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Selbst ein Ermittlerduo in Hochform hat nicht gereicht: Der Rostocker "Polizeiruf 110" musste sich am Sonntagabend dem RTL-Eventfilm "Hindenburg" klar geschlagen geben.
Der Absturz des Luftschiffes "Hindenburg" vor 74 Jahren prägte sich tief ins kollektive Gedächtnis ein. Jetzt geht der Zeppelin erneut in Flammen auf - in einer mehr als zehn Millionen Euro teuren Fernsehproduktion.
"Inglourious Basterds" hat ihn zum Weltstar gemacht. Mit "Django" hat Quentin Tarantino ihm einen ganzen Film geschenkt. Damit hat Christoph Waltz seinen zweiten Oscar gewonnen.
Immer, wenn im deutschen Fernsehen, ein gestandenes Mannsbild, ein Unternehmer alter Schule, gebraucht wird, richten sich alle Augen auf Mario Adorf: Kein Wunder also, dass die ARD für ihren Zweiteiler auch diesmal wieder das altbekannte TV-Urgestein verpflichtet hat. Diesmal geht es um Marzipan - und um böse, Ideen klauende Chinesen.
Der TV-Zweiteiler "Anonyma - eine Frau in Berlin" wühlt auf, was lange verdrängt war: Aus Scham haben Zehntausende Frauen, die von Soldaten der Roten Armee 1945 vergewaltigt wurden, geschwiegen. Eine Betroffene spricht über ihr Leid und die befreiende Offenbarung.
Heike Makatsch spielt Dr. Hope Bridges Adams Lehmann, eine Ärztin im Deutschland des 19. Jahrhunderts, die sich gegen die Herren des Gewerbes behaupten muss. Das ist starker Stoff. Das ZDF macht eine Schmonzette draus.
In dem Zweiteiler "Die Grenze" baut Sat.1 die Mauer wieder auf. Was ein spannendes Gedankenspiel sein könnte, erstickt an Opulenz. Das Scheitern ist bezeichnend für den Zustand des Senders.
Der ausladende TV-Zweiteiler "Gier" kündete weniger von betrügerischen Tricks in der Finanzbranche als vom künstlerischen Ende des Großregisseurs Dieter Wedel. Ein Abgesang.
Zu welch irrationalen Handlungen die Gier Menschen treibt, zeigt der gleichnamige TV-Zweiteiler von Dieter Wedel. Der Psychologe Rainer Reisenzein kennt sich mit heftigen Emotionen aus. Ein Gespräch über Perversion und positive Aspekte der Gier.
Noch einmal strahlt RTL mit "Vulkan" einen aufwändig produzierten Zweiteiler aus, der an die großen TV-Geschichtsdramen von einst erinnert. Aber dieser Film atmet nicht mehr denselben Geist. Das Genre hat sich erschöpft. Es ist Zeit, Schluss zu machen mit den "Eventfilmen".
Es gab viel Wirbel um Dreharbeiten und Besetzung des Hollywood-Films "Operation Walküre" mit Tom Cruise als Hitler-Attentäter Stauffenberg. Eine Woche bevor der US-Streifen in den deutschen Kinos startet, zeigt das ZDF ein Doku-Drama über Stauffenberg und legt dabei viel Wert auf Fakten.
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