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Noch ein TV-Job für Heidi Klum

In letzter Minute springt Heidi Klum für Sharon Osbourne als vierte Jurorin in der Talentshow "America's Got Talent" ein. Die große Frage: Beeinträchtigt ihr neuer Job ihre Rolle als "GNTM"-Chefin?

Von Frank Siering, Los Angeles

  Chefin bei "GNTM", Jurorin bei "AGT": Heidi Klum ist

Chefin bei "GNTM", Jurorin bei "AGT": Heidi Klum ist

  • Frank Siering

Es sollte eigentlich ein Geheimnis bleiben. Still und leise verabschiedete sich Heidi Klum, 39, am Sonntagnachmittag von ihrem Freund Martin Kirsten am Flughafen von Los Angeles und düste nach New Orleans. Hier beginnen an diesem Montag die Aufnahmen zur US-Fernsehshow "America’s Got Talent" (AGT).

Klum wird dort neben Mel B., Howard Stern und dem US-Komiker Howie Mandel zum Start der achten Staffel als vierte Jurorin einspringen. Das wurde gestern auf der Website des Brachenblattes "Deadline" bestätigt. Zuvor hatte das Klatschportal "TMZ.com" ein Foto vom AGT-Set veröffentlicht, auf dem Klums Namenszug neben dem der anderen Juroren deutlich zu erkennen war.

Klum ersetzt Sharon Osbourne, die nach dem Ende der letzten Staffel ihren Rückzug aus der Sendung angekündigt hatte. Vor dem deutschen Multitalent waren Shannen Doherty, Carly Simon und Sängerin Leann Rimes als möglicher Ersatz diskutiert worden. Die Produzenten hatten in einer internen Ausschreibung nach einer "sehr ausdrucksfreudigen und meinungsstarken Frau" gesucht.

Omnipräsent im US-TV

Das amerikanische Fernsehpublikum wird nun echte Schwierigkeiten haben, Heidi Klum per Fernbedienung zu entkommen. Außer in "AGT" ist die Deutsche noch immer mit "Project Runway" im US-TV zu sehen. Hinzu kommen diverse Auftritte im Verkaufssender "QVC". Von unzähligen Werbespots und Kurzinterviews in den eingängigen Klatschsendungen "Access Hollywood", "Entertainment Tonight" und "The Insider" ganz zu schweigen.

Unlängst sorgte bekanntlich schon das ominöse Goldkleid der Deutschen, das sie zur Oscar-Party von Popstar Elton John, 65, getragen hatte, für Aufsehen. Der extreme Ausschnitt und die Gel-Frisur im 80er-Jahre-Style kamen bei den brutalen Modekritikern nicht besonders gut an. Diese setzten die Klum gleich reihenweise auf die Liste jener Frauen, die am Oscar-Abend in die Stilmülltonne getreten wurden.

Ganz schlimm hatte sich die Komikerin und selbsternannte Stilikone Joan Rivers in ihrer "Modekritik" im Ton vergriffen. Ihr Kommentar zu Klums Kleid: "Als das letzte Mal eine Deutsche so heiß aussah, war das, als sie die Juden in den Ofen geschoben haben." Rivers sah keinen Grund, sich für den Kommentar zu entschuldigen und setzte jetzt sogar nach, indem sie für ein Foto zum Hitlergruß ansetzte.

Jobs überschneiden sich

Heidi Klum hat bis heute keinen Kommentar zu diser Entgleisung abgegeben. Und auch dazu nicht, ob sie es mit ihren TV-Engagements im Moment nicht arg übertreibt. Noch vor ein paar Tagen war Klum nämlich auf Hawaii, um dort mit den Kandidatinnen der neuen Staffel von "Germany’s Next Top Model" einen Fotoshoot abzuhalten.

Ob ihre neue Rolle als Jurorin für "AGT", die sich mit dem Einsatz als Chefin von "GNTM" deutlich überschneidet, jetzt Planungsschwierigkeiten mit sich bringt, bleibt derzeit noch offen, ist aber anzunehmen. Schon im vergangenen Jahr tauchte Klum, die als sehr arbeitseifrig gilt, nur sporadisch bei den Dreharbeiten zu "GNTM" auf, weil sie auch da ständig anderen Verpflichtungen nachkommen musste.

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