Stalker macht Halle Berry Leben zur Hölle

10. Februar 2012, 07:10 Uhr

Oscargewinnerin Halle Berry wird von einem Irren verfolgt. Deshalb will sie zusammen mit ihrem Verlobten Olivier Martinez und Tochter Nahla von Los Angeles nach Frankreich auswandern. Der Ex-Freund will das verhindern. Von Frank Siering

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Aus Angst vor einem Stalker möchte Halle Berry nach Frankreich ziehen©

Die Drohungen haben es in sich und machen Halle Berry echte Angst. Nach Aussagen des Los Angeles Police Departments habe Robert Hoskins angedroht, der Oscargewinnerin "den Hals aufzuschneiden".

Hoskins, ein obdachloser Mann aus Kalifornien, ist ein stadtbekannter Promi-Stalker in Los Angeles. Schon einmal war er in die Schlagzeilen geraten, als er im Mai 1995 Terrordrohungen gegen Madonna ausgesprochen hatte.

Um allen zu zeigen, wie ernst es ihm mit diesen Drohungen damals war, stürmte Hoskins das Haus des Material Girls, um einem ihrer Bodyguards eine Waffe zu entreißen. Hoskins wurde vom Madonna-Wächter in Notwehr niedergeschossen und anschließend zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Im vergangenen Jahr wurde er frühzeitig entlassen und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Doch am Dienstag floh Hoskins aus dem Metropolitan State Hospital. Seitdem sucht die Polizei nach ihm.

Halle is Hoskins neues Opfer

Nun hat der irre Stalker ganz offensichtlich sein Augenmerk auf einen weiteren Hollywood-Star gerichtet. Erneut nimmt die Polizei die Drohungen sehr ernst, die nun Berry treffen. Seit gestern bewachen zwei Streifenwagen den Wohnsitz der 45-jährigen Schauspielerin in Los Angeles.

Berry, so berichten Freunde, habe "eine unglaubliche Angst". Sie habe nicht nur einen 24-stündigen privaten Sicherheitsdienst angeheuert, sondern überlege ernsthaft das Land zu verlassen und mit ihrem Verlobten, dem Schauspieler Olivier Martinez, in dessen Heimat nach Frankreich überzusiedeln. Berry habe sogar schon einen Antrag bei einem Familiengericht gestellt.

Aubry möchte Umzug verhindern

Das wiederum findet der Ex-Freund von Berry, das einstige Model Gabriel Aubry, gar nicht gut. Das Paar befindet sich bekanntermaßen in einem heftigen Sorgerechtsstreit, bei dem es sich um die gemeinsame Tochter Nahla dreht.

Die Nanny von Nahla beschuldigte Aubry unlängst, von ihm zu Boden gestoßen worden zu sein und damit nicht nur ihre Sicherheit, sondern auch die Sicherheit von Nahla gefährdet zu haben. Daraufhin verlangte Berry von einem Familienrichter, Aubry den Zugang zur gemeinsamen dreijährigen Tochter zu verwehren. Der Richter lehnte das ab und beorderte beide Eltern in die Familientherapie.

Nun hat Aubry Angst, Halle Berry könnte mit seiner Tochter nach Europa verschwinden. Ein Umstand, den er auf alle Fälle verhindern möchte. Als Aubry davon erfuhr, dass Berry wegen einer Auswanderung tatsächlich ein Gericht um Erlaubnis gefragt hat, riefen seine Anwälte ebenso im Familiengericht an, um sofort Einspruch gegen eine mögliche Auswanderung der Tochter einzulegen.

Generell gilt in solchen Fällen, dass ein Richter den Gesamtzustand der Familiensituation analysiert. Erst dann wird entschieden, was für das Kind am besten ist.

Berry nicht zum ersten Mal Stalking-Opfer

Halle Berry wird übrigens nicht das erste Mal von einem Stalker verfolgt. Erst im Januar wurde Richard Franco zu 386 Tagen Gefängnis und fünf Jahren Bewährung verurteilt, weil er Berry gestalkt hatte. Er hatte die Schauspielerin bis vor ihre Haustür verfolgt. Als er versuchte, ins Haus einzudringen, nahm ihn die Polizei fest.

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