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Einen Tag vor der Präsidentenwahl in Taiwan ist Amtsinhaber Chen Shui-bian während einer Wahlkampfveranstaltung angeschossen worden. Doch der schien kaum beeindruckt: Wenig später stieg er in einen Sportwagen und fuhr kommentarlos davon.
Nach dem Wahlsieg von Taiwans Präsident Chen hat die Opposition das Ergebnis angefochten. Die Wahlurnen wurden bereits versiegelt. Indes verurteilte Peking das zeitgleich abgehaltene Referendum über das Verhältnis zu China als "Provokation".
Pläne Taiwans, die eigene Unabhängigkeit voranzubringen, könnten kurz vor Beginn der Olympischen Spiele 2008 in Peking zu einer offenen Eskalation führen. Während sich die beiden Kontrahenten behaken gibt sich der IOC nur scheinbar neutral.
Mit einer Erhöhung seiner Militärausgaben hat China zum Auftakt der Plenarsitzung des Volkskongresses seine Drohungen gegen Taiwan untermauert. Die Armee müsse in die Lage versetzt werden, jeden Krieg gewinnen zu können.
Historischer Gipfel in Peking. Erstmals seit 60 Jahren sind Spitzenpolitiker aus China und Taiwan zusammengetroffen. Der taiwanische Oppositionsführer Lien Chan ließ es sich nicht nehmen, die chinesische Führung live in Fernsehen zu kritisieren.
Taiwan stellt für Chinas Machthaber die "größte unmittelbare Gefahr" für den Frieden dar. Unverhohlen droht Peking mit Krieg und bringt Raketen in Stellung. Jetzt soll ein neues Gesetz einen Angriff auf die Insel legitimieren.
Rund eine Million Taiwaner haben in der Inselhauptstadt Taipeh gegen das von China erlassene Anti-Abspaltungsgesetz protestiert. Das Gesetz droht Taiwan mit Krieg, sollte es die Unabhängigkeit weiter verfolgen. Die Demonstranten forderten: "Schützt Taiwan".
Chinas Volksvertreter haben ein neues Gesetz beschlossen, das sich gegen die Sezessionswünsche Taiwans richtet. Die Entscheidung ist international umstritten, denn sie legitimiert unter bestimmten Umständen einen Krieg.
Jacky Chan, der weltberühmte Action-Star aus Hong Kong, wird in seiner Heimatstadt nicht von allen geliebt. Das Magazin Reader’s Digest Hong Kong befragte kürzlich 760 Menschen in der asiatischen Metropole, welcher bekannten Persönlichkeit sie am meisten vertrauen würden. Während sein Schauspieler-Kollege Chau Yun-fat es unter die Top 10 schaffte, landete Kung-Fu-Jacky auf einem der untersten Ränge – gleich neben Hong Kongs unbeliebten „Chief Executive“ Donald Tsang. Das Resultat dieser Umfrage kommt nicht unbedingt überraschend. Die Hongkonger mögen Jacky Chan zwar als Filmhelden schätzen, nicht jedoch als Persönlichkeit. Und das hat gute Gründe: Immer wieder ist er in den vergangenen Jahren mit seinen Äußerungen bei den Regierenden in Peking auf Kuschelkurs gegangen und hat seine Mitmenschen in Hong Kong gegen sich aufgebracht. 2004 z.B. bezeichnete er die Wiederwahl von Chen Shui-bian und Annette Wu zum Präsidenten bzw. zur Vize-Präsidentin von Taiwan als „größten Witz der Welt“. Beide sind nicht gerade die besten Freunde der alten Garde in Peking und versuchten während ihrer Amtszeit, Taiwan politisch vom Festland noch weiter zu lösen als ihre Vorgänger. Dann, im vergangenen Jahr, tappste der Filmstar mit Kommentaren wie „Taiwan und Hong Kong sind so chaotisch, weil die Menschen dort zu viel Freiheit haben“ und das Chinesische Volk müsse „kontrolliert werden“, damit es keinen Unsinn mache, gleich in zwei gigantische Fettnäpfchen. Vor kurzem meldete die South China Morning Post zudem, dass Chan den Sitz seiner Firmengruppe von Hong Kong nach Peking verlegen wolle. Außerdem wird es in Shanghai demnächst ein Jacky Chan Museum geben. Bleibt zu fragen, ob der Mann wirklich an das glaubt, was er verbal von sich gibt, oder ob er einfach ein ausgeprägtes Gespür für politische Realitäten besitzt. Während er in seinen Filmen den edlen, manchmal auch leicht trottligen, aber immer aufrichtigen Helden gibt, scheint er im wirklichen Leben die Rolle des Opportunisten zu bevorzugen. Und wer ist nun, laut Reader’s Digest, die vertrauenswürdigste Persönlichkeit Hong Kongs? Sie heißt Josephine Siao und ist eine außerhalb der Stadt kaum bekannte ehemalige Schauspielerin, die ihre Energie und ein Großteil ihres Geldes in verschiedenste Hilfsobjekte für Kinder steckt. Unter den Berufsgruppen schneidet übrigens die Feuerwehr am besten ab. Vielleicht sollte Jacky Chan mal nach einem entsprechenden Drehbuch Ausschau halten: Ein Kung-Fu kämpfender Feuerwehrmann, der eine Schar Kinder und einen niedlichen Riesen-Panda namens Xiao Xiao aus einer brennenden taiwanesischen Pagode rettet oder sowas in der Art – damit ließe sich garantiert selbst ein schwer lädiertes Image wie das seine aufpolieren.
Nach der Wahl des chinafreundlichen Präsidenten Ma Ying Yeou nähern sich Taiwan und China zum ersten Mal seit 18 Jahren aneinander an. Das Wahlergebnis sei eine "seltene und wichtige Gelegenheit". Auf einen klaren Unabhängigkeitskurs konnten sich beide Seiten jedoch bisher nicht einigen.
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Chen Shui-bian ist ein taiwanischer Politiker und war vom 20. Mai 2000 bis zum 20. Mai 2008 Präsident und damit Staatsoberhaupt der Republik China auf Taiwan. Er war Mitglied der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), deren Vorsitz er zwischen Oktober 2007 und Januar 2008 innehatte. Am 15. August 2008 trat er aus der Partei aus, um einem Ausschluss zuvorzukommen. Chen war der erste Präsident, der nicht der jahrzehntelang dominierenden Kuomintang (KMT) angehörte. Er stammt außerdem – wie auc...
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