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Reben

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Weinlese in Deutschland
Weinlese in Deutschland
Zwischen Reben, Federweiem und Weinkniginnen

So frh wie in diesem Jahr, hat die Weinlese in Deutschland noch nie begonnen. Besenwirtschaften schenken bereits den ersten Federweien aus. Jetzt kommt die Zeit fr genussvolle Entdeckungen - fr Weck, Worscht un Woi, wie man in Rheinhessen sagt.

Wein aus sterreich
Wein aus sterreich
Wiener Weinwunder

Einst sorgte er fr Kopfweh, heute wird er in Sterne-Restaurants serviert: Der Wiener Wein ist mit Versptung im neuen Qualittsjahrtausend angekommen. Und mit ihm Heurigenlokale, die auf Design setzen statt auf Schrammelkitsch.

Ferien einmal anders
Ferien einmal anders
Zwischen reifen Reben

Was fr viele Jugendliche die Pfadfinder sind, ist fr manch ltere die Weinlese: Gemeinsam entdecken sie die Natur, neue Menschen und fremde Lnder. Und manchmal wird aus dem einmaligen Ausflug in eine andere Welt eine willkommene Sucht.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Französische Punktelandung!

2010 Château Pesquié Cuvee des Terrasses (Rotwein, Frankreich) Es hört sich verrückt an: 94 "echte" Parker- Punkte für schlappe 7,95 EUR.  Und in der Tat ist das Preis-/Leistungsverhältnis dieses Weines aus der südfranzösischen Appellation Côtes du Ventoux mehr als gut. Das "Cuvee des Terrasses" von Pesquié ist zudem ein alter Bekannter des Weinlakais, denn in der Vergangenheit empfahl ich bereits den 2007er. Damals noch einen Euro günstiger und mit 91 Punkten dekoriert, machte der 2007er bereits deutlich, dass dieser Wein auf die "Watchlist" für jeden Weinschnäppchen-Jäger gehört. So unterstütze ich die folgende Aussage von Robert Parker über das Weingut zu 100%: "... one of my all-time favorite producers in France". +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Natürlich muss man die 94 Punkte als "among its peers" verstehen: Wie schon häufig erwähnt, legt Parker die Punkteskala immer in Bezug auf direkt vergleichbare Weine neu an. D.h. der heute empfohlene Wein wird gegen andere Weine der Region und des selben Jahrgangs bewertet. Dies bedeutet, dass z.B. ein topklassifizierter Bordeaux, der 94 Punkte erhalten hat, die heutige Empfehlung wohl überflügeln würde. Nur habe ich meinen Lesern bereits andere Weine von der südlichen Rhône empfohlen, die deutlich unter 10,- EUR kosteten und bereits mit 90 Punkten einen tollen Gegenwert boten. So ist heutiger Wein ein phänomenales Angebot oder wie Parker sagen würde: "a phenomenal bargain" und weiter ausgeführt "it is absolutely stunning, and the best one they have made to date...". Der Wein bietet aus meiner Sicht alle Attribute, die man sich von einem guten Südrhône-Saft erhofft: Intensive, rotbeerige Frucht, die durch genügend Säure frisch wirkt, in Kombination mit einem dermaßen lang anhaltenden Eindruck am Gaumen, dass man das Gefühl gewinnt, in einer völlig anderen Preisklasse unterwegs zu sein. Natürlich hat der 2010er noch etwas "unkultivierte" Tannine, doch ist für mich besonders das Wechselspiel zwischen betörender und teils würziger Primärfrucht und dem mundfüllenden Volumen ein wunderbares Trinkerlebnis. Das Preis-/Punkteverhältnis einmal ausgeklammert, ist dieser Wein eine mehr als sichere Bank für jeden Weinliebhaber. Er ist auf der einen Seite unkompliziert, da er einfach zu "verstehen" ist, und auf der anderen Seite bietet er genügend Komplexität und Intensität, um sich auch noch auf die zweite, dritte und x-te Flasche zu freuen. Daher unbedingt kaufen. Die Appellation Côtes du Ventoux liegt östlich von Châteauneuf-du-Pape im südlichen Rhône-Gebiet Frankreichs. Auf den Hanglagen des 1.912 Meter hohen Mont Ventoux werden sowohl Rot- als auch Weiß- und Roséweine angebaut. Die roten und roséfarbenen Weine werden zumeist aus den traditionellen Reben der Region Carignan, Cinsaut, Gamay, Grenache, Mourvedre und Syrah hergestellt – häufig in einem Verschnitt dieser Sorten. Eine Ähnlichkeit zu Côtes-du Rhône -Weinen ist dadurch nicht zu bestreiten. Die Appellation Côtes du Ventoux existiert erst seit 1973 und ziemlich genau zu dieser Zeit erwarben Odette & René Bastide das Château Pesquié. Seit 2003 ist nun mit Alexandre & Frédéric Bastide die 3. Generation am Werke. Sie setzen den hohen Qualitätsanspruch ihrer Familie konsequent fort und konnten sich so zu einem der besten Weingüter der Appellation Côtes du Ventoux entwickeln. Das Château Pesquié bekennt sich konsequent zur nachhaltigen Arbeit im Weinberg. Die Entwicklung der Reben wird ausschließlich durch organischen, auf Humus basierendem Dünger verbessert und das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Tieren, die diese Schädlinge fressen, wird stets gewahrt. Die Reben des Weinguts sind im Schnitt stolze 35 Jahre alt und gedeihen in einer enormen Dichte von 4.500 Rebstöcken pro Hektar. Hierdurch wird die Nährstoffkonkurrenz maximiert, die Reben wurzeln sehr tief und sorgen so für eine besonders fokussierte bzw. hochwertige Versorgung der Stöcke. Denn es gilt im Weinberg die Regel, dass überversorgte bzw. "glückliche" Reben zu wenig Komplexität entwickeln und nur Reben, die um Nährstoffe kämpfen müssen, außerordentliche Qualität produzieren. Natürlich geht diese Rechnung nur auf, wenn man konsequent im Weinberg arbeitet. Kontinuierlich werden bei Pesquié Maßnahmen durchgeführt, die dafür sorgen, dass nur Trauben reifen dürfen, die bereits sehr früh eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Vereinfacht ausgedrückt, werden alle anderen Trauben bereits im "Babyalter" vom Stock entfernt, um zu vermeiden, dass diese "Schwächlinge" eine Nährstoffkonkurrenten für die Vorzeigetrauben darstellen. Hart, aber gerecht... zumindest im Sinne der Weintrinker ;-) Auf Château Pesquié werden die zwei Rotwein-Rebsorten angebaut, die im gesamten Rhônetal am populärsten sind: Grenache, der König der südlichen Rhône (fast 40% der Rebfläche) , und Syrah, der König der nördlichen Rhône (über 30% der Rebfläche). Im "Cuvee des Terrasses" kommen 70 % Grenache und 30 % Syrah zum Einsatz. Die Trauben werden gepresst und dann von den Stengeln befreit. Die Mazeration, also der Schalenkontakt der Maische, betrug bei dem 2010er ca. 15 Tage, um ein optimales Aroma und eine kräftige Farbe zu gewährleisten. Ca. 35 % des Weines wurde in zwei bis vier Jahre alten Eichenfässern ausgebaut und der Rest in großen Eichen-Fudern für jeweils ein Jahr ausgebaut. 2010 Château Pesquié Cuvee des Terrasses (Rotwein, Frankreich) Auge: Dichtes Blau-Violett Nase: Noten von süßen Heidelbeeren, Schwarzkirschbrand, Lakritz, Weihrauch und Anklängen von heißen Steinen . Gaumen: Erstaunliche Textur, Saftigkeit und wunderbare Fruchtintensität. Lebhafte Reinheit und energischer, langer und frischer Abgang, der länger als 30 Sekunden anhält. Sonstiges: Besteht aus 70% Grenache und 30% Syrah. Bis 2015 zu trinken. 94 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Weinpalais (1.800 Fl. sofort verfügbar) 7,95 EUR/Fl. (Versand: 5,50 EUR) 12er Paket frei Haus (95,40 EUR). Achtung: Versandkosten werden zunächst ausgewiesen, dann aber nicht in Rechnung gestellt. AUSVERKAUFT Stand: 24.10.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

Wildschweine
Wildschweine
Zum Schieen

Und wieder liegt's am Klimawandel: Wildschweine vermehren sich unkontrolliert. Sie pflgen die Landschaft um und gefhrden nicht nur den Verkehr. Die Jger kommen kaum noch dagegen an.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Nur das Beste im neuen Jahr!

2010 Michel Gassier "Cercius" (Rotwein, Frankreich) Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in das neue Jahr und bin davon überzeugt mit der heutigen Empfehlung dazu positiv beitragen zu können. Der "Cercius" stammt vom Winzertalent Michel Gassier, der ihn für den US-Importeur Eric Solomon exklusiv für den amerikanischen Markt vinifizierte. So können wir uns glücklich schätzen, dass ein deutscher Händler eine kleine Charge davon "abzweigen" konnte. Der Wein erhielt von Robert Parker (persönlich) 93 Punkte und ist dennoch für nur 9,95 EUR/Fl. zu haben. Mr. Parker vergleicht diesen Côtes du Rhône mit einem Châteauneuf-du-Pape und resümiert: "Wow, is this an exciting wine!". Der Weinlakai hat den Wein verkostet und ist ebenfalls beeindruckt. Insbesondere die Aromavielfalt und die tolle Extraktsüße haben mich restlos begeistert. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Der "Cercius" stammt aus dem AOC Côtes du Rhône , genauer sagt aus der Gegend rund um Visan , ca. 40 km nördlich des Châteauneuf-du-Pape . Aber nicht nur die geographische Nähe zu dem prestigeträchtigen Nachbarn stützt den Vergleich von Robert Parker. Der "Cercius" besteht zudem aus den Rebsorten, die auch in den meisten Châteauneufs entscheidene Rollen spielen: Syrah und Grenache . Das rotfruchtige Aromaprofil der heutigen Empfehlung hat außerdem die typische Untermalung von provenzalischen Kräutern und Gewürzen – ein typischer Einfluss der südfranzösischen  Garrigue . Michel Gassier versucht mit seinen Weinen die Rebsorten und das Anbaugebiet so authentisch wie möglich zu präsentieren. Er greift so wenig wie möglich in die natürlichen Abläufe ein und handelt so im wahrsten Sinne des Wortes "naturnah". Der "Cercius" ist ein perfektes Beispiel dafür. Es ist ein unverfälschter Wein, der nicht künstlich auf Fülle, Tannine oder andere Attribute getrimmt wurde, die angeblich einen Herrn Parker besonders handzahm stimmen. Er ist also keine "Wuchtbrumme", aber dafür ein Wein, der puren Hedonismus ausstrahlt: Fruchtaromen zum Verlieben und eine Unkompliziertheit, die den Wein wunderbar süffig macht. Und diese Eigenschaften machen den Wein keineswegs "einfach", denn er strotzt von Persönlichkeit und fordert entsprechende Aufmerksamkeit ein. Diese spendet man ihm aber gerne, da er den Gaumen schmeichelt und nicht etwas anstrengt. Diese Zugänglichkeit hat der Wein aber sicher auch durch den sechsmonatigen Reifeprozess in Beton. Im Gegensatz zum Holzausbau, werden hier weder Fremdaromen noch Tannine an den Wein abgegeben. Zudem kommt der Wein durch die poröse Struktur von Beton mit mehr Sauerstoff in Kontakt. Ergebnis ist ein aromatisch sehr offener Wein, der trotzdem ein gutes Alterungspotenzial aufweist. Die bis zu 80 Jahre alten Reben für den "Cercius" wachsen auf knapp 400 Metern Höhe und werden durch den Mistral sehr stark beeinflusst. Der Wind sorgt für ein besonderes Mikroklima, das den Wein sowohl vor zu großer Hitze im Sommer bewahrt als auch Schutz in kalten Nächten bietet. Die Weinstöcke werden wegen dieses Windes auch speziell beschnitten, um dem teils sehr heftigen Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. So sind die Reben der Gegend meist robuste, dicht über dem Boden "hockende" Pflanzen, die besonders widerstandsfähig sind. Auf den heutigen Wein wirkte der Mistral sogar namensgebend, denn der lateinische Name dieses Nord-Nordwest-Windes ist "Cercius". Meine Stammleser dürften schon lange wissen, dass ich einen gewissen Faible für Grenache-Syrah-Cuvées aus Südfrankreich habe. Doch liegt dies nicht an einer persönlichen Vorliebe, sondern vielmehr an der Tatsache, dass von hier sehr viele gute Weine mit unfassbar gutem Preis-/Leistungverhältnis stammen. Der "Cercius" ist in diesem Zusammenhang ein Paradebeispiel. Für knapp 10,- EUR einen Wein zu erhalten, der sich auf Châteauneuf-du-Pape ähnlichem Niveau bewegt, ist wirklich erstaunlich. Daher rate ich allen Lesern sich für das kommende Jahr ausreichend zu bevorraten, denn solche Schnäppchen sind auch bei dem Weinlakai nicht an der Tagesordnung. Und nur am Rande sei erwähnt, dass es sich um eine besonders schön gestaltete Flasche handelt. 2010 Michel Gassier "Cercius" (Rotwein, Frankreich) Auge: Intensives, tiefes Rubinrot mit violetten Nuancierungen. Nase: Schwarzer Himbeerlikör, gemischt mit Süßkirschen, Lakritz, Pfeffer und provenzalischer Lavendel. Gaumen: Rund, großzügig, opulent und ungestüm. Sehr intensiv im langen Abgang. Sonstiges: Besteht aus 85% Grenache und 15% Syrah. Bis 2015 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Juni 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Karl Kerler Weinimporte 9,95 EUR/Fl. (zzgl. 6,- EUR Versandkosten, ab 60,- EUR frei Haus) Pauschales 6er-Paket: 62,50 EUR Pauschales 12er Paket: 115,- EUR AUSVERKAUFT! Stand: 24.01.2012 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Siegreiche Weihnacht!

2009 Teso la Monja "Victorino" (Rotwein, Spanien) Mit dem heutigen Wein möchte ich meinen Lesern etwas ganz Besonderes unter den Tannenbaum legen. Der "Victorino" ist ein Wein, den man sich zu dieser besonderen Zeit im Jahr gönnen sollte. Der Preis liegt zwar klar über Weinlakai-Schnitt, doch sind knapp 30,- EUR in Anbetracht der Qualität dieses wunderbaren Roten mehr als angebracht. Der spanische Weinführer Guia Peñín gibt ihm in seinem 2012er Führer 96 Punkte und stuft ihn damit besser ein als viele der prestigeträchtigsten Weine Spaniens. Nicht nur dieser Fakt macht den Wein zum "Edel-Schnäppchen", auch die Tatsache, dass der Wein bei dem empfohlenen Händler preislich weltweit (!) unschlagbar ist. Und zu guter Letzt hat der Victorino auch eine tolle Geschichte: Er stammt von der Winzerfamilie, die das Weingut Numanthia Termes zu Weltruhm führten und sich dann einen cleveren Plan überlegten... +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Die aus dem Rioja stammende Familie Eguren sorgte im Toro-Gebiet mit den Weinen ihres Weingutes Numanthia Termes für sensationelle Bewertungen der internationalen Weinpresse. Auf dem Höhepunkt des Erfolges verkauften sie das Weingut zu einem durchaus stolzen Preis an den LVMH-Konzern . Dieses Luxuskonsortium ist u.a. Eigentümer von Weingütern wie Dom Perignon und Chateau d'Yquem. Mit dem Erlös taten sie dann etwas, das für eine passionierte Winzerfamilie nur logisch erscheint: Sie gründeten ein neues Weingut. Dank der üppigen Finanzspritze statteten sie die neue Wirkungsstätte im Toro, Teso La Monja, mit der feinsten und modernsten Kellertechnik aus. Zudem konnten sie sich Weinberge sichern, die noch wurzelechte – also nie von der Reblaus befallene – Reben mit einem Durchschnittsalter von über 50 Jahren beheimaten. Klingt traumhaft? Ist es auch. Bereits der erste Jahrgang (2007) von Teso La Monja war der Beweis dafür, dass das neue Projekt in exakt die richtige Richtung geht. Aber wie häufig bei Neugründung eines Weingutes, nahm die Qualität in den ersten Jahren noch ein wenig zu, so ist der Victorino aus dem Jahre 2009 meine Meinung nach der bisher beste . Auf den ersten Blick bietet Teso La Monja ein ähnliches Angebot wie Numanthia Termes: Einen Einstiegswein, der bei Teso La Monja "Almirez" heißt und bei Numanthia "Termes", einen Topwein namens "Victorino" bzw. "Numanthia" und einen Highend-Wein namens "Alabaster" respektive "Termanthia". Alle Weine zu 100% aus Tinta de Toro , einem Urtyp von Tempranillo , produziert. Doch der Unterschied in der Weinstilistik könnte kaum krasser sein. Der besonders populäre "Numanthia" ist in Jugendjahren in der Regel ein tanninschwangeres Urviech mit massigem Körper und dunkler Aromatik. Der Victorino kommt dagegen geradezu leichtfüßig daher. Und bitte nicht falsch verstehen, denn der Victorino ist ebenfalls ein "Pfundswein", nur eben eleganter und irgendwie präziser. Ein "Numanthia" tritt auf wie ein Elefant im Porzellanladen, reißt alle Sinne an sich und rüttelt und schüttelt den Gaumen. Der "Victorino" hingegen verführt mit überraschendem Charme, herrlicher Frucht und einem so eleganten Gaumenauftritt, dass der nicht enden wollende Abgang geradezu erschreckend wirkt. In der Nase möchte man sich verlieren, das Glas am liebsten gar nicht mehr abstellen – es sei denn es gibt einen Nachschlag. Auch wenn die heutige Empfehlung durchaus "Jungwein-Eigenschaften" besitzt, ist es toll einen Wein dieser Güte jetzt schon so sehr genießen zu können und sich nicht mit einem Trinkfenster "2030+" konfrontiert sieht. Und das heißt keineswegs, dass der "Victorino" schlecht reifen wird, im Gegenteil: Den "Victorino"  kann man weiter liegen lassen, einen jungen "Numanthia"  muss man aus meiner Sicht reifen lassen – es sei denn man steht auf diese Art grobschlächtige Weine. Seine Eleganz und Harmonie sorgte wahrscheinlich auch dafür, dass der Wein im aktuellen Guia Peñín nicht nur den "Numanthia" abhing, sondern sich auch gegen den "Termanthia" (150,- EUR) und sogar gegen seinen großen Bruder "Alabaster" (135,- EUR) durchsetzen konnte. Das DO Toro wird zum einem durch den Fluss Duero (in Portugal "Duoro") mikroklimatisch beeinflusst, zum anderen beeinflusst auch der Atlantik das Klima der Gegend. Wie in so vielen, hochpotenten Weingegenden lässt auch im Toro-Gebiet der rasche Wechsel zwischen heißen Tagestemperaturen und frostigen Nächten (bis zu 30˚C Unterschied) die Reben alle Kräfte mobilisieren. Glücklicherweise wird dieser Stress durch die großen, wärmeabstrahlenden Kieselsteinen bei Teso la Monja nur sehr langsam an die Pflanzen weitergegeben und so werden Schäden an dem Rebmaterial praktisch ausgeschlossen. Die Ernte für den 2009er "Victorino" erfolgte ausschließlich per Hand und dank strenger Selektion wurden nur maximal 1,5 Tonne Trauben pro Hektar für die Weinherstellung geerntet. Die Vinifizierung erfolgte traditionell: Die Beeren wurden zu 100% entrappt und während der Fermentation dreimal täglich fußgepresst. Anschließend kam der Wein 18 Monate in neue, französische Eichenfässer. Eine Tatsache, die man dem Wein in keiner Weise anmerkt, denn er ist praktisch frei von typischen Holzaromen. Aber genug der Informationen. Ich wünsche jedem Leser, das diesjährige Weihnachtsfest mit diesem Wein begehen zu können. Bei Bestellungen bis zum 20.12. garantiert der empfohlene Händler eine Lieferung bis zum Fest, so besteht also noch durchaus etwas Bedenkzeit. Aus meiner Sicht ist diese aber nicht notwendig. Zwei bis drei Fläschchen sollten Sie sich mindestens für einen Eigenversuch ins Haus holen. Ich würde mich sehr wundern, wenn Sie den Wein für zu teuer hielten. Ich wünsche Ihnen – ob mit oder ohne "Victorino" – eine geruhsame Weihnachtszeit und schöne Tage mit Ihren Lieben. Einen guten Rutsch wünsche ich Ihnen zunächst noch nicht, denn ich habe da noch etwas "vorbereitet". 2009 Teso la Monja "Victorino" (Rotwein, Spanien) Auge: Leuchtendes Purpur. Nase: Kirschen, Himbeeren, Veilchen, Gewürze, nasse Steine und etwas Rhabarber. Gaumen: Frisch und sehr klar am Gaumen. Aromen von dunkeln und roten Früchten sowie florale Anklänge. Im Abgang mittellang mit sehr angenehmen Mineralität. Sonstiges: Besteht aus 100% Tinta de Toro. Bei 16˚ bis 18˚ C zu trinken. 96 Punkte (Quelle der Bewertung: Guia Peñín 2012 / Quelle der Verkostungsnotiz: Der Weinlakai) Meine Einkaufsempfehlung: Silkes Weinkeller 29,80 EUR/Fl. (5,40 Versandkosten, ab 120 EUR frei) Hier klicken! Stand: 13.12.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

Toskana
Toskana
Spitzenwein und Architekturrevolution

Fasskeller, die wie Amphitheater aussehen, Produktionshallen, prchtig wie Kathedralen - die Winzer in der Toskana setzen sich mit spektakulren Bauten nach den Entwrfen berhmter Architekten in Szene.

stern-Weinverkostung
stern-Weinverkostung
Wir schmecken deutsch

Prost, Heimat! Studenten der Wein-Uni Geisenheim haben das Beste verkostet, was deutsche Winzergenossenschaften 2010 in Flaschen gefllt haben. Ergebnis: ein idealer Jahrgang fr frhliche Sommergre.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Álvaro Palacios für Einsteiger!

2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Es ist bereits der vierte Wein aus der spanischen Rebsorte Mencía, den ich meinen Lesern seit dem Weinlakai Start im Januar 2008 empfehle. Hierbei deckten die Weine fast das gesamte Preisspektrum ab: von 9,95 EUR bis hin zu 69,95 EUR pro Flasche. Überraschenderweise stellten die Weine für ihren Preis immer einen exzellenten Gegenwert dar. Heutiger Wein von Kult-Winzer Palacios stellt keine Ausnahme dar. Aus meiner Sicht überflügelt der 2009er "Pétalos" sogar den in Vergangenheit empfohlenen " Vico ", der preislich deutlich über dem heutigen Wein lag und ebenfalls 93 Punkte erhielt. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Álvaro Palacios stammt ursprünglich aus einer renommierten Winzerfamilie im Rioja . Hier hätte er sich ins gemachte Nest setzen können, doch stattdessen ging er seinen eigenen Weg. Er studierte Önologie in Bordeaux und lernte anschließend sein Handwerkszeug bei keinem geringeren als Pierre Moueix, dem Winemaker des wohl legendärsten Bordeaux-Weingutes, Château Petrus. 1989 kehrte er nach Spanien zurück und gründete sein eigenes Weingut im Priorat . Damals hatte die Gegend südlich von Barcelona noch keinerlei Renommee. Seit der fast vollständigen Vernichtung der Rebflächen durch die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts, wurden im Priorat nur wenige, sehr einfache Weine produziert. Álvaros Palacios sorgte gemeinsam mit anderen, heute ebenfalls wohl bekannten Winzern (z.B. Rene Barbier), für den großen Umschwung. Àlvaro Palacios’ Ziel als Winzer war es von Anfang an Weine zu produzieren, die eine Kombination eines unendlich eleganten Château Petrus und eines sonnenverwöhnten Grange des australischen Weinguts Penfolds sind. Die Stilistik seiner Weine beweisen, dass er diesem Anspruch treu geblieben ist. Er produziert Weine, die harmonisch und leichtfüßig daherkommen, aber auch fruchtbetonte Konzentration und Vollmundigkeit besitzen. Diese Kombination spricht fast jeden Typus von Weintrinker an, denn bei solchen Weinen spielt der Spaßfaktor eine zentrale Rolle. Heute gehört Àlvaro Palacios zu der "neuen Generation" von spanischen Winzern. Mit Kollegen wie Peter Sisseck von Pingus im Ribera del Duero setzen seine Weine Qualitätsstandards und ernten weltweit höchste Bewertungen. Allerdings strapazieren diese Weine auch den Geldbeutel: So kostet z.B. der ultrarare Priorat-Kultwein "L’Ermita" in manchen Jahren um die 1.000 EUR pro Flasche. Mittlerweile ist Palacios auch in dem nordwestspanischen DO-Bereich Bierzo aktiv und produziert hier aus der seltenen Rebsorte  Mencía u.a. die heutige Empfehlung Pétalos. Die 60-100 Jahre alten Reben liefern nur noch geringe Erträge, doch sind diese von besonderer Qualität. Neben modernen Vinifizierungsmethoden ist es fast selbstverständlich, dass auch der heute empfohlene Wein nach biodynamischen Grundsätzen angebaut wurde, eine strenge Selektion erfolgte und die Arbeit im Weinberg ausschließlich per Hand erfolgt. Der Wein zeigt eine tolle, florale und rotbeerige Frucht, die durch ihre mineralische Frische überzeugt. Sie setzt einen wichtigen Konter zu dem üppigen Körper und der komplexen Konzentration des Weines. Auch Holz kommt nur feinfühlig zum Einsatz und so verbrachte der Pétalos lediglich vier Monate in französischer Eiche. Der Pétalos ist zwar der "Einstiegswein" von Palacios, doch sprechen u.a. die erst diesen Monat verliehenen 93 Punkte vom Wine Spectator eine andere Sprache. Obwohl der Wein nur knapp 14,- EUR kostet (im 5+1-Paket sogar weniger als 12,-), führt er eindrucksvoll vor, was passiert, wenn die Fähigkeiten von Àlvaro Palacios auf die Rebsorte Mencía trifft. Man kann von Glück sagen, dass weder diese Rebsorte noch das Anbaugebiet Bierzo bereits sonderlich bekannt sind, anderenfalls wäre ein solcher Wein nicht unter 30,- EUR zu haben. Und selbst dann würde ich persönlich den Kauf in Erwägung ziehen. Nicht nur weil er schon jetzt, Verzeihung, schweinelecker ist, sondern auch weil ich überzeugt davon bin, dass der Wein in 2-3 Jahren noch besser sein wird. Es ist einmal mehr ein Wein, der vielen Gaumen eine neue Erfahrung bringen dürfte. Eine ganz besonders positive noch dazu. Für alle Leser, die bereits einen Mencía in Vergangenheit gekauft haben, gibt die heutige Empfehlung eine hervorragende Möglichkeit eines Vergleichs. Natürlich lautet hierbei mein Rat, eine solche Verkostung unbedingt blind durchzuführen. Eines möchte ich noch hinzufügen, auch wenn es mit der Weinqualität nichts zu tun hat: Normalerweise macht mich eine schöne Flasche eher skeptisch, da ich schon häufig erfahren musste, dass eine aufwendig gestaltete Hülle über Defizite des Inhalts hinwegtrösten sollen. Nicht so beim Pétalos. Er kommt in einer wunderschönen Flasche daher, das Etikett ist edel gestaltet, und selbst die Kapsel zeugt von besonderem Design (Ein Klick auf das Foto der Flasche zeigt eine größere Abbildung). Ja, so macht der Wein sogar noch mehr Spaß! 2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Auge: Dunkles Lila. Nase: Komplexe Aromen von wilden Beeren, frischen Kräutern und Rauch mit schöner Mineralität . Gaumen: Dicht und harmonisch mit gut integrierter Frucht. Frischer Blumenduft und viele Beeren im lang anhaltenden, durch etwas bittere Tannine geprägten Abgang. Sonstiges: Besteht aus 100% Mencía . Bis 2018 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Spectator "Advance", Thomas Matthews, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Vinogusta (Wein ab 10.10.11 wieder lieferbar) 13,90 EUR/Fl. (Versand: 5,90 EUR, ab 75,- EUR frei Haus) 5+1-Paket: 69,50 EUR inkl. Versandkosten (11,58 EUR / Fl. – wird beim Kauf von 6 Flaschen automatisch kalkuliert) Hier klicken! Stand: 05.10.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

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