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Früher waren sie Emo-Kids - so sehen sie heute aus

Alte Fotos herauszukramen kann manchmal ein kleiner Schock sein. Auf Reddit haben Emo-Kids der 2000er Jahre ihre Erinnerungen geteilt – und erzählt, was aus den Rebellen von einst geworden ist.

Emo-Kid mit langen, schwarzen Haaren und Piercings

Waren das noch Zeiten ... mit schwarz gefärbten Haaren, großen Ohrlöchern und Piercings in der Lippe

Lange, schwarz gefärbte Haare, dunkle Kleidung und traurige – das machte die Emo-Kultur zum Jahrtausendwechsel aus. "Das ist nur eine Phase", beruhigten sich die sorgenvollen Eltern damals gerne. "Das bin eben ich", setzten die Teenager dem entgegen. Frisur, Kleidung und Musik machten für sie ein ganzes Lebensgefühl aus, so wie es für ihre Eltern vielleicht die "Beatlemania" der Sechzigerjahre oder danach die Punk-Bewegung war.

Was ist aus den so betont traurigen Teenagern von damals geworden? Das wollte ein Reddit-User wissen und hat dafür ein Forum in dem Netzwerk eröffnet: "Emos der frühen 2000er, was macht ihr jetzt?" Viele Nutzer antworteten – und nutzten den Aufruf für eine kleine Reise in die eigene Vergangenheit. Der Tenor: So ganz unrecht hatten die Eltern vielleicht doch nicht. Wir haben die schönsten Früher-und-heute-Bilder gesammelt.

"Als meine Freundin und ich uns kennenlernten und heute", schreibt zum Beispiel dieser Nutzer über sein Bild. Die wilden Zeiten ("meine bedauernswerte Emophase" nennt er es) sind offensichtlich vorbei. Aber immerhin: Die Freundin ist noch die gleiche.

"Damals habe ich studiert, um Designer zu werden, und hörte Brand New, Death Cab und Blink", erzählt dieser ehemalige Emo. "Heute bin ich Designer, höre Brand New, Death Cab und Blink und bekomme in einer Woche mein erstes Kind." Merke: Musik überdauert alle Lebensphasen. (Für das Heute-Bild bitte auf den Pfeil klicken.)


Auch dieses frühere Emo-Girl schreibt: "Ich glaube nicht, dass sich mein Musikgeschmack je ändern wird." Ansonsten will sie mit ihrem früheren Ich nicht viel zu tun haben: "Ich dachte, ich wäre so cool mit meinen schwarz-weiß-gestreiften Shirts und meiner Liebe für alles Dunkle und Gruselige. Ich dachte, es wäre cool, Songs über Depressionen zu hören und ein Rebell zu sein. Wenn ich zurückgehen könnte, würde ich meinem Teenager-Ich ins Gesicht schlagen."


Statt der Bassgitarre hält dieser Ex-Emo heute das Maschinengewehr im Arm, die langen Haare sind vorschriftsmäßig gestützt. Er dient als Soldat bei der US-Luftwaffe – das hätte er sich vor 15 Jahren wohl auch nicht träumen lassen. Klicken Sie sich durch die Galerie, um seine optische Wandlung zu sehen.


Auch er hat sich vom verschmierten Rebellen in einen strammen Soldaten verwandelt.

Früher verschmierter Emo, heute im Dienste der Armee

Früher verschmierter Emo, heute im Dienste der Armee


"Emo. Goth. Emo. Emo. Marketingberaterin", beschreibt diese junge Frau schlicht und einfach ihre Entwicklung. Die ist nicht zu ihrem Nachteil ausgefallen.


Es war eben doch eine Phase, stellen die meisten fest – eine, an die sie mit etwas Nostalgie zurückdenken, die aber auch abgeschlossen ist. Die Lebenswelt sieht jetzt anders aus: Partner, Familie, fester Job. "Die Zeiten von schwarzen Haaren und Bullshit sind vorbei. Was für einen Unterschied zehn Jahre doch machen", schreibt dieser stolze Vater. Vielleicht wird er seiner Tochter in zehn Jahren davon erzählen.


epp
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