Lassen Sie die Äpfel aus Argentinien links liegen: Es kommen genug einheimische aus dem Winterlager! Auch Birnen werden Sie noch finden. Ansonsten müssen Sie sich beim Obst an Importe halten. Das fällt nicht schwer, denn alle Zitrusfrüchte sind jetzt noch saftig und lecker.
Verschmähen Sie das klassische deutsche Wintergemüse nicht: Kohl in allen Varianten hat jetzt Hochsaison - er enthält mehr Vitamine als Orangen. Dazu Kalzium, Magnesium, Eisen und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, die für das typische Kohlaroma sorgen und vor Magen-Darm-Entzündungen schützen sowie im Ruf stehen, bestimmten Krebsleiden vorzubeugen.
Die typische deutsche Zubereitungsweise mit viel Fett ist allerdings nicht so günstig. Kohl schmeckt ebenso gut, wenn Sie ihn nur leicht dünsten, einen Eintopf oder eine Creme-Suppe daraus kochen.
Auch Chinakohl gibt es jetzt aus heimischem Anbau. Er ist so zart, dass er – mit Nüssen, Joghurt und Äpfeln zum Beispiel – einen wunderbaren Wintersalat abgibt. Noch feiner wird’s mit Feldsalat, ebenfalls aus deutschen Landen. Der kleine grüne, auch Rapunzel genannte Salat verträgt bis zu 15 Grad unter Null und kommt noch bis Mitte Januar frisch vom Feld, danach wächst er unter Folie oder Glas.
Greifen Sie also zu: Das Nussaroma von Rapunzel ist jetzt besonders intensiv! Im Übrigen stecken die Blätter voller Kalium, Eisen, Beta-Karotin, Vitamin C, B6 und Folsäure. Fruchtig-knusprige Granatapfelkerne machen sich gut dazu. Diese Mittelmeer-Früchte sind zurzeit günstig und in guter Qualität zu haben.
Ruth Hoffmann