Nie sind Tomaten so aromatisch wie im Sommer. Aber auch Einkauf, Lagerung und Zubereitung entscheiden darüber, wie gesund Tomaten sind und wie gut sie schmecken. Wir beantworten die wichtigsten Fragen. Von Ruth Hoffmann

Mächtig gesund durch Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe: die Tomate© Colourbox.com
Wie gesund sind Tomaten?
Mächtig gesund. Vor allem Vitamin C liefern die kalorienarmen Früchte in großen Mengen: Mit 100 Gramm rohen Tomaten decken Sie ein Viertel Ihres Tagesbedarfs. Dazu kommen neben Ballaststoffen Beta-Carotin, Vitamin E, Folsäure und die Mineralstoffe Kalium und Magnesium.
Außerdem - und das macht sie endgültig zu Stars der Gemüseläden - steckt in ihnen Lycopin. Der zu den Carotinoiden gehörende sekundäre Pflanzenstoff gibt der Tomate ihre Farbe und gilt als eines der stärksten Antioxidantien. Forschungen deuten darauf hin, dass er vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose schützen und die Bildung von Krebszellen hemmen kann.
Am üppigsten kommt Lycopin in erhitzten Tomaten vor: Stecken in 100 Gramm roher Früchte etwa 3 Milligramm davon, sind es in gekochter Tomatensoße 10 Milligramm, im Mark sogar 42 Milligramm. So gesehen ist selbst Ketchup noch gesund: Es enthält etwa 17 Milligramm Lycopin pro 100 Gramm - aber leider eben auch reichlich Zucker.
Fast ausschließlich aus dem Ausland. Insgesamt versorgen uns etwa 20 Länder das ganze Jahr über mit den Beerenfrüchten. Gut die Hälfte der Importe kommt aus den Niederlanden, ein Viertel aus Spanien und von den Kanarischen Inseln. Auch Italien, Frankreich, Bulgarien, Israel und Marokko exportieren nach Deutschland. Heimische Ernte ist nur von Juli bis Oktober zu haben.
Übernommen aus ...
GesundLeben
Ausgabe 4/2007