31. Juli 2012, 15:58 Uhr

Otti Fischer gibt den "Schlachthof" auf

"Ottis Schlachthof" moderierte er 17 Jahre lang - jetzt macht Ottfried Fischer wegen seiner Parkinson-Erkrankung Schluss mit der Kabarettsendung. Dem Showgeschäft bleibt er aber erhalten.

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Aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung macht Ottfried Fischer Schluss mit "Ottis Schlachthof"©

Die populäre Kabarettsendung "Ottis Schlachthof" wird eingestellt. Im November werde sie zum letzten Mal im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein, teilte der Sender am Dienstag mit. Grund sei die Parkinson-Erkrankung von Ottfried Fischer. "Der hochverdiente Kabarettist und Schauspieler wird aus Rücksicht auf seine Gesundheit sein Engagement als Gastgeber beenden."

Fischer selbst schrieb in einer am Dienstag veröffentlichten persönlichen Erklärung: "Bis zuletzt habe ich versucht, den Kollegen Parkinson zu ignorieren. Beim Film und auf der Bühne kann man dieser Krankheit trickreicher begegnen, weniger da, wo's die Schlagfertigkeit braucht." Der 58-jährige Fischer ("Der Bulle von Tölz") moderierte 17 Jahre lang mehr als 170 Folgen der Sendung im Münchner Schlachthof.

"Ottfried Fischer hat "Ottis Schlachthof" als kabarettistische Kultsendung und als eine der bekanntesten und beliebtesten Marken im Bayerischen Fernsehen etabliert", sagte die Programmbereichsleiterin Bayern und Unterhaltung, Annette Siebenbürger, nach Senderangaben. Fischer werde "ein Gesicht des Bayerischen Fernsehens bleiben". Die "Süddeutsche Zeitung" hatte kurz zuvor über Fischers Abschied berichtet.

"Mehr sog i ned"

Namhafte Künstler und Nachwuchstalente traten bei Fischer auf - vor allem bayerische und fränkische Kabarettisten wie Helmut Schleich, Urban Priol, Luise Kinseher oder Michael Altinger. Anfang Februar 2008 hatte Fischer seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht. "Wo die Reise zunächst hingeht, weiß ich noch nicht genau, aber ich werde weiterhin, entschleunigt zwar, Bühnenprogramme spielen, Bücher schreiben und neue Projekte entwickeln, auch im Bereich des Produzierens von Filmen", schrieb Fischer.

"Ich bin weniger traurig als dankbar, dass die Zeit so schön war und meine Verbindung zum Kabarett dadurch nie abgerissen ist", fuhr er fort. "Keine Angst, Sie entkommen mir nicht. Wir sehen uns - Mehr sog i ned."

hw/DPA
 
 
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