Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |
Erstmalig gilt ein Ahr-Wein als weltweit bester Spätburgunder: Werner Näkel heißt sein Erzeuger. Immer mehr Weinfreunde greifen allerdings zum Frühburgunder. Er ist bezahlbar und gut.
Es sind die Klassiker zum Weihnachtsfest: Karpfen, Fondue und Kartoffelsalat. Welche Weine dazu am besten schmecken, erklärt Dirk Würtz in der stern.de-Weinschule. Er hat eine Auswahl an Weinen zusammengestellt, die ideal als Begleiter zu jedem Festtagsessen passen.
2009 Domaine des Terres Dorées Fleurie (Rotwein, Frankreich) Im Burgund bedingt der Faktor Verfügbarkeit den Faktor Preis wie in sonst kaum einer Weinregion. Resultat sind Chardonnays und Pinot Noirs, die kaum bezahlbar sind ? wenn man sie überhaupt im Handel findet. Allerdings gibt es im Burgund nicht nur diese statusträchtigen Weine, sondern auch bezahlbare, rote Schätze aus der Rebsorte Gamay . Ja, ich spreche von Beaujolais . Ganz im Süden liegt dieser Weinbaubereich und schon lange werden hier nicht mehr nur leichte, fruchtbetonte Sommerweine produziert. Heutige Empfehlung entlockte dem Wine Advocate (David Schildknecht) die Aussage der Wein sei ein "stupendous value" und zudem bewertete er ihn mit 93 Punkten. Für mich passt diese Einschätzung und erneut empfehle ich mit dem Fleurie von Terres Dorées einen Wein, der nur limitiert in Deutschland erhältlich ist. Ein Beaujolais ist in der Regel ein zeitnah zu trinkender, äußerst fruchtbetonter und gefälliger Wein. Der sogenannte Beaujolais Nouveau ist wahrscheinlich der bekannteste Vertreter seiner Region: Weine eines Jahrgangs werden traditionell am 3. Donnerstag im November des gleichen Jahres (!) in den Handel gebracht. So ein Wein will natürlich gar nicht körperreich oder komplex sein. Es sind rotbeerige, leichte Weine, die auch gekühlt viel Spaß machen. Diese Massenprodukte sollen so sein und sie finden zahlreiche Abnehmer. Heutiger Wein zeigt nun auf, dass ein Gamay auch anders kann, nämlich körperreich und komplex in seinem Aromaprofil. Er stammt aus einer der zehn Cru-Lagen des Beaujolais, nämlich aus Fleurie . Das Qualitätsniveau dieser Appellation ist hoch und die Weine haben mit den allseits bekannten Beaujolais nur sehr bedingt etwas zu tun. Selbst Holz kommt hier zum Einsatz. Wie in dem heute empfohlenen Wein allerdings sehr behutsam und in Form von gebrauchten Fässern, um so die typische Charakteristik des Gamay nicht zu überdecken. Durch exzellentes Traubenmaterial und strenge Selektion entstehen Weine, die durchaus lagerfähig sind, aber auch Ungeduldige nicht enttäuschen: Der Fleurie der Domaine Terres Doreés trinkt sich jetzt schon wunderbar ? vorausgesetzt man spendiert ihm ein paar Stündchen Luft. Es ist ein Wein zum Schwelgen, kein "Powerhouse", sondern eine aromatische Glanzleistung. Kraft und Fülle sind hier ebenso vorhanden wie eine, für sein junges Alter, erstaunliche Balance zwischen Tanninen, Fucht, Alkohol und Säure. In den nächsten Jahren wird sich der Wein sicherlich noch weiter "harmonisieren" und so ist beim Genuss der (hoffentlich ergatterten) Flaschen keine Eile geboten. Wie im Burgund generell üblich, besitzen auch im Beaujolais die meisten Winzer keine eigenen Rebflächen. Eine einzige Lage gehört häufig dutzenden Besitzern und so wurde auch der heutige Fleurie aus zugekauften Trauben produziert. In einigen Weinländern wäre dies ein Zeichen von Massenproduktion und fehlender Qualitätskontrolle, im Beaujolais ist es gang und gäbe, dass die Weinproduzenten ein gutes Händchen bei der Auswahl des einzukaufenden Traubenmaterials beweisen müssen. Die Vinifiaktion liegt dann wiederum zu 100% in der Hand des Einkäufers bzw. des "Winemakers". Jean-Paul Brun, der Besitzer von Terres Doreés, stellt mit seinen Weinen unter Beweis, dass er sein Handwerk gelernt hat und in der Lage ist, extrem hochwertige Trauben zuzukaufen. Seine Domaine befindet sich in Charnay, nördlich von Lyons. Er produziert Beaujolais in einem Stil, den es bereits vor vielen Jahren in der Region gab, der jedoch im Laufe der Entwicklung hin zur Massenproduktion ausstarb. Dazu gehört z.B., dass er keine künstliche Hefe bei der Fermentierung verwendet, sondern sich auf die natürliche Hefe verlässt. Dieses naturnahe Prinzip geht auf und so produziert er Weine, die seit vielen Jahrgängen von der internationales Fachpresse hoch gelobt werden. Wie anfangs erwähnt, gibt es von dem Wein nur eine begrenzte Anzahl in Deutschland und der Preis des empfohlenen Händlers ist wirklich attraktiv. Ich kann nur jedem Weinfreund raten, sich ein paar Bouteillen zu sichern. Ich bin mir sicher, dass der Wein für die meisten Leser eine neue Erfahrung darstellen wird. Eine positive noch dazu. 2009 Domaine des Terres Dorées Fleurie (Rotwein, Frankreich) Auge: Leuchtendes Granatrot. Nase: Enorme Tiefe von mineralischen und animalischen Nuancen. Begleitet durch eine makellose Evokation von facettenreichen, reifen schwarzen Früchten. Gaumen: Aromen von geröstetem und geräuchertem Fleisch, Kürbis, Steinen und mineralischen Salzen sowie schwarzem Tee und Torf sorgen für eine fesselnde Komplexität in einem Wein, der dicht, aber nicht hart ist. Stark fruchtbetont, jedoch auch lebhaft und vibrierend im Abgang. Sonstiges: Mindestens bis 2016 zu trinken. Unbedingt 1- 2 Stunden dekantieren. 93 Punkte (Quelle: Wine Advocate, David Schildknecht, August 2010) Meine Einkaufsempfehlung: Wein Kreis (600 Flaschen vorhanden) 14,50 EUR/Fl. (Versandkosten ab 7,50 EUR) 6er Karton: 90,- EUR inkl. Versandkosten (4,50 EUR Ersparnis) HIER klicken! Stand: 15.09.2010. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
Die Hühnerleber sowie 2/3 der Schnittlauchröllchen locker untermischen. Die Eier mit der Schaumkelle vorsichtig aus dem Essigwasser heben und abtropfen lassen.
Er feierte Orgien in 32 Residenzen, hielt sich Schauspieler als Leibeigene und stand der schlimmsten Diktatur der Welt vor. Aber aus den Schatten seines Vaters konnte Kim Jong Il nie treten.
Prost, Heimat! Studenten der Wein-Uni Geisenheim haben das Beste verkostet, was deutsche Winzergenossenschaften 2010 in Flaschen gefüllt haben. Ergebnis: ein idealer Jahrgang für fröhliche Sommergrüße.
Der 16. Juni 1904 war ein unwichtiger Tag im Leben der Stadt Dublin, bis ihn James Joyce in seinem Roman "Ulysses" verewigte. Seitdem begehen seine Leser diesen Tag wie einen Feiertag und nennen ihn Bloomsday, nach Leopold Bloom, dem Helden des Romans. Ein ausgesprochen netter Herr - mit einem ganz eigenen Geschmack
Nicht ganz einfach war es, die Möglichkeit zu erhalten, dem wohl einflussreichsten Weinkritiker der Welt ein paar Antworten abzuringen. Nach langem E-Mail-Kontakt und mehrfachem Nachfragen, war es dann so weit: Im Folgenden möchte ich den Weinlakai-Lesern das Interview mit Robert Parker in ungekürzter Form vorstellen. Auch konnten drei eingereichte Fragen meiner Leser beantwortet werden. Viel Vergnügen beim Lesen! Man kennt Sie nicht als Fan von deutschen Weinen. Mögen Sie Wein aus Deutschland? Ich liebe ihn. Da ich aber zu meinen Lebzeiten nur eine gewisse Anzahl von Weinen probieren kann, trinke ich vergleichsweise wenig deutschen Wein. Zudem bevorzuge ich Rotweine. Aber ich weiß natürlich, wie fabelhaft deutscher Wein sein kann. Können Sie sich daran erinnern, was Ihnen bei Ihrem ersten Schluck Wein durch den Kopf ging? Ich nehme an, es war der geballte Effekt von Weinen, die ich in den Jahren 1967 und 1968 probierte . Es war meine erste Begegnung mit trockenen Rot- und Weißweinen, und ich war nicht nur von diesem Getränk fasziniert, sondern auch von der Substanz des gesamten Themas. Ich war nie ein Biertrinker, das war mir immer zu füllend. Und Spirituosen haben mich nicht gelockt, da sie mir zu kraftvoll waren. Wein hat dann eine angenehme Nische eingenommen, da er wenig Alkohol hat und auf eine faszinierende Weise mit Essen zu kombinieren ist. War es immer Ihr Ziel, aus Ihrer Arbeit als "Wine Advocate" einen Hauptberuf zu machen? Ich bin ausgebildeter Rechtsanwalt und arbeitete auch noch als solcher als ich 1978 mit dem Wine Advocate begann. Es war aber von Anfang an meine Intention, als Weinkritiker/-journalist Vollzeit arbeiten zu können. Es war lediglich die Frage, wie lange es dauern würde bis dies möglich wäre und ob genügend Resonanz seitens der Leser vorhanden sein würde, um meine Anstrengungen als lohnenswert bezeichnen zu können. Ich war zuversichtlich, dass ich damit erfolgreich sein könnte. Ich weiß nicht, ob ich das aus Naivität glaubte, aber der Erfolg stellte sich recht schnell ein, da ich den 1982er-Jahrgang im Bordeaux korrekt prognostizierte. Also nur vier Jahre nachdem ich mit dem Wine Advocate startete. Sie sind als Liebhaber von Weinen aus dem Châteauneuf-du-Pape bekannt. Sind es die Weine zu denen Sie die größte Verbundenheit haben? Eigentlich liebe ich alle Weine aus dem Rhône-Tal. Diese und die Weine aus dem Bordeaux sind meine Lieblingsrotweine aus Frankreich. Ich mag aber die Schlichtheit und Redlichkeit der Winzer/Vignerons an der südlichen Rhône ? insbesondere in der großartigsten der südlichen Appellationen, Châteauneuf-du-Pape. Es ist schwer, diese Weine nicht zu lieben. Aber die Grenache-Traube, die aus Spanien stammt, ist eine enorm unterbewertete Rebsorte, obwohl sie Weltklasse-Weine produziert. Zudem haben die Rhône-Winzer nie so viel Aufmerksamkeit wie andere französische Weinregionen bekommen, obwohl ihre bodenständige Bescheidenheit und Aufrichtigkeit etwas sehr erfrischendes hat. Zu guter Letzt verfügen Châteauneuf-du-Pape und die umliegenden Appellationen Vacqueyras und Gigondas über das älteste Rebmaterial in ganz Frankreich. Die Weine sind sehr ursprünglich und unmanipuliert. Es ist die Essenz von fermentierten Trauben, entweder in neutralem Beton, in alten Holz-Foudres oder in Edelstahl-Tanks. Ich liebe diesen reinen, unmanipulierten und ungeschminkten Wein-Stil. Wie bewerten Sie den Effekt des Klimawandels auf Wein? Wegen der kurzen Lebensspanne eines Menschen ist es schwierig zu sagen, ob wir wirklich einen Klimawandel erleben oder ob dies nur eine zeitweise Laune der Natur ist. Falls der Klimawandel tatsächlich Fakt ist, und ich sehe mich nicht in der Position dies zu beantworten, könnte er sowohl positive als auch negative Effekte haben. In den wärmeren Weinbaugebieten der Welt könnte es zu heiß werden (z.B. in Australien, Anm. von mir) und in den kälteren Gebieten würde das wärmere Wetter die Weinproduktion vereinfachen, da die Trauben schneller reiften. Natürlich könnten die Effekte verheerend sein. Meine Instinkte sagen mir auch, dass eine tiefgreifende Veränderung des globalen Klimas stattfindet, doch hoffe ich, dass diese nicht längerfristig ist. Welchen Rat haben Sie für Menschen, die ihre ersten Schritte in Sachen Wein machen? Jeder, der sich für Wein interessiert, sollte darüber so viel lesen wie möglich und sich zudem Weinrunden zum Verkosten anschließen. Es gibt so viele kostenlose Informationen im Internet und viele augezeichnete Bücher über das Them Wein ? sowohl romantische Sichtweisen als auch strikte und ernste Einkaufsführer. Sie sprechen davon, dass Sie Weine immer "vis-à-vis zu gleichgestellten Weinen" bewerten. Was meinen Sie damit? Eine gleichgestellte Gruppe, eine "peer group", sind z.B. Weine aus dem Bordeaux, argentinische Malbec, rote Burgunder aus Frankreich, kalifornische Pinot Noir etc. Ich halte nichts davon, einen Bordeaux mit einem kalifornischen Cabernet Sauvignon oder einem argentinischen Malbec zu vergleichen. Ich denke, Weine sollten in sehr genau festgelegten Parametern beurteilt werden. Es ist unmöglich, eine intelligente Einschätzung zu treffen, wenn Weine verschiedener Rebsorten oder aus unterschiedlichen Regionen miteinander verglichen werden . Worüber muss ein Wein verfügen, um mit 100 Punkten bewertet zu werden? Perfekte Weine müssen über alles verfügen: Fülle, Komplexität, Ausgeglichenheit und das Potential gut zu reifen. Kurz gesagt: Sie müssen ausreichend Tiefe und Reichhaltigkeit haben, um einem Alterungsprozess von 10-20 oder mehr Jahren standhalten zu können. Das Altern von Weinen bewirkt, dass die Frucht des Weins gemindert wird und diese durch komplexe Aromen und weichere Tannine ersetzt wird. Es ist kein Geheimnis, dass alterungsfähige Weine häufig die mit der größten Konzentration sind, aber sie müssen außerdem Balance haben, nichts darf fehl am Platz sein. Wenn die Tannine zu stark sind, der Säuregehalt zu hoch oder zu niedrig ist, die Frucht zu reif oder zu unreif ist, dann liegt keine Balance vor, und die Weine reflektieren dies. Bitte geben Sie uns Ihre Einschätzung zum Jahrgang 2009 im Bordeaux? Ich denke, 2009 im Bordeaux wird als Jahrgang in Erinnerung bleiben, der großartigen Cabernet Sauvignon im Medoc hervorgebracht hat. Ein solches Level an Reichhaltigkeit und Süße von Tanninen in den 2009er Cabernet Sauvignons habe ich während meiner 32+ Jahre noch nie in einem Bordeaux-Jahrgang feststellen können. Hinsichtlich der Preisgestaltung finde ich die von den Châteaux festgelegten Preise einigermaßen fair. Was dann passiert ist die Spekulation und die Vielzahl von Ebenen, die ein Wein durchläuft, bis er schließlich beim Konsumenten landet. Dieser Prozess verursacht immense Gewinnspannen auf jeder dieser Ebenen. Bis die Endkunden dann die Chance haben, den Wein zu kaufen, ist der Preis durch die hohen Margen bereits um 200-400% gegenüber dem Château-Preis gestiegen. Hinzu kommt, dass die weltweiten Spekulationen mit Weinen der 15-20 Top-Châteaux für aufgeblasene und gefährlich hohe Preisniveaus gesorgt haben. Im Großen und Ganzen glaube ich jedoch, dass die Chateaux in der Regel ihre Preise angemessen ansetzen. Ich würde es trotzdem gerne sehen, dass die Preise in nicht so starken Jahrgängen dramatisch gesenkt würden, um Konsumenten einen besseren Gegenwert zu bieten. Doch bin ich mir nicht sicher, ob dies je passieren wird solange der Weltmarkt sie nicht dazu zwingt. Vor Kurzem haben Sie ihr öffentliches und enorm stark frequentiertes Internet-Forum nur noch für zahlende Abonnenten zugänglich gemacht. Bitte erklären Sie Ihre Beweggründe. Wir wussten, dass dieser Schritt bewirken würde, mehr als 50% Prozent der Forumsmitglieder zu verlieren. Es war etwas, das wir schon sehr lange Zeit in Betracht gezogen hatten, da es eine zunehmende Polarisierung und unzivilisiertes Gebaren von Nicht-Abonnenten gab. Wir hatten viele Anfragen von Abonnenten, die sich diesen Schritt wünschten, um keine Leute mehr zu tolerieren, deren einziges Ziel war, böswillige Kritik zu üben, Rufmord zu begehen, zu missinformieren oder einfach nur zu stören. Diese Dinge gaben zwar jede Menge Lesestoff, doch soll das Forum zivilisierte Diskussionen zum Thema Wein bieten. Es soll kein Klatschblatt sein. Mit dem Ergebnis der Entscheidung, das Forum "subscriber-only" zu machen, sind wir sehr zufrieden. Die reduzierte Plattform hat nun deutlich kultiviertere, und obwohl immer noch genauso viel Kritik wie früher vorhanden ist, wird diese sehr viel höflicher und ziviler vermittelt. Wir haben keinerlei Beweggründe, wieder zu der öffentliche Form zurück zu kehren. Was sind die Pläne des Wine Advocate bzw. erobertparker.com für die nahe und ferne Zukunft? Wir sind enorm engagiert mit unseren Inhalten und Verkostungsnotizen, das vergleichsweise beste Angebot für unsere Leser bieten zu können: Insbesondere durch den Umfang, die Gründlichkeit, den Anstand und die Fairness unserer Berichte. Mit den hauptberuflichen Kritikern, die derzeit für den Wine Advocate arbeiten, haben wir das stärkste Team aller Zeiten. Auch wenn wir derzeit z.B. eine iPhone-App entwickeln, geht es beim Advocate nicht um Gimmicks oder Lifestyle, sondern um hochprofessionelle Inhalte. Ich möchte in Zukunft mehr Video-Inhalte anbieten und wir verfolgen weiterhin eine starke Ausrichtung auf den sehr bedeutsamen, asiatischen Markt. Dort gibt es einen enormen Wissenshunger in Sachen Wein ? insbesondere in Ländern wie Südkorea, China, Japan, Taiwan, Singapur und in etwas geringerer Ausprägung in Thailand. Malaysia und Indien werden in den nächsten Jahren dazu kommen. Drei Fragen von meinen Lesern: Können Sie die Dynamik des Reifeprozesses von Trauben beschreiben? Gibt es dafür eine Art Regel? Z.B. Wenn ein gewisser Grad von Tanninen, Säure, Frucht und Alkohol vorhanden ist, verläuft der Reifeprozess in eine gewisse Richtung!? Ich denke der Reifeprozess variiert von Weinberg zu Weinberg und von Rebsorte zu Rebsorte. In Bezug auf Rotweine ist das Ziel volle phenolische Reife zu erreichen. Die Tanninen müssen süß sein, die natürliche Säure darf weder zu hoch noch zu niedrig sein und es muss ein ausreichender Grad von Reife vorliegen, um die Weine nicht chaptalisieren zu müssen (mit Zucker anreichern zu müssem, Anm.d.Red.). Mir ist klar, dass dies in vielen Randgebieten nicht immer möglich ist, aber der ideale Reifeprozess wäre, wenn sich alle Komponenten des Weins in Balance befinden (Säure, Tannine und Extrakt). Bei Weißweinen geht um vollständige, phenolische Reife ohne den unbedingt notwendigen Säuregehalt zu verlieren. Säure ist bei der Weißwein-Produktion deutlich wichtiger als bei Rotweinen. Bei Letzterem geben Tannine und Struktur dem Wein Präzision und Frische. Nur wenige Weißwein-Sorten besitzen Tannine und so ist die Säure wichtig damit der Wein gesund und wohldefiniert bleibt. Ist es nicht selbst als professioneller Verkoster kaum möglich, Weine ohne Einfluss von persönlichen Stimmungen oder gewissen Situationen zu bewerten? Es mag für Weinkonsumenten schwer zu verstehen sein, aber ich kann aufrichtig sagen, dass ich jeden Wein ohne jeglichen Einfluss von Vorurteil oder Voreingenommenheit verkosten kann. Es ist dabei egal, ob der Wein von einem berühmten Weingut in Bordeaux, Burgund oder Kalifornien stammt, oder ob der Wein seit zwei oder 200 Jahren produziert wird. Ich verkoste einfach den Inhalt des Glases und schreibe darüber. Anders kann es nicht sein. Die Tatsache, dass ich seit 32 Jahren damit enorm erfolgreich bin ist ein Beleg dafür, dass die meisten Leute dies anerkennen. Mir ist bekannt, dass Sie eine Passion für Armbanduhren haben. Welches sind Ihre Lieblingsuhren? Ich habe in der Tat eine Passion für Uhren, sie ist allerdings auch eine Schwäche. Es gibt so viele großartige Uhrenhersteller, dass es schwer fällt, nur einen einzigen herauszuheben. Mit Sicherheit gehört IWC zu meinen Top-Favoriten, gefolgt von Lange und Söhne. Ich könnte aber ohne weiteres noch andere, kunsthandwerkliche Uhrenproduzenten nennen, die traumhafte Uhren herstellen. Z.B. Girard-Perregaux, Roger Dubuis, Audemars Piguet, Patek Philippe und Breguet. Die Simplizität und der Symbolismus von Uhren hat einfach etwas. Wir marschieren alle zu dem Takt der Zeit, und dies macht eine Uhr vielleicht zu einem so ausgezeichneten Symbol für das Leben an sich. Danke für Ihre Zeit, Mr. Parker.
Sein Leben ist so spannend wie seine Dramen. Vor 250 Jahren kam Friedrich Schiller als Sohn eines Offiziers im Marbach am Neckar auf die Welt. Birgit Lahann hat lange für den stern gearbeitet und ein Buch über Schiller geschrieben. Sie folgte den Spuren des Dichters zu den Schauplätzen seines wilden Lebens.
Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.
Was sind RSS-Feeds?Blanc de Noirs Cabernet Sauvignon Dublin Erträge Friedrich Schiller Heiligen Inquisition Marc Nordkorea Römer Rührei Schalotten Schiller Trüffeln Weihnachten Wein Weißwein Zeittafel
Achim Reichel Andreas Thiel Angela Merkel Erykah Badu George Foreman Hans-Gert Pöttering Heinrich Heine Hervé Gaymard James Joyce Jean-Charles de Castelbajac Karl August Karl der Große Kim Il-sung Kim Jong-il Louis Vuitton Ludwig XVI. Marc Jacobs Marlene Dietrich Robert B. Parker Ursula Plassnik
Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".