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Polnischer TV-Chef schickt Beschwerdebrief ans ZDF

In Deutschland erhielt das ZDF-Kriegsepos "Unsere Mütter, unsere Väter" jede Menge positive Kritiken. Viele Polen sind dagegen sauer - weil sie sich falsch dargestellt sehen.

"Unsere Mütter, unsere Väter" hat den zweiten Weltkrieg wieder in das kollektive Bewusstsein gehoben.

"Unsere Mütter, unsere Väter" hat den zweiten Weltkrieg wieder in das kollektive Bewusstsein gehoben.

Der Leiter des polnischen Fernsehsenders TVP, Juliusz Braun, hat in einem Schreiben an das ZDF gegen die Darstellung polnischer Widerstandskämpfer im Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" protestiert. Braun kritisiere in seinem Brief vor allem, dass Polen und die Kämpfer der "Heimatarmee" als Antisemiten dargestellt würden, teilte der Sender am Mittwoch mit.

In der Produktion, die in Deutschland vergangene Woche jedes Mal um die sieben Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte, werde ein "vollkommen falsches Bild gezeichnet", beschwerte sich der polnische Fernsehchef laut ZDF. "Diese Darstellung hat nichts mit der historischen Wahrheit gemeinsam und muss daher zurückgewiesen werden."

In polnischen Medien war in den vergangenen Tagen wiederholt Kritik an der Darstellung der Polen in der Reihe geäußert worden. In deutschen Medien erlebte die Serie ein lautes, aber gemischtes Echo.

mad/DPA/DPA
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