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Sehen Türken anders fern als Deutsche? Eine Studie des nordrhein-westfälischen Integrationsministers, die stern.de exklusiv vorliegt, zeigt: Die Akzeptanz deutscher Sender sinkt. Von Katharina Miklis
Fast drei Millionen Türken leben in Deutschland. Sie gucken die "Tagesschau" und den Blockbuster auf ProSieben. Sie zahlen GEZ-Gebühren, und auf den Schulhöfen diskutieren sie, wer bei "Popstars" eine Runde weiterkommt. Doch vor dem Fernseher existieren sie nicht - bei der Quotenermittlung werden sie ignoriert.
Normalerweise entführt die kurdische PKK keine Zivilisten. Jetzt hat es drei bayerische Türkei-Urlauber erwischt, mit denen die Bundesregierung erpresst werden soll. Haben die Untergrundkämpfer ihre Strategie geändert? Oder ist es ein Schrei nach Aufmerksamkeit?
Starker Tobak aus dem Zentrum für Türkeistudien in Essen: Direktor Faruk Sen hat die derzeitige Lage der türkischstämmigen Bevölkerung in Europa mit der Verfolgung der Juden in der Nazi-Zeit verglichen. Sein Pech: Der Beitrag in einer türkischen Zeitung wurde auch in Deutschland gelesen.
Marco W. bleibt weiter in türkischer Haft, der Prozess wurde erneut vertagt, weil die Aussage des 13 - jährigen Opfers nicht verwertbar sei. Türkeiexperten fordern unterdessen die Freilassung Marcos auf Kaution oder die Fortsetzung des Verfahrens in Deutschland.
Eine Nachbarin und eine Sprecherin von Charlottes Familie haben sich geäußert: Demnach ist die Familie sehr religiös und steht unter Schock. Charlotte werde psychologisch betreut. Ihre Mutter wolle "alle Rechtsmittel" gegen Marco W. ausschöpfen.
Seit 20 Jahren ist Deutschlands größte Döner-Fabrik in Frankfurt im Geschäft. Täglich werden bei «Karmez» 20 Tonnen Drehspieße produziert. Jetzt planen sie die Einführung neuer Produkte und träumen sogar von einer Döner-Kette.
Jenseits von Dönerbuden und Ramschläden haben die Ausländer in Deutschland die Lust am Firmen-Gründen entdeckt. Sie sind trotz Wirtschaftsflaute weniger zögerlich als viele Deutsche.
Sie setzen jährlich 30 Milliarden Euro um und beschäftigen mehr als 300.000 Angestellte: Türkischstämmige Unternehmer werden zunehmend ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Dabei wurde so manche Firma aus der Not heraus geboren.
Politiker, Verbände, Frauenrechtlerinnen, Medien. Selten war man landauf landab im grundgesetzlichen Zorn so eins wie im Fall jener Frankfurter Richterin, die eheliche Gewalt mit Verweis auf den Koran vermeintlich billigte. Nur eine Zeitung hat vor Hysterie gewarnt.
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