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7. Januar 2008, 11:00 Uhr

Tolstoi hinter Tatort

Am Sonntagabend startete die mit großem Aufwand betriebene Verfilmung des Tolstoi-Romans "Krieg und Frieden" im ZDF. Der erste Teil des 26 Millionen Euro teuren Vierteilers kam beim Publikum jedoch nicht so gut an wie der altbewährte "Tatort" im Ersten.

Schöne Aussichten - wenn schon nicht fürs ZDF, dann zumindest für Pierre, gespielt von Alexander Beyer. In dieser Szene flirtet er mit Prinessin Helene (Violante Placido)© Morris Puccio/ZDF

5,76 Millionen Zuschauer verfolgten nach Senderangaben am Sonntagabend um 20.15 Uhr den Auftakt der Neuverfilmung des 1868 erschienen Meisterwerks der Weltliteratur. Das macht einen Marktanteil von 15,7 Prozent. Zum Vergleich: Die Rosamunde-Pilcher-Schmonzetten erreichen für gewöhnlich sonntags im ZDF um die sechs bis sieben Millionen Menschen.

Die aufwändige Tolstoi-Verfilmung, an dessen Produktion sieben europäische Länder beteiligt waren, musste sich deutlich dem ARD-"Tatort" geschlagen geben, der zeitgleich 7,46 Millionen Menschen (20,3 Prozent) interessierte. Vor allem jüngere Zuschauer zappten vorwiegend zum Bodensee-Krimi mit dem Titel "Der Kormorankrieg". Und dass, obwohl bei "Krieg und Frieden" Schauspieler wie Alexander Beyer ("Good Bye, Lenin"), Hannelore Elsner ("Alles auf Zucker"), Ken Duken ("Störtebeker") und Benjamin Sadler ("Contergan") in den Hauptrollen spielten.

Tolstois "Krieg und Frieden" wurde unter anderem bereits 1956 in den USA mit Audrey Hepburn verfilmt und von Sergej Bondartschuk 1968 in Russland. Die Handlung spielt vor dem Hintergrund der napoleonischen Kriege von 1805 bis 1812. Es ist ein umfassendes Porträt des aristokratischen Lebens in einer Zeit, die zu den glanzvollsten Epochen in der russischen Geschichte zählt. Dabei steht neben der Schilderung militärischer Auseinandersetzungen Russlands mit Frankreich die Darstellung familiärer Szenen, Konflikte und Vergnügungen im Vordergrund. Regie führte Robert Dornhelm - immerhin Oscar-nominiert für "Die Kinder der Theaterstraße".

Die weiteren Sendetermine des Vierteilers sind der 9., 13. und 16. Januar. Dann wird sich zeigen, ob das opulente TV-Spektakel das Niveau der Premiere halten kann oder noch weiter zurückfällt.

AP/DPA/kmi

"Krieg und Frieden" Die weiteren Folgen des Vierteilers "Krieg und Frieden" sind am 9., 13. und 16. Januar ebenfalls jeweils 20.15 Uhr im ZDF zu sehen.

 
 
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