2. September 2012, 18:04 Uhr

Wirbel um Lanz-Interview

Angeblich soll Markus Lanz in einem Interview gesagt haben, Thomas Gottschalk wolle "Wetten, dass..?" schaden. Doch das ZDF rudert zurück: Der Moderator soll "nicht schaden" gesagt haben.

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Anscheinend wurde sein "Focus"-Interview von der ZDF-Pressestelle fehlerhaft autorisiert©

Der neue "Wetten, dass ..?"-Moderator Markus Lanz hält seinem Vorgänger Thomas Gottschalk den Wechsel zu RTL nicht vor. "Ich bin mir ganz sicher, dass er "Wetten, dass..?" nicht schaden will", sagte Lanz im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" in Bezug auf Gottschalks Engagement bei der RTL-Sendung "Das Supertalent".

Das ZDF stellte klar, in einer früheren Fassung des Interviews sei in diesem Satz von Lanz das Wort "nicht" im Zuge der Autorisierung des Interviews "aus nicht nachvollziehbaren Gründen gelöscht worden". Der Fehler sei leider zunächst nicht aufgefallen.

Weniger Prominenz, mehr Wetten

Zu seiner Rolle als Gottschalks Nachfolger sagte Lanz: "Ihn ersetzen zu wollen, wäre vermessen. Ich erinnere mich gut an seine ersten Auftritte: eine Naturgewalt! Deshalb ist er einer der Helden meiner Jugend und wird es immer bleiben."

Lanz wird die erfolgreiche ZDF-Show "Wetten, dass ..?" erstmals am 6. Oktober moderieren. Zu möglichen Änderungen am Konzept sagte er: "Vielleicht geht es jetzt darum, ihren Kern wieder freizulegen. Der Schwerpunkt hatte sich etwas verlagert. Die Hollywood-Prominenz stand zuletzt stärker im Vordergrund als am Anfang." Laut Lanz wird es pro Sendung eine Wette mehr geben. Außerdem ist sein Ziel, dass die Wettpaten ihre Wetten präsentieren und erklären.

Den Druck der Einschaltquote empfindet der 43-Jährige als "sehr hoch, ich versuche also tapfer, ihn zu ignorieren". Die Sorge, auszubrennen, hat der vielbeschäftigte ZDF-Moderator nicht. Mit Attacken und Schmähungen müsse er leben, weil er die "große "Wetten, dass..?"-Bühne" betrete, sagte Lanz dem "Focus": "Ich muss ja nicht alles lesen. Deswegen gehört zu meiner Abwehrstrategie: kein Facebook, kein Twitter." Wenn eine Grenze überschritten werde, "die meiner Familie, aber auch mir nicht mehr zuzumuten ist, dann würde ich nicht zögern und sagen: Ich bin dann mal weg", sagte der Moderator.

mlr/DPA
 
 
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