Die magische Seite des James Franco

11. März 2013, 07:30 Uhr

James Francos neuer Film "Die fantastische Welt von Oz" spielte in drei Tagen weltweit 150 Millionen Dollar ein. Im stern.de-Interview spricht Franco über Zauberbaukästen und Kindergeburtstage. Von Frank Siering, Los Angeles

James Franco, Die fantastische Welt von Oz, Zauberer, Regisseur

James Franco wurde für zwei Wochen zum Zaubererlehrling, um sich auf seine Rolle in "Die fantastische Welt von Oz" vorzubereiten©

Dass James Franco mit seinen 34 Jahren ein echtes Multitalent ist, steht außer Frage. Oscarnominierter Hollywood-Star (für “127 Hours”), Regisseur, Oscar-Gastgeber (2011 mit Anne Hathaway), Akademiker und Absolvent der Elite-Uni von Yale. Der Mann kann scheinbar nicht viel falsch machen.

Auch sein jüngster Auftritt als Magier in “Die fantastische Welt von Oz” scheint das weltweite Publikum erneut zu begeistern. Der unter der Regie von Sam Raimi (“Spider-Man”) entstandene Disney-Film (in 3D) kostete dem Studio zwar ein Vermögen – rund 215 Millionen Dollar in der Produktion – aber holte am Wochenende mit 80 Millionen Dollar Umsatz an den US-Kinokassen und weiteren 70 Millionen Dollar Umsatz im Rest der Welt einen Großteil der Investition wieder raus.

Im Interview mit stern.de versucht Franco seine “Kinomagie” zu erklären und verrät auch, warum er jetzt für Auftritte bei Kindergeburtstagen qualifiziert ist.

Mr. Franco, haben Sie sich mit “echten” Zauberern auf die Rolle in “Oz” vorbereitet?

Ja, habe ich. Ich habe zwei Wochen lang als Zauberlehrling von Lance Burton gearbeitet. Jetzt bin ich so gut, dass ich sogar als Magier bei Kindergeburtstagen auftreten kann.

Haben Sie sich schon immer für die Zauberei interessiert?

Nicht wirklich. Ich bin ein Mensch, der die Welt von Magie genießt, aber ich war keiner, der zuhause mit seinem Zauberbaukasten herumhantierte als Kind.

Das Original aus dem Jahre 1939 mit Judy Garland in der Hauptrolle ist ein weltweiter Kultfilm. Haben Sie beim Drehen den Druck gespürt, das Original toppen zu müssen?

Ich liebe das Original mit Judy Garland. Und klar hab ich den Druck gespürt. Unser Film ist zwar ein ganz anderer als das Original, aber du willst natürlich ein gutes Produkt abliefern. Ein Produkt, das die Fans mindestens ebenso begeistert.

Was finden Sie an dem Fantasie-Genre so spannend?

Schon als Kind hat mein Vater mir aus Tolkiens “The Hobbit” vorgelesen. Das hat mich fasziniert. Danach habe ich dann selbst die “Oz”-Bücher gelesen. Bis heute hat sich dieses Interesse nicht gelegt. Ich liebe Fantasy-Geschichten.

Dane DeHaan hat “ihre” Rolle als Harry Osborn in “The Amazing Spider-Man 2” übernommen. Stört Sie das?

Nein, Dane ist klasse. Ich freu mich für ihn. Na klar ist es ein bisschen merkwürdig, dass es jetzt so schnell ging mit der Umbesetzung. Aber so ist Hollywood. Das Leben geht auch für mich weiter.

Glauben Sie, dass wir Sie noch einmal als Oscar-Gastgeber sehen werden?

(lacht). Diese Frage lasse ich mal unbeantwortet. Ist vielleicht für alle Beteiligten besser so.

Wenn Sie heute einen Film herauspicken müssten, der ganz besonders für Sie war, welcher kommt da zuerst in den Sinn?

“127 Hours” war schon eine einmalige Sache für mich als Schauspieler. Ich glaube nicht, dass sich ein solches Abenteuer im Kino wiederholen lässt. Für die Rolle werde ich Danny Boyle für immer dankbar sein.

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