundfunk, BR, Intendant, München

Gehen bald getrennte Wege: Ulrich Wilhelm und Angela Merkel© Peer Grimm/DPA

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm ist am Donnerstag zum Intendanten des Bayerischen Rundfunks (BR) gewählt worden. Im Sommer will der 48-Jährige sein Amt in Berlin abgeben. Am 1. Februar 2011 tritt er in München die Nachfolge von Thomas Gruber an. Der BR-Rundfunkrat kürte den 48-jährigen Wilhelm mit 40 von 44 Stimmen zum Intendanten der viertgrößten ARD-Anstalt. Sein Gegenkandidat, der BR-Landtagskorrespondent Rudi Erhard, bekam drei Stimmen, ein Rundfunkrat enthielt sich.

Wilhelm sagte, für ihn sei dies eine Rückkehr zu seinen Anfängen beim BR in München. Der Bayerische Rundfunk sei sehr gut aufgestellt. Das wolle er erhalten und "vielleicht in Teilen auch noch steigern". Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den einstigen Sprecher des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber 2005 nach Berlin geholt - damals noch als Sprecher der schwarz-roten Koalition. Als Intendant trägt er die Verantwortung für das gesamte Programm der fünf Hörfunksender und des Bayerischen Fernsehens, 3000 Mitarbeiter und einen Etat von einer Milliarde Euro. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Gegenkandidat lobt fairen Umgang

Vor seiner Wahl hatten der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und Politiker mehrerer Parteien kritisiert, ein direkter Wechsel vom Regierungssprecher zum BR-Intendanten könnte Zweifel an der Staatsferne des öffentlichen Rundfunks bestärken. Vier Rundfunkräte hatten trotz Wilhelms "großer professionellen Erfahrung und seiner menschlichen Qualitäten, die von uns nicht angezweifelt werden", Erhard als Gegenkandidat nominiert. Die Mehrheit im BR-Rundfunkrat stellen die parteipolitisch unabhängigen "Grauen", die von Verbänden, Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen berufen werden. Erhard lobte: "Der Rundfunkrat ist sehr offen, fair, aber auch kämpferisch mit mir umgegangen."

Ulrich Wilhelm ist Jurist, hat die Deutsche Journalistenschule in München besucht und mehrere Jahre für den Bayerischen Rundfunk gearbeitet. Stoiber holte ihn 1991 ins Innenministerium, zwei Jahre später folgte Wilhelm ihm als Sprecher in die Staatskanzlei. Als jüngster Amtschef in der Geschichte des Freistaats wurde er 2004 ins bayerische Wissenschaftsministerium geschickt. Wilhelm ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Familie lebt in München.

AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
OneSizeFitsAll (07.05.2010, 12:24 Uhr)
Mutti's Vasallen
Die Staatsratsvorsitzende hat es wieder einmal verstanden, einen ihrer Vasallen auf einen Posten zu bugsieren, von dem aus ihr bei der weiteren Vereinnahmung der BRD wichtige Unterstützung zukommen wird. Die m.E. undemokratische Widerlichkeit dieses Vorgangs zeigt auf, dass Kohl?s Mädchen während Ihrer ?Lehrzeit? gut aufgepasst hat. Das kann sie gut. Da macht ihr kaum jemand etwas vor. Wenn sie auch nur einen Bruchteil dieses Engagements und der ?Fortune? in ihrem eigentlichen Aufgabenbereich ?zum Wohle des Deutschen Volkes zu regieren- zeigen würde, dann ginge es der BRD besser. Apparatschiks sind häufig Menschen ohne jede Vision und ohne den Willen nach Veränderungen. Nur der Machterhalt zählt. Alles andere kann dabei ruhig ?über den Jordan gehen?.
Ich kann gar nicht ausdrücken, wie mies ich das finde.
johnniedeamonic (07.05.2010, 11:44 Uhr)
jaja das gute alte Vitamin B und Vetternwirtschaften ....
was wäre unsere Politik nur ohne...?
....achja etwas weitaus besseres....
DasSchaf (07.05.2010, 09:51 Uhr)
Parteibuchposten
..und noch einer dem ein hochbezahlter "unabhängiger" Posten zugeschanzt wird.... er wird wohl beim BR seine Funktion als "Parteisprecher" fortführen....
flashback02 (07.05.2010, 08:59 Uhr)
Ein schlechter Witz...
...ist das. Wenn man sich den ganzen Werbemüll unserer Wirtschaft und dann noch die reihenweise installierten Parteisoldaten in höchsten Ämtern ansieht, muss man sich ernsthaft fragen, ob hier noch von "Unabhängigkeit" gesprochen werden kann.
simbadische (07.05.2010, 08:07 Uhr)
"Öffentlich - Rechtlich"

Die Rundfunkgebühren werden auch deshalb erhoben, um ein staatsunabhängiges Radio- und Fernsehprogramm zu erhalten.

Die Ernennung des Regierungssprechers zum Intendanten zeigt, wie wir Gebührenzahler vera----t werden.
Countryjoe (07.05.2010, 06:50 Uhr)
Wie gut..
.. das die Medien unabhängig sind...
pops (06.05.2010, 22:00 Uhr)
Na guck -
die alte Seilschafterei, gelernt in langen Jahren, als es noch ein "Drüben" gab, klappt ja doch bestens. Hätte mich - und ich vermute einmal nicht nur mich - auch gewundert...
Glaubt eigentlich wirklich noch jemand an die "Freiheit" der sogen. Öffentlich - Rechtlichen? (Wes' Brot ich eß - des Lied ich sing... alte Weisheit!)
Gute Nacht Deutschland: Pops
MEHR ZUM ARTIKEL
Die Medienkolumne zur BR-Intendantenwahl Angela Berlusconis Statthalter in München

Mit Ulrich Wilhelm wird ein getreuer Paladin der Kanzlerin Chef eines öffentlich-rechtlichen Senders. Ein ungeheuerlicher Schritt: Die Verflechtung von Politik und Medien erreicht eine neue Qualität. mehr...

"Spitzel"-Vorwürfe ZDF-Intendant Schächter tadelt Brender

"Falsch, maßlos und inakzeptabel": ZDF-Intendant Markus Schächter hat die Vorwürfe des scheidenden Chefredakteurs Nikolaus Brender barsch zurückgewiesen. Brender dürfe nicht die Arbeit seiner Kollegen mit Verdächtigungen belasten. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft