Jubel, Tränen, Trauer: Fast 2100 Kandidaten haben auf dem Stuhl gegenüber von Moderator Günther Jauch Platz genommen. Einige von ihnen sind besonders in Erinnerung geblieben. Manche wegen ihrer Cleverness. Andere, weil sie sich grandios verzockt haben.
"Wer wird Millionär?" beruht auf einem TV-Quizformat aus England und ist international äußerst erfolgreich. In Großbritannien und den USA hieß die Show "Who Wants To Be A Millionaire?", in Frankreich "Qui veut gagner des millions?", in Italien wurde man vor der Euro-Umstellung sogar "Milliardär" ("Chi vuol essere miliardario?"). In Österreich trägt das Quiz den Titel "Die Millionenshow".
Der Engländer David Briggs entwickelte die Quiz-Idee im Jahr 1996 und landete einen Überraschungserfolg - in einer Zeit, in der viele das Wissensquiz im Fernsehen für tot erklärt hatten.
Der Erfinder schrieb allen Sendern Details vor, wenn sie die Formatrechte erwarben: das Arena-Studio, die Licht-Effekte und die Musik sind deshalb weltweit in Dutzenden Ländern gleich. Das zeigt zum Beispiel auch der Film "Slumdog Millionär", der in Indien spielt und im Jahr 2009 acht Oscars gewann.
In Deutschland hat die Show ihren passenden Präsentator in Günther Jauch gefunden, der sich als distanzierter Fragensteller gibt. Seit der ersten deutschen Ausgabe am 3. September 1999 hat Jauch in 999 Folgen, darunter 23 Prominenten-Specials, mehr als 26.500 Fragen gestellt.
Jauch bei der Premiere am 3. September 1999: "Ich kann Ihnen soviel verraten, es wird so spannend werden und so unberechenbar, dass wirklich der notorische Schulabbrecher hier die Chance zu einem glanzvollen Comeback hat und Nachfahren Einsteins hier schrecklich versagen können."
Kandidatin Nummer eins war Tanja Ortmann - sie gewinnt 8000 Mark.