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Der Weinanbau gehrt zu den Wachstumsbranchen Sdafrikas. Der "Platter's Wine Guide", die Weinbibel Sdafrikas, beschreibt inzwischen 900 verschiedene Weingter. stern.de sprach mit dem Sommelier Gregory Mutambe ber die neusten Trends der Winzer am Kap.
Fasskeller, die wie Amphitheater aussehen, Produktionshallen, prchtig wie Kathedralen - die Winzer in der Toskana setzen sich mit spektakulren Bauten nach den Entwrfen berhmter Architekten in Szene.
2010 Bodegas Pedro Escudero Platon "Fuente Elvira" (Weißwein, Spanien) Wer den Empfehlungen des Weinlakai regelmäßig folgt, hat mit Recht den Eindruck gewonnen, dass ich eine gewisse Präferenz für Rotweine habe . Dies liegt nicht etwa an einer generellen Antipathie gegenüber Weißweinen, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ein Weißwein von hoher Güte sein muss, um mein Interesse wecken zu können. Leider sehe ich mich in diesen Fällen meist mit einem sehr teuren Preisschild konfrontiert. Hochwertiger Riesling ist ein passendes Beispiel dafür. Wahrscheinlich sind die besten trockenen Weißweine, die ich je getrunken habe, deutsche Rieslinge. Doch hat mich selten ein Wein nachhaltig beeindruckt, der unter 25,- EUR kostete. Der heutige Verdejo aus dem spanischen Rueda hat zwar wenig mit einem deutschen Riesling zu tun, doch bietet er genau den Charakter eines (für mich) beeindruckenden Weißweines: Die Kombination aus intensiver, fast fetter Frucht mit einem langen, aber dennoch frischen Abgang und gut eingebundener Säure. Es ist ein Weißwein, den man definitiv auch zur jetzigen Jahreszeit trinken sollte, denn guter Wein schmeckt schließlich das ganze Jahr über. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Meinen Lesern dürfte nicht nur bekannt sein, dass ich eine "Rotweinnase" bin, sondern auch, dass ich die Bewertungen der Truppe rund um Stephen Tanzer (International Wine Cellar) sehr schätze. Der heute vom Weinlakai vorgestellte "Fuente Elvira" erhielt unlängst 91 Punkte – eine Bewertung, die der Spanienexperte Josh Raynolds deutlich seltener vergibt als viele seiner Kollegen. Dieses eher zurückhaltende Maß ist Grund dafür, dass ich die Punkte von Tanzer&Co für die treffendsten überhaupt halte – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Im Juni 2010 empfahl ich schon einmal einen Verdejo aus Rueda und auch dieses Mal macht der Wein deutlich, welches Potential in dieser Rebsorte steckt und wie konsumentenfreundlich die Tatsache ist, dass die Weine noch nicht sonderlich populär sind. Denn für 7,90 EUR einen solch guten Weißen ins Glas zu bekommen ist erstaunlich. Nicht nur weil er einfach lecker und unwahrscheinlich süffig ist (Vorsicht!), sondern auch weil er über Eigenschaften verfügt, die ihn zu einer langen Lagerung befähigen: Der Wein der Bodega Pedro Escudero Platon hat einen wuchtigen Körper und jede Menge Extrakt, so dass er sich locker noch fünf Jahre im Keller parken lässt und sich auch durch würziges Essen wenig beeindrucken lässt. Der Wein stammt aus Rueda – einem historischen Weißwein-Anbaugebiet, nordwestlich von Madrid und direkt an das Toro-Gebiet grenzend. Bereits im Mittelalter wurde in dieser, etwas trostlos wirkenden, Hochebene Wein angebaut und durch die Reblaus-Katastrophe im späten 19. Jahrhundert wurde der Rebbestand von ca. 90.000 Hektar praktisch ausgelöscht. Danach fing man zwar wieder an Wein anzubauen, doch wurde zunächst die Rebsorte Palomino verwendet, um Sherry-ähnliche Weine zu produzieren – also Weine, die mit Alkohol angereichert werden („gesprittet“). Erst 1972, als die berühmte Rioja-Bodega Marqués de Riscal das Potential des Rueda-Gebietes für Weißwein erkannte und anfing dort Sauvignon Blanc anzubauen, wurde die alte Rebsorte Verdejo wieder aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Die Rebsorte produziert sehr aromatische, kräuterige (Lorbeer) und nussige Weine, die sehr viel Substanz und Extrakt haben und für ihre Alterungsfähigkeit bekannt sind. 1980 erhielt Rueda dann erstmals DO-Status und zwar ausschließlich für Weißweine. Diese Restriktion wurde 2002 aufgehoben und seitdem dürfen auch Rotweine produziert werden. Sher zum Missfallen der angestammten Weißwein-Produzenten.Verdejo macht ca. 50% der Gesamtfläche aus (heute nur noch 7.500 Hektar) – mengenmäßig gefolgt von Viura (Macabeo) , Palomino und Sauvignon Blanc . Die Bodega Pedro Escudero Platon besitzt ca. 50 Hektar Rebfläche im Herzen des Rueda, in dem Örtchen La Seca (Valladolid) . Und wie mittlerweile für alle modernen Weingüter üblich, die einen auf Frische ausgelegten Weißwein produzieren, geschieht auch hier die gesamte Produktion der Weine in Edelstahlbehältern. Neben dem Erhalt der gewünschten Säure, wird auf diese Weise auch das Aromaprofil der Rebsorte in keiner Weise von dem verwendeteten Material beeinflusst. Auch wenn der “Fuente Elvira” auf dem ersten Blick kein Wein für den Übergang in die Winterzeit ist, so ist er eben genau das: Ein Weißwein, der auch Rotweintrinkern gefallen wird und der durch seine herrliche Frucht auch noch in der jetzigen Zeit Sommergefühle weckt. Und nicht nur wegen der guten Alterungsfähigkeit kann ich jedem Leser das angebotene 11+1-Paket ans Herz legen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass eine Flasche des "Fuente Elvira" schneller zur Neige geht als man zunächst erwartet :-) 2010 Bodegas Pedro Escudero Platon "Fuente Elvira" (Weißwein, Spanien) Auge: Blasses Gold mit einem grünen Schimmer. Nase: Lebhafte Aromen von Nektarinen, Limone und weißen Blumen. Gaumen: Elegant und präzise mit eindrucksvollem Extrakt und einem soliden Säure-Rückgrat, das die würzigen Fruchtkern- und Zitrusaromen unterstützt. Eine staubige Mineralität klingt in dem markanten, fokussierten und sehr langen Abgang nach. Sonstiges: Besteht aus 100% Verdejo . 91 Punkte (Quelle: Stephen Tanzer's International Wine Cellar, Josh Raynolds, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Wein-Konzept (600 Flaschen) 7,90 EUR / Fl. (zzgl. 6,90 Versandkosten, ab 150,- EUR frei) 11+1-Paket : 86,90 EUR inkl. Versandkosten (7,24 EUR / Fl.) Hier klicken! Stand: 30.11.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Es ist bereits der vierte Wein aus der spanischen Rebsorte Mencía, den ich meinen Lesern seit dem Weinlakai Start im Januar 2008 empfehle. Hierbei deckten die Weine fast das gesamte Preisspektrum ab: von 9,95 EUR bis hin zu 69,95 EUR pro Flasche. Überraschenderweise stellten die Weine für ihren Preis immer einen exzellenten Gegenwert dar. Heutiger Wein von Kult-Winzer Palacios stellt keine Ausnahme dar. Aus meiner Sicht überflügelt der 2009er "Pétalos" sogar den in Vergangenheit empfohlenen " Vico ", der preislich deutlich über dem heutigen Wein lag und ebenfalls 93 Punkte erhielt. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Álvaro Palacios stammt ursprünglich aus einer renommierten Winzerfamilie im Rioja . Hier hätte er sich ins gemachte Nest setzen können, doch stattdessen ging er seinen eigenen Weg. Er studierte Önologie in Bordeaux und lernte anschließend sein Handwerkszeug bei keinem geringeren als Pierre Moueix, dem Winemaker des wohl legendärsten Bordeaux-Weingutes, Château Petrus. 1989 kehrte er nach Spanien zurück und gründete sein eigenes Weingut im Priorat . Damals hatte die Gegend südlich von Barcelona noch keinerlei Renommee. Seit der fast vollständigen Vernichtung der Rebflächen durch die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts, wurden im Priorat nur wenige, sehr einfache Weine produziert. Álvaros Palacios sorgte gemeinsam mit anderen, heute ebenfalls wohl bekannten Winzern (z.B. Rene Barbier), für den großen Umschwung. Àlvaro Palacios’ Ziel als Winzer war es von Anfang an Weine zu produzieren, die eine Kombination eines unendlich eleganten Château Petrus und eines sonnenverwöhnten Grange des australischen Weinguts Penfolds sind. Die Stilistik seiner Weine beweisen, dass er diesem Anspruch treu geblieben ist. Er produziert Weine, die harmonisch und leichtfüßig daherkommen, aber auch fruchtbetonte Konzentration und Vollmundigkeit besitzen. Diese Kombination spricht fast jeden Typus von Weintrinker an, denn bei solchen Weinen spielt der Spaßfaktor eine zentrale Rolle. Heute gehört Àlvaro Palacios zu der "neuen Generation" von spanischen Winzern. Mit Kollegen wie Peter Sisseck von Pingus im Ribera del Duero setzen seine Weine Qualitätsstandards und ernten weltweit höchste Bewertungen. Allerdings strapazieren diese Weine auch den Geldbeutel: So kostet z.B. der ultrarare Priorat-Kultwein "L’Ermita" in manchen Jahren um die 1.000 EUR pro Flasche. Mittlerweile ist Palacios auch in dem nordwestspanischen DO-Bereich Bierzo aktiv und produziert hier aus der seltenen Rebsorte Mencía u.a. die heutige Empfehlung Pétalos. Die 60-100 Jahre alten Reben liefern nur noch geringe Erträge, doch sind diese von besonderer Qualität. Neben modernen Vinifizierungsmethoden ist es fast selbstverständlich, dass auch der heute empfohlene Wein nach biodynamischen Grundsätzen angebaut wurde, eine strenge Selektion erfolgte und die Arbeit im Weinberg ausschließlich per Hand erfolgt. Der Wein zeigt eine tolle, florale und rotbeerige Frucht, die durch ihre mineralische Frische überzeugt. Sie setzt einen wichtigen Konter zu dem üppigen Körper und der komplexen Konzentration des Weines. Auch Holz kommt nur feinfühlig zum Einsatz und so verbrachte der Pétalos lediglich vier Monate in französischer Eiche. Der Pétalos ist zwar der "Einstiegswein" von Palacios, doch sprechen u.a. die erst diesen Monat verliehenen 93 Punkte vom Wine Spectator eine andere Sprache. Obwohl der Wein nur knapp 14,- EUR kostet (im 5+1-Paket sogar weniger als 12,-), führt er eindrucksvoll vor, was passiert, wenn die Fähigkeiten von Àlvaro Palacios auf die Rebsorte Mencía trifft. Man kann von Glück sagen, dass weder diese Rebsorte noch das Anbaugebiet Bierzo bereits sonderlich bekannt sind, anderenfalls wäre ein solcher Wein nicht unter 30,- EUR zu haben. Und selbst dann würde ich persönlich den Kauf in Erwägung ziehen. Nicht nur weil er schon jetzt, Verzeihung, schweinelecker ist, sondern auch weil ich überzeugt davon bin, dass der Wein in 2-3 Jahren noch besser sein wird. Es ist einmal mehr ein Wein, der vielen Gaumen eine neue Erfahrung bringen dürfte. Eine ganz besonders positive noch dazu. Für alle Leser, die bereits einen Mencía in Vergangenheit gekauft haben, gibt die heutige Empfehlung eine hervorragende Möglichkeit eines Vergleichs. Natürlich lautet hierbei mein Rat, eine solche Verkostung unbedingt blind durchzuführen. Eines möchte ich noch hinzufügen, auch wenn es mit der Weinqualität nichts zu tun hat: Normalerweise macht mich eine schöne Flasche eher skeptisch, da ich schon häufig erfahren musste, dass eine aufwendig gestaltete Hülle über Defizite des Inhalts hinwegtrösten sollen. Nicht so beim Pétalos. Er kommt in einer wunderschönen Flasche daher, das Etikett ist edel gestaltet, und selbst die Kapsel zeugt von besonderem Design (Ein Klick auf das Foto der Flasche zeigt eine größere Abbildung). Ja, so macht der Wein sogar noch mehr Spaß! 2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Auge: Dunkles Lila. Nase: Komplexe Aromen von wilden Beeren, frischen Kräutern und Rauch mit schöner Mineralität . Gaumen: Dicht und harmonisch mit gut integrierter Frucht. Frischer Blumenduft und viele Beeren im lang anhaltenden, durch etwas bittere Tannine geprägten Abgang. Sonstiges: Besteht aus 100% Mencía . Bis 2018 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Spectator "Advance", Thomas Matthews, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Vinogusta (Wein ab 10.10.11 wieder lieferbar) 13,90 EUR/Fl. (Versand: 5,90 EUR, ab 75,- EUR frei Haus) 5+1-Paket: 69,50 EUR inkl. Versandkosten (11,58 EUR / Fl. – wird beim Kauf von 6 Flaschen automatisch kalkuliert) Hier klicken! Stand: 05.10.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
So frh wie in diesem Jahr, hat die Weinlese in Deutschland noch nie begonnen. Besenwirtschaften schenken bereits den ersten Federweien aus. Jetzt kommt die Zeit fr genussvolle Entdeckungen - fr Weck, Worscht un Woi, wie man in Rheinhessen sagt.
2006 Wynns Coonawarra Estate Cabernet Sauvignon (Rotwein, Australien) +++ AUSVERKAUFT +++ Australische Rotweine, insbesondere Shiraz und Cabernet Sauvignon, sind in vielen Fällen perfekte Kandidaten, um Einsteiger in die Materie Wein restlos zu begeistern. Gründe dafür sind die intensive, marmeladige Frucht und der kräftige Eindruck am Gaumen, die viele sonnenverwöhnte Australier aufweisen. 16% Alkohol und mehr sind hierbei keineswegs die Ausnahme. Dieser Stil von Wein ist auf der einen Seite zwar sehr faszinierend, doch wird man ihm auch schnell überdrüssig. Die Frucht wirkt bereits im Laufe des Konsums einer einzigen Flasche anstrengend und hinterlässt häufig einen unangenehmen Eindruck von (Extrakt-)Süße. Mal davon abgesehen, dass der hohe Alkoholgehalt oft schlecht eingebunden ist und mit der Zeit ein Brennen im Hals hinterlässt. Englischsprachige Weintrinker nennen solche Weine "hot". Aber bevor ich mich in diesen Schilderungen verrenne: Heutiger Australier ist ein tolles Beispiel dafür , dass es Down Under auch anders geht. Für den Weinlakai keine grundsätzliche Überraschung, doch hatte ich noch nie einen so guten Australier in diesem Preisbereich im Glas. Abgerundet wird diese Jancis-Robinson-Entdeckung durch eine klasse Sonderaktion, die der empfohlene Händler exklusiv den Weinlakai-Lesern anbietet: ein versandkostenfreies 5+1-Paket! Auch wenn die vielen Sonnenstunden in Australien unsere deutschen Voraussetzungen für Weinbau geradezu düster aussehen lassen, so stellt dieses Klima für Winzer nicht selten ein echtes Problem dar: Wenn die Trauben zu schnell reifen und man den optimalen Lesezeitpunkt verpasst, sind die Trauben zu süß und enthalten nur noch wenig Säure. Resultat sind Weine mit extrem hohem Alkoholgehalt, zu viel Fruchtextrakt und fehlender Frische. Wie gesagt, betört zunächst die intensive Frucht an der Nase, so lässt sich doch einem solchen Wein auf Dauer wenig abgewinnen. Für meine heutige Empfehlung trifft dies deshalb nicht zu, weil der Wein genau diese Negativeigenschaften nicht hat. Vielmehr liefert er alle positiven Seite eines australischen Rotweines: Eine betörende Frucht mit rotbeeriger Konzentration und leichtem Minzduft sowie eine merkliche, aber toll eingebundene Holzaromatik. Am Gaumen und auch im Abgang zeigt der Wein eine schöne Frische und keineswegs einen störenden Eindruck von übermäßigem Alkoholgehalt. Der Cabernet Sauvignon von Wynns wurde letzten Monat von Jancis Robinson als "Wine of the Week" ausgezeichnet. Sie kommentierte, er sei ein "extremely serious wine and yet is priced as though it were almost frivolous". Damit nicht genug: "There is nothing oversized, overripe or 'hot-tasting' about this wine - and nor is it plagued by the excessive mintiness that can sometimes detract from some Australian Cabernets". Jancis Robinson hat den 2006er Cabernet Sauvignon von Wynns innerhalb der letzten zwei Jahre einmal mit 18 und einmal mit 17 von 20 Punkten bewertet. Ein erstaunlich hoher Wert für einen Wein dieser Preisklasse, insbesondere wenn man weiß, dass die Britin sehr vornehm mit der Punktevergabe umgeht. Beleg dafür ist, dass Jancis Robinson in Ihrer Karriere erst 66 Weinen die Höchstpunktzahl von 20 Punkten gegeben hat, bei Robert Parker (persönlich) war dies bereits 206mal der Fall. Das Weingut Wynns liegt in dem Anbaugebiet Coonawarra im Bundesstaat South Australia . Dieses Gebiet ist insbesondere durch seinen extrem eisenhaltigen, rötlich gefärbten Boden bekannt, den man im Weinbau Terra Rossa nennt und eine ganz besondere Stilistik in den Weinen zu Tage befördert. Wynns wurde 1896 als erstes Weingut im Gebiet Coonawarra gegründet und entspricht somit nicht dem Bild, das man gemeinhin von Weingütern aus der "Neuen Welt" vor Augen hat. Der heute empfohlene Cabernet Sauvignon wurde bereits als Jahrgang 1954 in die Flaschen gefüllt und ist seitdem - zumindest in Australien - unter dem Namen "Black Label" wohlbekannt. So ist es bei genauer Betrachtung auch wenig verwunderlich, dass sich Wynns nicht mehr mit den Problemen herumschlägt, die für viele Winzer in Australien aufgrund der klimatischen Verhältnisse herrschen. Der "Black Label" wurde aus den besten Cabernet-Sauvignon-Trauben (20-25% der Gesamtlese) vinifiziert, die Wynns' Coonawarra Estate in 2006 erntete und die 16 Monate im Eichenfass verbrachten. Dabei kam ein buntes Gemisch aus französischer und amerikanischer Eiche in unterschiedlichem Alter zum Einsatz (Französische Eiche: 35% neu, 29% ein Jahr alt und 15% zwei Jahre alt und älter; Amerikanische Eiche: 8% neu, 2% ein Jahr alt und 11% zwei Jahre alt und älter). Die heutige Empfehlung geht nach langer Zeit einmal wieder stilistisch in eine ganz andere Richtung. Es ist ein Wein, der vor allem Einsteiger begeistern wird. Er ist einfach zu "verstehen", denn er betört die Sinne mit sehr intensiven Aromen. Zwar machen dies viele australischen Shiraz und Cabernet Sauvignon, das wirklich Besondere des Wynns liegt aber in der Tatsache, dass er auch Finesse, Frische und Eleganz bereithält: Merkmale, die nicht viele Weine bieten, egal aus welchem Teil der Erde sie stammen. Bitte nicht entgehen lassen: Der von mir recherchierte Händler ist nicht nur der einzige, der den Wein in Deutschland anbietet, sondern auch der kumulierte Flaschenpreis im 5+1-Paket ist in ganz Europa unschlagbar. Unbedingt kaufen. 2006 Wynns Coonawarra Estate Cabernet Sauvignon (Rotwein, Australien) Auge: Sehr dunkles Rot. Nase: Intensive, rote und auch schwarze Beerenaromen, Duft von Oliven, eine feine Minznote und Anklänge von Zedernholz . Gaumen: Sehr köperreich mit dichtem Aroma von schwarzen Johannisbeeren. Wieder ein wenig Minze und ein mit feinen Tanninen belegter, sehr langer Abgang. Sonstiges: 100% Cabernet Sauvignon. Bis mindestens 2016 zu trinken. Enthält 14% Alkohol. 17-18/20 Punkte (Quelle: Purple Pages, Jancis Robinson, Juli 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Hawesko 6er-Paket: 59,50 EUR inkl. Versand (ca. 9,92 EUR / Fl.) Zum Vergleich: Einzelflasche kostet 11,90 EUR zzgl. 11,90 Versandkosten Ausverkauft! (Achtung: Die Weinlakai-Aktion ist nur unter diesem Link zu finden) Stand: 17.08.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
2005 Katogi & Strofilia Xinomavro (Rotwein, Griechenland) Auch wenn heutige Empfeh lung dem Ursprungsland nicht gänzlich aus der Krise helfen kann, so wirft dieser Wein zumindest mal wieder ein gutes Licht auf das gebeutelte Griechenland. Es ist der zweite griechische Wein, den der Weinlakai empfiehlt. Und auch wenn der letzte Grieche des Weinguts Vaeni mit 3,99 EUR unsagbar gut war, so waren die 90 Punkte des Wine Spectators doch recht gutwillig . Bei heutigem Wein, der sowohl die gleiche Rebsorte als auch das gleiche Anbaugebiet wie vorangegangener Grieche hat, sieht die Sache schon anders aus: Die seitens des Wine Advocate (Mark Squires) vergebenen 91 Punkte passen genau. Der Wein besticht insbesondere durch seinen herrlich auf den Punkt gereiften Charakter. Der bereits sechs Jahre alte Wein verfügt über ein tolles Aroma mit feiner Frucht, kaum spürbaren Tanninen und einem seidigen Mundgefühl. Kein Wunder also, dass der Wine Advocate diesen Xinomavro von Katogi & Strofilia als einen der drei besten Rotweine Griechenlands bewertet. Für 7,99 EUR die Flasche ein klares Statement. Der Xinomavro von Katogi & Strofilia aus dem Jahr 2005 stammt aus der makedonischen Region Naoussa und besticht durch seine großartige Balance von feinen Tanninen und frischer Säure. Aufgrund dieses langlebigen Zusammenspiels räumt der Wine Advocate dem Wein ein Trinkfenster bis 2025 ein. Zudem kommentiert Mark Squires, "If you’re looking for fleshy fruit bombs with lots of sweetness—look elsewhere". Eine Aussage, die unterstreicht, dass dieser Xinomavro ein Wein für Fortgeschrittene und die, die es werden wollen ist. Hier geht es nicht um vordergründige Fruchtaromen, die bisweilen anstrengend sein können, sondern um einen rustikalen Zeitgenossen mit verstecktem Charme, der mit Aufmerksamkeit getrunken werden möchte. Es ist definitiv ein Wein, der es vermag Einsteiger fortzubilden. Man merkt ihm sein Alter im besten Sinne des Wortes an, auch wenn man den Wein erst durch eine Dekantierzeit von mindestens einer Stunde zum Leben erweckt. Im Eigenversuch präsentierte sich der Wein am zweiten Abend von seiner besten Seite – wohlgemerkt ohne die Flasche in der Zwischenzeit zu verschließen. Ein Zeichen seiner "Langstrecken-Qualität" und das die Zukunft noch eine weitere Steigerung der Qualität bereithält. Dafür spricht auch die Tatsache, dass der Wine Advocate den Wein noch im August 2009 mit "nur" 87 Punkten bewertet hat und Mark Squires in der aktuellen Ausgabe resümiert: "Since my last note on this, in which, for whatever reason, I fear I seriously underrated this wine, it has evolved slowly, but it shows well enough to be less disjointed, with additional fruit intensity on the finish and plentiful hints that better integration of its parts will definitely be in its future". Besonders bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass der Wein 12 Monate im Eichenfass ausgebaut wurde, man ihm aber diese Zeit aromatisch kaum anmerkt. Es fehlen die vanilligen, würzigen und schokoladigen Noten vieler Weine, die die gleiche Dauer von Holzeinsatz erlebt haben. Die Rebsorte Xinomavro lässt sich offensichtlich nicht sehr schnell unterkriegen und behauptet seinen starken aromatischen Charakter. Mark Squires vergleicht den Wein sogar mit dem Stil von alten Nebbiolo-Weinen, also den piemontesischen Barolos und Barbarescos, die zurecht Weltruhm genießen. Der Vergleich passt, auch wenn man gemeinhin vermutet, dass Xinomavro mit Pinot Noir verwandt ist. Die Säurecharakteristik sowie die dünne Schale bzw. helle Farbe sprechen sehr für diese Theorie. Der 2005er Xinomavro von Katogi & Strofilia wurde knapp einen Monat zunächst bei kühlen 15°, dann bei 30-32° Celsius mazeriert . Anschließend wurde der Wein zur malolaktischen Gärung in Eichenfässer gefüllt, um dort zwei Monate auf der Hefe ("sur lie") – bei ständigem Rühren – zu verweilen. Nach Entnahme des Bodensatzes reifte der Wein dann weitere 10 Monate im Holz, um schließlich auf die Flasche gefüllt zu werden. Griechenland steckt zwar über beide Ohren in der Euro-Krise und das Land sieht sich dadurch bereits mit einem ernsten Imageproblem konfrontiert, doch mach der heutige Wein deutlich, dass es Werte gibt, auf die man sich noch verlassen kann. In diesem Sinne rate ich meinen Lesern diesen nur sehr limitiert zu erhaltenen Wein für den deutschlandweit günstigsten Preis zu erstehen. Wenig verwunderlich: Er ist ein hervorragender Begleiter von kräftig gewürztem, griechischen Essen und auch er will nicht über 18° verkostet werden. Prosit! 2005 Katogi & Strofilia Xinomavro (Rotwein, Griechenland) Auge: Hellrot mit dunkelorangenen Reflexen. Nase: Veilchen, Gewürze, rote Früchte, Lakritz und Anklänge von Wildaroma. Gaumen: Frisches Mundgefühl mit erdigen Aromen und wieder roten Früchten. Feine Tannine und gute Säure im langen Abgang. Sonstiges: Besteht aus 100% Xinomavro. Bis 2025 zu trinken. 91 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Mark Squires, Februar 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Akroponline (Nur ca. 720 Flaschen auf Lager) 7,99 EUR/Fl. (Versandkosten 6,- EUR, ab 75,- EUR frei Haus) Hier klicken! Stand: 11.07.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
Sie ist unattraktiv, unbedeutend und schmeckt nach nichts. Die Sprosse ist keine Speise, fr die man gerne leidet. Endlich ist sie weg vom Fenster.
Drei Monate nach der Katastrophe von Fukushima entweicht noch immer Radioaktivitt aus den Reaktoren in die Umwelt - mit Folgen. Wie die Behrden melden, ist auch grner Tee aus Japans grter Anbauregion verstrahlt.
Ein viertes namhaftes Weingut in der Region Bordeaux ist ab sofort in chinesischer Hand.
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