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Hat er Weine befreundeter Großhändler besonders freundlich bewertet? Robert Parker gilt als bekanntester Weinkritiker, dessen Urteil den Preis einer Flasche vervielfachen kann. Doch nun wirft seine ehemalige Mitarbeiterin Hanna Agostini ihm Schlamperei und Vetternwirtschaft vor.
2010 Michel Gassier "Cercius" (Rotwein, Frankreich) Ich wünsche allen Lesern einen guten Start in das neue Jahr und bin davon überzeugt mit der heutigen Empfehlung dazu positiv beitragen zu können. Der "Cercius" stammt vom Winzertalent Michel Gassier, der ihn für den US-Importeur Eric Solomon exklusiv für den amerikanischen Markt vinifizierte. So können wir uns glücklich schätzen, dass ein deutscher Händler eine kleine Charge davon "abzweigen" konnte. Der Wein erhielt von Robert Parker (persönlich) 93 Punkte und ist dennoch für nur 9,95 EUR/Fl. zu haben. Mr. Parker vergleicht diesen Côtes du Rhône mit einem Châteauneuf-du-Pape und resümiert: "Wow, is this an exciting wine!". Der Weinlakai hat den Wein verkostet und ist ebenfalls beeindruckt. Insbesondere die Aromavielfalt und die tolle Extraktsüße haben mich restlos begeistert. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Der "Cercius" stammt aus dem AOC Côtes du Rhône , genauer sagt aus der Gegend rund um Visan , ca. 40 km nördlich des Châteauneuf-du-Pape . Aber nicht nur die geographische Nähe zu dem prestigeträchtigen Nachbarn stützt den Vergleich von Robert Parker. Der "Cercius" besteht zudem aus den Rebsorten, die auch in den meisten Châteauneufs entscheidene Rollen spielen: Syrah und Grenache . Das rotfruchtige Aromaprofil der heutigen Empfehlung hat außerdem die typische Untermalung von provenzalischen Kräutern und Gewürzen ? ein typischer Einfluss der südfranzösischen Garrigue . Michel Gassier versucht mit seinen Weinen die Rebsorten und das Anbaugebiet so authentisch wie möglich zu präsentieren. Er greift so wenig wie möglich in die natürlichen Abläufe ein und handelt so im wahrsten Sinne des Wortes "naturnah". Der "Cercius" ist ein perfektes Beispiel dafür. Es ist ein unverfälschter Wein, der nicht künstlich auf Fülle, Tannine oder andere Attribute getrimmt wurde, die angeblich einen Herrn Parker besonders handzahm stimmen. Er ist also keine "Wuchtbrumme", aber dafür ein Wein, der puren Hedonismus ausstrahlt: Fruchtaromen zum Verlieben und eine Unkompliziertheit, die den Wein wunderbar süffig macht. Und diese Eigenschaften machen den Wein keineswegs "einfach", denn er strotzt von Persönlichkeit und fordert entsprechende Aufmerksamkeit ein. Diese spendet man ihm aber gerne, da er den Gaumen schmeichelt und nicht etwas anstrengt. Diese Zugänglichkeit hat der Wein aber sicher auch durch den sechsmonatigen Reifeprozess in Beton. Im Gegensatz zum Holzausbau, werden hier weder Fremdaromen noch Tannine an den Wein abgegeben. Zudem kommt der Wein durch die poröse Struktur von Beton mit mehr Sauerstoff in Kontakt. Ergebnis ist ein aromatisch sehr offener Wein, der trotzdem ein gutes Alterungspotenzial aufweist. Die bis zu 80 Jahre alten Reben für den "Cercius" wachsen auf knapp 400 Metern Höhe und werden durch den Mistral sehr stark beeinflusst. Der Wind sorgt für ein besonderes Mikroklima, das den Wein sowohl vor zu großer Hitze im Sommer bewahrt als auch Schutz in kalten Nächten bietet. Die Weinstöcke werden wegen dieses Windes auch speziell beschnitten, um dem teils sehr heftigen Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. So sind die Reben der Gegend meist robuste, dicht über dem Boden "hockende" Pflanzen, die besonders widerstandsfähig sind. Auf den heutigen Wein wirkte der Mistral sogar namensgebend, denn der lateinische Name dieses Nord-Nordwest-Windes ist "Cercius". Meine Stammleser dürften schon lange wissen, dass ich einen gewissen Faible für Grenache-Syrah-Cuvées aus Südfrankreich habe. Doch liegt dies nicht an einer persönlichen Vorliebe, sondern vielmehr an der Tatsache, dass von hier sehr viele gute Weine mit unfassbar gutem Preis-/Leistungverhältnis stammen. Der "Cercius" ist in diesem Zusammenhang ein Paradebeispiel. Für knapp 10,- EUR einen Wein zu erhalten, der sich auf Châteauneuf-du-Pape ähnlichem Niveau bewegt, ist wirklich erstaunlich. Daher rate ich allen Lesern sich für das kommende Jahr ausreichend zu bevorraten, denn solche Schnäppchen sind auch bei dem Weinlakai nicht an der Tagesordnung. Und nur am Rande sei erwähnt, dass es sich um eine besonders schön gestaltete Flasche handelt. 2010 Michel Gassier "Cercius" (Rotwein, Frankreich) Auge: Intensives, tiefes Rubinrot mit violetten Nuancierungen. Nase: Schwarzer Himbeerlikör, gemischt mit Süßkirschen, Lakritz, Pfeffer und provenzalischer Lavendel. Gaumen: Rund, großzügig, opulent und ungestüm. Sehr intensiv im langen Abgang. Sonstiges: Besteht aus 85% Grenache und 15% Syrah. Bis 2015 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Juni 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Karl Kerler Weinimporte 9,95 EUR/Fl. (zzgl. 6,- EUR Versandkosten, ab 60,- EUR frei Haus) Pauschales 6er-Paket: 62,50 EUR Pauschales 12er Paket: 115,- EUR AUSVERKAUFT! Stand: 24.01.2012 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
2009 Château de Segries Clos de l'Hermitage (Rotwein, Frankreich) +++ AUSVERKAUFT +++ Fast exakt zwei Jahre sind vergangen seitdem ich diesen Wein aus Côtes du Rhône als 2007er-Jahrgang empfohlen habe. Der Artikel ist hier zu lesen. Die damals verfügbaren 100 Kisten sowie 50 zusätzlich beschaffte 6er-Pakete waren im Nu ausverkauft. Kein Wunder, denn der 2007er war und ist großartig. So ist es für mich eine besondere Freude, heute den Jahrgang 2009 erneut meinen Lesern vorstellen zu können. Insbesondere, da ich den 2009er Clos de l'Hermitage dem 2007er sogar vorziehe. Wieder gibt es den Wein von Ex-Formel1-Fahrer Jean Alesi in der Original-Holzkiste, und trotz Preiserhöhung des Châteaus über die letzten zwei Jahre müssen die Weinlakai-Leser bei dem genannten Händler keinen Cent mehr als zuvor bezahlen. Und alle Leser, die langsam das Gefühl bekommen, der Weinlakai empfehle nur noch 6er-Pakete, täuschen sich. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Direkt zum beliebten Punktethema: Den 2007er Clos de l'Hermitage bewertete Robert Parker mit 94 Punkten und der heutige Wein erhielt 93. Warum mir der 2009er trotz dieser leicht geringeren Bewertung seitens des Weinpapstes besser gefällt, zeigte ein blind durchgeführter Vergleichstest zwischen den Jahrgängen 2007, 2008 und 2009. Diese Jahre im südlichen Rhône-Tal wurden vom Wine Spectator mit 95 (2007), 88 (2008) und 93-96 (2009) Punkten bewertet, und so hatte ich bereits eine gewisse Erwartungshaltung. Der Wein in Glas 1 war ein wahrer Bolide mit recht ungezügelten, leicht bitteren Tanninen und einem sehr druckvollem Abgang mit komplexer Aromatik. Der Wein in Glas 2 wirkte deutlich frischer, fruchtbetonter und vor allem balancierter, aber ohne Komplexität vermissen zu lassen oder im Abgang deutlich kürzer zu sein. Dem Wein im Glas 3 fehlte es im Vergleich zu den anderen Kandidaten an allen Ecken und Enden. Er wirkte geradezu wässrig und war zu stark von seiner eindimensionalen Frucht dominiert. Wein 1 musste 2007 sein, denn der gesamte Jahrgang steht für fette, alterungsfähige Weine. Nun hoffte ich sehr, dass Wein Nummer 2 der 2009er war, da er mir mit Abstand den schönsten Trinkgenuss bot. Wein 3 würde ich wohl kaum meinen Lesern empfehlen können. Meine Vermutungen wurden bestätigt und ich muss sagen, dass ich insbesondere den Vergleich zwischen 2007 und 2009 als sehr aufschlussreich empfand. Der hoch gelobte 07er ist zwar sehr körperreich, doch wirkt er derzeit etwas unharmonisch. Die Tannine sind zu bitter und auch der Alkohol scheint nicht sehr gut eingebunden zu sein. Bei meiner Verkostung vor zwei Jahren hatte der Wein zwar auch das Prädikat "zu jung" verdient, doch war er damals deutlich fokussierter. So ist der jetzige Eindruck sicher nur die Momentaufnahme eines klassischen Reifeverlaufs: Eine zugängliche Fruchtphase zu Beginn und dann bis zur eigentlichen Reife ein Wechselspiel zwischen verschlossenen, unbalancierten, aber auch wieder attraktiven Phasen. Daher mein Rat an alle Besitzer der 2007er: Lassen Sie ihn noch mindestens zwei Jahre im Keller schlummern. Beim Kauf des 2009er lohnt allerdings der blind durchgeführte Vergleich. Aber genug zu dem 2007er und mehr zu der aktuellen Empfehlung. Der 2009er Clos de l?Hermitage profitierte von recht kühlen Nächten im August, die den Säuregehalt der Trauben auf einem perfekten Niveau hielten. Der Wein ist zwar keinesfalls säuerlich, doch wirkt er eben nicht zu überladen oder alkoholisch. Für einen solch jungen Wein wirkt er überraschend leichtfüßig und elegant. Der lange Abgang mit der tollen Kräuter- und Gewürz-Komplexität überrascht förmlich, da man aufgrund der Feinheit einen eher schlanken Wein vermuten könnte. Dass Robert Parker dem 09er im Vergleich zu dem 2007er einen Punkt weniger gibt, stützt leider das Klischee, er würde fette, extraktreiche Weine den etwas grazileren Vertretern vorziehen. Für mich ist der zwei Jahre jüngere Wein zum jetzigen Zeitpunkt die deutlich bessere Wahl. Man sollte sich allerdings im Klaren sein, dass man diesen Wein zwar noch viele Jahre lagern kann, es aber sehr schwer fallen wird, die Finger von diesen leckeren Fläschchen zu lassen. Die Stilistik des Weines ist deshalb so attraktiv und zugänglich, da sie eine Kombination eines sehr internationalen Stils mit der klassischen Provence-Typik ist: Auf der einen Seite herrliche Aromen von Brombeere, Cassis und Lakritz, auf der anderen Seite der schöne Garrigue -Duft von Lavendel, Kräutern und Kirsche. Die Weinberge des Château Segries, auf dem der Clos de l'Hermitage wächst, sind insgesamt nur vier Hektar groß. Per Hand wurden hier die Trauben für den 2009er geerntet und pro Hektar ergaben sich hieraus 40 Hektoliter Most. Ein Wert, der von strenger Selektion zeugt. Die Maische blieb dann 21 Tage lang mit den Schalen in Kontakt, um möglichst viel Extrakt und Aroma aufzunehmen. Anschließend wurde der Wein 11 Monate in Eichenfässern ausgebaut, die zu 25% neu waren. Ich empfehle den Kauf dieses Weines nicht nur den Lesern, die vor zwei Jahren leer ausgegangen waren, sondern auch den stolzen Besitzern des Clos de l'Hermitage aus 2007. Es wird sicher spannend, das Leben dieser beiden Weine parallel zu verfolgen. Mir ist bewusst, dass 100,- EUR eine gewisse Investition darstellen, doch erhält man dafür nicht nur einen ganz besonders guten, sondern auch einen raren und in Deutschland schwer erhältlichen Wein ? einmal von dem fantastischen Ritual des Öffnens einer Holzkiste mit Wein ganz abgesehen. Bitte beachten Sie, dass Sie den Wein jetzt schon ordern können, er aber erst in der Woche ab dem 12.09.11 in die Auslieferung geht. 2009 Château de Segries Clos de l'Hermitage (Rotwein, Frankreich) Auge: Dichtes Rubinrot/Violett. Nase: Schwarzer Trüffel, Brombeeren, Cassis, Lakritz, subtiler Grillrauch und Noten von Graphit. Gaumen: Gewürze, Kräuter, Lavendel und Kirschwasser. Körperreich, reichhaltig und kraftvoll im Abgang. Sonstiges: Besteht aus gleichen Teilen von Syrah, Grenache und Mourvedere. Bis mindestens 2016 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Juni 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Lehmkuhl Feine Weine 100,- EUR für 6 Flaschen in der Original-Holzkiste inkl. Versand Zuteilung nach "first come, first serve" Prinzip (Entspricht 15,- EUR/Flasche und 10,- EUR Versandkosten) Ab KW 37 (12.09.-) lieferbar! Ausverkauft! Stand: 31.08.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
Er wird als "Weinpapst" bezeichnet und seine Bewertungen entscheiden häufig über das Schicksal von Weingütern und ganzen Regionen. Diese extreme Macht muss einem nicht gefallen, doch hat sich Robert Parker dieses Renommee über die letzen 30 Jahre durch das hohe Niveau seiner Weinbewertungen redlich verdient. Weinlakai-Leser haben nun die Möglichkeit Fragen zu formulieren, die Robert Parker im Rahmen eines Interviews beantworten wird. Und so können Fragen eingereicht werden: Ein Klick auf diesen Link führt in ein speziell eingerichteten Bereich im Weinlakai-Forum. Hier kann jeder Leser (nach kurzer Registrierung) seine Fragen formulieren. Da ich nur eine gewisse Anzahl von Fragen stellen darf, werde ich am 05. Mai 2010 einige der Fragen auswählen. Das fertige Interview wird dann voraussichtlich Mitte Juni erscheinen.
2010 Château Pesquié Cuvee des Terrasses (Rotwein, Frankreich) Es hört sich verrückt an: 94 "echte" Parker- Punkte für schlappe 7,95 EUR. Und in der Tat ist das Preis-/Leistungsverhältnis dieses Weines aus der südfranzösischen Appellation Côtes du Ventoux mehr als gut. Das "Cuvee des Terrasses" von Pesquié ist zudem ein alter Bekannter des Weinlakais, denn in der Vergangenheit empfahl ich bereits den 2007er. Damals noch einen Euro günstiger und mit 91 Punkten dekoriert, machte der 2007er bereits deutlich, dass dieser Wein auf die "Watchlist" für jeden Weinschnäppchen-Jäger gehört. So unterstütze ich die folgende Aussage von Robert Parker über das Weingut zu 100%: "... one of my all-time favorite producers in France". +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Natürlich muss man die 94 Punkte als "among its peers" verstehen: Wie schon häufig erwähnt, legt Parker die Punkteskala immer in Bezug auf direkt vergleichbare Weine neu an. D.h. der heute empfohlene Wein wird gegen andere Weine der Region und des selben Jahrgangs bewertet. Dies bedeutet, dass z.B. ein topklassifizierter Bordeaux, der 94 Punkte erhalten hat, die heutige Empfehlung wohl überflügeln würde. Nur habe ich meinen Lesern bereits andere Weine von der südlichen Rhône empfohlen, die deutlich unter 10,- EUR kosteten und bereits mit 90 Punkten einen tollen Gegenwert boten. So ist heutiger Wein ein phänomenales Angebot oder wie Parker sagen würde: "a phenomenal bargain" und weiter ausgeführt "it is absolutely stunning, and the best one they have made to date...". Der Wein bietet aus meiner Sicht alle Attribute, die man sich von einem guten Südrhône-Saft erhofft: Intensive, rotbeerige Frucht, die durch genügend Säure frisch wirkt, in Kombination mit einem dermaßen lang anhaltenden Eindruck am Gaumen, dass man das Gefühl gewinnt, in einer völlig anderen Preisklasse unterwegs zu sein. Natürlich hat der 2010er noch etwas "unkultivierte" Tannine, doch ist für mich besonders das Wechselspiel zwischen betörender und teils würziger Primärfrucht und dem mundfüllenden Volumen ein wunderbares Trinkerlebnis. Das Preis-/Punkteverhältnis einmal ausgeklammert, ist dieser Wein eine mehr als sichere Bank für jeden Weinliebhaber. Er ist auf der einen Seite unkompliziert, da er einfach zu "verstehen" ist, und auf der anderen Seite bietet er genügend Komplexität und Intensität, um sich auch noch auf die zweite, dritte und x-te Flasche zu freuen. Daher unbedingt kaufen. Die Appellation Côtes du Ventoux liegt östlich von Châteauneuf-du-Pape im südlichen Rhône-Gebiet Frankreichs. Auf den Hanglagen des 1.912 Meter hohen Mont Ventoux werden sowohl Rot- als auch Weiß- und Roséweine angebaut. Die roten und roséfarbenen Weine werden zumeist aus den traditionellen Reben der Region Carignan, Cinsaut, Gamay, Grenache, Mourvedre und Syrah hergestellt ? häufig in einem Verschnitt dieser Sorten. Eine Ähnlichkeit zu Côtes-du Rhône -Weinen ist dadurch nicht zu bestreiten. Die Appellation Côtes du Ventoux existiert erst seit 1973 und ziemlich genau zu dieser Zeit erwarben Odette & René Bastide das Château Pesquié. Seit 2003 ist nun mit Alexandre & Frédéric Bastide die 3. Generation am Werke. Sie setzen den hohen Qualitätsanspruch ihrer Familie konsequent fort und konnten sich so zu einem der besten Weingüter der Appellation Côtes du Ventoux entwickeln. Das Château Pesquié bekennt sich konsequent zur nachhaltigen Arbeit im Weinberg. Die Entwicklung der Reben wird ausschließlich durch organischen, auf Humus basierendem Dünger verbessert und das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Tieren, die diese Schädlinge fressen, wird stets gewahrt. Die Reben des Weinguts sind im Schnitt stolze 35 Jahre alt und gedeihen in einer enormen Dichte von 4.500 Rebstöcken pro Hektar. Hierdurch wird die Nährstoffkonkurrenz maximiert, die Reben wurzeln sehr tief und sorgen so für eine besonders fokussierte bzw. hochwertige Versorgung der Stöcke. Denn es gilt im Weinberg die Regel, dass überversorgte bzw. "glückliche" Reben zu wenig Komplexität entwickeln und nur Reben, die um Nährstoffe kämpfen müssen, außerordentliche Qualität produzieren. Natürlich geht diese Rechnung nur auf, wenn man konsequent im Weinberg arbeitet. Kontinuierlich werden bei Pesquié Maßnahmen durchgeführt, die dafür sorgen, dass nur Trauben reifen dürfen, die bereits sehr früh eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Vereinfacht ausgedrückt, werden alle anderen Trauben bereits im "Babyalter" vom Stock entfernt, um zu vermeiden, dass diese "Schwächlinge" eine Nährstoffkonkurrenten für die Vorzeigetrauben darstellen. Hart, aber gerecht... zumindest im Sinne der Weintrinker ;-) Auf Château Pesquié werden die zwei Rotwein-Rebsorten angebaut, die im gesamten Rhônetal am populärsten sind: Grenache, der König der südlichen Rhône (fast 40% der Rebfläche) , und Syrah, der König der nördlichen Rhône (über 30% der Rebfläche). Im "Cuvee des Terrasses" kommen 70 % Grenache und 30 % Syrah zum Einsatz. Die Trauben werden gepresst und dann von den Stengeln befreit. Die Mazeration, also der Schalenkontakt der Maische, betrug bei dem 2010er ca. 15 Tage, um ein optimales Aroma und eine kräftige Farbe zu gewährleisten. Ca. 35 % des Weines wurde in zwei bis vier Jahre alten Eichenfässern ausgebaut und der Rest in großen Eichen-Fudern für jeweils ein Jahr ausgebaut. 2010 Château Pesquié Cuvee des Terrasses (Rotwein, Frankreich) Auge: Dichtes Blau-Violett Nase: Noten von süßen Heidelbeeren, Schwarzkirschbrand, Lakritz, Weihrauch und Anklängen von heißen Steinen . Gaumen: Erstaunliche Textur, Saftigkeit und wunderbare Fruchtintensität. Lebhafte Reinheit und energischer, langer und frischer Abgang, der länger als 30 Sekunden anhält. Sonstiges: Besteht aus 70% Grenache und 30% Syrah. Bis 2015 zu trinken. 94 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Weinpalais (1.800 Fl. sofort verfügbar) 7,95 EUR/Fl. (Versand: 5,50 EUR) 12er Paket frei Haus (95,40 EUR). Achtung: Versandkosten werden zunächst ausgewiesen, dann aber nicht in Rechnung gestellt. AUSVERKAUFT Stand: 24.10.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.
2007 Domaine de la Mordorée Lirac "La Dame Rousse" (Rotwein, Frankreich) Auch die abschließenden Bewertungen in der neuesten Ausgabe des Wine Advocate machen deutlich, für wie groß Robert Parker den Jahrgang 2007 an der südlichen Rhône hält. 10 Weine erhalten die perfekten 100 Punkte, 73 Weine erhalten 95 Punkte oder mehr. Zum Vergleich: der als legendär eingestufte Bordeaux-Jahrgang 2005 brachte die 100 Punkte nur zweimal hervor. Ein solch guter Jahrgang hat den Vorteil, dass auch viele günstige Weine eine sagenhafte Qualität mitbringen. Die heutige Empfehlung beweist dies mehr als eindrucksvoll. Parker schreibt über die rothaarige Dame: "This layered, full-bodied Lirac could easily pass for a Châteauneuf-du-Pape priced twice as high". Die heutige Einkaufsquelle rundet das Bild ab: Der Händler versendet an alle Erstbesteller kostenfrei und bietet zudem eine 11+1-Aktion. Die heutige Empfehlung wurde mit 92 Parker-Punkten ausgezeichnet, doch bitte ich diese Bewertung ausdrücklich als "among its peers" zu betrachten. Robert Parker vergibt seine Punkte immer im direkten Vergleich zu Weinen aus selbem Gebiet und selbem Jahrgang. Vor diesem Hintergrund handelt es sich quasi um 92 Punkte auf besonders hohem Niveau. Für mich hat der Wein definitiv das Zeug zu 93-94 Punkten. Der aus 40 Jahre alten Reben gewonnener "Dame Rousse" stammt aus Lirac , einer Appellation westlich von Châteauneuf-du-Pape . Der Boden, auf dem der Wein hier wächst, ist typisch für die Region: er ist übersät von großen Kieselsteinen, die das Wasser hervorragend an die Erde weitergeben, als perfekte Wärmespeicher dienen und zudem für eine gewisse Mineralik im Wein sorgen. Die Domaine Mordorée ist ein vergleichsweise großer Betrieb, der auch Weine in Châteauneuf-du-Pape und der Rosé-Domäne Tavel produziert. Die Grenache- und Syrah-Trauben für den "Dame Rousse" wurden auf einer Fläche von 22 Hektar angebaut und durch strenge Handselektion erreichte man einen Ertrag von nur 40 Hektoliter pro Hektar. Zum Vergleich: die "Grossen Gewächse" aus Deutschland dürfen pro Hektar maximal 50 Hektoliter erzielen. Auch dem Vinifikationsprozess wurde höchste Aufmerksamkeit geschenkt. Die Trauben wurden zunächst von allen Stengeln befreit ("destemmed") und hatten anschließend während der Maischegärung 30 Tage lang Schalenkontakt (" Mazeration "). Auf diese Weise gelangen besonders viele Farb- und Aromastoffe der Schalen in den Wein. Auch im Lirac wird klar vorgegeben aus welchen Rebsorten die Weine bestehen dürfen. So müssen in Rotweinen mindestens 40% Grenache und mindestens 25% Syrah enthalten sein. Auf diese Weise sollen die Typizität der Weine und die Tradition der Region erhalten bleiben. Der "Dame Rousse" enthält von beiden Rebsorten je 50% und entspricht somit diesen Vorgaben. Man möchte sich in Anbetracht der erzielten Qualität des Weines auch keinesfalls beklagen. Der Wein verbindet die rotbeerige Frische eines Grenaches mit der wunderbaren Würze eines Syrahs. Ich kann mich nur wiederholen: Weine dieser Art sollte man in rauen Mengen einkaufen, denn sie bieten jetzt, und mindestens in den nächsten 5 Jahren, höchsten Trinkgenuss. Der überragende Jahrgang 2007 garantiert zudem eine Qualität, die in der Preiskategorie eines "Dame Rousse" nur schwer zu finden ist. 2007 Domaine de la Mordorée Lirac "La Dame Rousse" (Rotwein, Frankreich) Auge: Dichtes Violett. Nase: Cassis, zermahlene Steine, Veilchen, Kräuter und Lakritz. Mund: Vielschichtig und körperreich mit roten Fruchtaromen und schöner Extraktsüße. Sonsti ges: Besteht aus je 50% Grenache und Syrah. Bis 2014 zu trinken. Mindestens 1 Stunde dekantieren. 92 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Oktober 2009) Meine Einkaufsempfehlung: Vinea 12,60 EUR/Fl. (Versand für Erstbesteller kostenfrei, sonst 8,50 EUR) 11+1 Aktion. Kumuliert dann 11,55 EUR/Fl. Bitte Aktionscode "stern2009" eingeben. AUSVERKAUFT! Stand: 10.12.2009. Nur solange der Vorrat reicht. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
2009 Xavier Vins Côtes-du-Rhône (Rotwein, Frankreich) +++ BITTE NEHMEN SIE AN EINER KURZEN WEINLAKAI-UMFRAGE TEIL +++ Das komplette Sortiment von Xavier Vins verkostete Robert Parker im Oktober letzten Jahres. 86-95 Punkte erhielten die neun Weine des Neuaufsteigers von der südlichen Rhône. Angelockt von dieser hervorragenden Quote, machte sich der Weinlakai daran, für seine Leser den Preis-Leistungssieger zu eruieren. Dabei ist er auf einen Côtes-du-Rhône gestoßen, der durch seine wunderschöne Charakteristik von roter Frucht und Gewürznoten an einen hochwertigen Châteauneuf-du-Pape erinnert. Kein Wunder, so besteht der Wein doch aus Anteilen von Grenache (60%), Mourvèdre (20%), Carignan (10%) und Syrah (10%) ? nicht nur die typischen Rebsorten der angesprochenen Kultweine, sondern auch ein vergleichbares Mischverhältnis. Durch den Ch â teau Guiot wissen wir ja bereits, dass 2009 es mit Südfrankreich gut gemeint hat und die heutige Empfehlung unterstreicht dies mit Nachdruck. Ach ja, fast vergessen: Der Wein erhielt vom Weinpapst 91 Punkte und der Weinlakai konnte einen Händler recherchieren, der den Wein für nur 7,70 EUR anbietet. In den USA kostet er über 20 Dollar! Der Önologe Xavier Vignon arbeitete in den letzten 15 Jahren für einige der renommiertesten Châteauneuf-du Pape-Weingüter überhaupt. 2002 fasste er dann den Entschluss Weine unter seinem eigenen Namen zu produzieren. Stets mit dem Anspruch, dass die von ihm aus verschiedenen Appellationen der südlichen Rhône gewonnenen Tropfen hohe Qualität für wenig Geld bieten. Heutige Empfehlung stammt aus dem mit 42.000 Hektar recht großen Anbaugebiet Côtes-du-Rhône , das sich auf beiden Seiten des Rhone-Ufers ca. 200 km von Norden (Vienne) nach Süden (Avignon) erstreckt. Über 20 Rebsorten sind hier offiziell zugelassen und so lässt sich schwerlich von einer typischen Charakteristik der Weine dieser Gegend sprechen. Jedoch orientieren sich zahlreiche Produzenten an den Cuvèes des Châteauneuf-du-Pape und stellen Weine her, die meist den fruchtigen Grenache als vorherrschende Rebsorte enthält. Die Trauben der heutigen Empfehlung kommen aus einer Reihe von Weinbergen im Süden des Côtes-du-Rhône-Gebiets und stammen somit auch von verschiedenen Böden: Kalk-, Lehm-, Mergel- und von Kieselsteinen geprägtem Boden. Diese Tatsache sorgt dafür, dass in dem Wein ganz unterschiedliche Charakteristika miteinander verschmelzen und ihn fabelhaft vielschichtig und interessant machen. Für einen Wein unter 10 EUR eine große Überraschung. Auch bei der Vinifizierung wurde das Thema Qualität hoch gehalten. Die Rebstöcke haben ein Durchschnittsalter von 40 Jahren und ihr Ertrag liegt bei unter 40 hl pro Hektar. Die Trauben werden per Hand geernet, sortiert und entrappt . Gepresst wurden die Beeren nur durch ihre eigene Schwerkraft und jede Rebsorte wurde einzeln vinifiziert. Im Winter 2009/2010 entstand dann der finale Verschnitt und somit der Wein in seiner endgültigen Form. Letztlich wurde er zur Wahrung der Frucht und des schönen Tanningerüsts ohne Ausbau in Holz auf die Flasche gezogen. Aus meiner Sicht ist die heutige Empfehlung die perfekte "Einstiegsdroge" für Menschen, die sich zukünftig auch für Weine aus dem Châteauneuf-du-Pape interessieren könnten. Zunächst aber für sehr viel weniger Geld. Sicher, manche Exemplare dieses Vorbildes würden den Côtes-du-Rhône von Xavier Vins jederzeit in den Schatten stellen. Dann aber über Attribute wie Körper und Länge, Komplexität und Eleganz. Und diese braucht man einfach nicht jeden Tag bzw. kann man sie jeden Tag gar nicht gebrauchen. Der Wein ist mal wieder ein absolut unschlagbarer Beweis dafür, dass es möglich ist einen "Wein für jeden Tag" zu finden, der großen Spaß macht und selbst Weinkenner nicht enttäuscht. Zugreifen! 2009 Xavier Vins Côtes-du-Rhône (Rotwein, Frankreich) Auge: Dunkles Rubinrot. Nase : Pfeffrig, schwarze Johannisbeeren, Schwarzkirsche, Tabakblätter, Lakritz und Gewürznoten. Gaumen: Opulente Aromen mit viel Körper, Dichte, Reinheit und Textur. Sonstiges: Sofort zu trinken, jedoch mindestens bis 2015 lagerfähig. 91 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Oktober 2010) Meine Einkaufsempfehlung: Weinpalais (1.400 Flaschen) 7,70 EUR/Fl. (Versandkosten 5,50 EUR, ab 300,- EUR frei) Hier klicken! Stand: 06.02.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
2009 Château Guiot Costières de Nîmes (Rotwein, Frankreich) Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich der heutigen Empfehlung tatsächlich das Prädikat "Empfehlung des Jahres" geben soll. Es setzt vergangene und zukünftige Empfehlungen in 2010 unweigerlich herab. Sei's drum, ich treibe es sogar auf die Spitze: Der heutige Wein stellt das beste Preis-/Leistungsverhältnis seit Start des Weinlakais auf stern.de im Januar 2008 dar. Heutiger Südfranzose vom Château Guiot bekam völlig zu recht 90 Punkte von Robert Parker verliehen und kostet bei dem recherchierten Händler ? Achtung, festhalten ? lächerliche 4,49 EUR pro Flasche. Glücklicherweise sind 1.500 davon erhältlich. Trotzdem ist meine Prognose, dass diese noch heute ausverkauft sein werden. Es gilt also mal wieder sehr schnell zu sein. Dieser aus der südfranzösischen Appellation Costières de Nîmes (Languedoc) stammende Wein enthält einen regionaltypischen Verschnitt aus Syrah (60%) und Grenache (40%). Er wurde komplett ohne den Einsatz von Holz vinifiziert und so sind die Fruchtaromen des Weines völlig unverfälscht. Gut so, denn der Wein soll kein "Langstreckenläufer" sein, sondern in den nächsten 3-5 Jahren vor allem das eine bieten: Trinkspaß. Und diesen liefert der Wein des Château Guiot so überzeugend, dass man ihn angesichts des Preises zum stets im Keller befindlichen "Hauswein" erklären möchte. Glücklicherweise ist der Wein ? trotz seines jungen Alters ? bereits hervorragend trinkfertig. Hier stört kein übermäßiger Alkoholeindruck oder noch zu feste Tannine. Der Wein bietet eine sehr gute Struktur, die den perfekten Rahmen zur tollen Frucht bildet. Soll heißen: Er ist zwar sehr aromatisch, doch nicht zu leicht oder zu kurz. Sicher, seinen Körper, seine Länge und Komplexität kann man nicht mit guten 20-Euro-plus-Weinen vergleichen, doch das ist hier ja nicht das Thema. Auch wird man hier keine holzbedingten Aromen von Schokolade, Tabak, Karamell oder ähnlichem finden. Alles das möchte dieser Wein aber auch gar nicht bieten. Gut so, denn sonst hätte er sicherlich nicht diese außergewöhnliche "Spaßmacherqualität". Da soll noch jemand sagen, Parker stünde nur auf kräftige, tanninbetonte "Alkoholmonster". Obwohl das Languedoc-Gebiet schon seit den 80er-Jahren versucht, sein schlechtes Image abzulegen, wird den Weinen der Region ? bis auf wenige Ausnahmen ? noch nicht der Respekt gezollt, der ihnen zusteht. Dies hat zum einen damit zu tun, dass in der Region tatsächlich lange Zeit schlechte, auf Quantität gedrillte Weine produziert wurden, zum anderen hat das Languedoc ein eher ländliches und daher wenig prestigeträchtiges Image. Die heutige Empfehlung vom Château Guiot ist ein gutes Beispiel für das mittlerweile vorherrschende Qualitätsbewusstsein in der großen Languedoc-Appellation Costières de Nîmes. Die streng selektierten Syrah- und Grenache-Trauben stammen von über 40 Jahre alten Rebstöcken, die zwar nur noch wenige, dafür aber umso bessere Trauben produzieren. Dabei greift wieder das Prinzip "je mehr sich eine Rebe anstrengen muss, desto bessere Trauben produziert sie": Der karge Kalkboden der Gegend zwingt die Rebstöcke besonders tief zu wurzeln, um so genügend Nährstoffe für die Entwicklung von perfekten Beeren zu erhalten. Das durch die Meeresnähe herrschende Mikroklima sorgt zudem für die notwendige Brise an heißen, südfranzösischen Sommertagen, so dass die säurebedingte Frische den Trauben erhalten bleibt. Ich denke, bei diesem Wein muss ich nicht extra betonen, dass es sich um einen Pflichtkauf handelt. Die Frage ist eher: Wie viele meiner Leser werden ein paar Flaschen ergattern können? Übrigens: die Parker-Bewertung dieses Weines spricht von einem Weingut namens "Mas de Guiot" und nicht von Château Guiot. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass der Wein in den USA mit anderem Etikett und Namen verkauft wird. Es handelt sich aber um den identischen Wein. Hierüber liegt dem Weinlakai eine Bestätigung des Weinguts vor. Der Wein lässt aber ohnehin nicht daran zweifeln. Eines noch in eigener Sache, da ich immer mal wieder via E-Mail danach gefragt werde: Bei solch heftig angestimmten Lobgesängen auf einen Wein kann schnell der Eindruck aufkommen, dass ich persönlich an dem Verkaufserfolg partizipiere. Dem ist explizit nicht so. Ich recherchiere meine Empfehlungen eigenständig, und vor allem suche ich völlig handelsunabhängig nach einem günstigen und seriösen Händler, der dem Ansturm gewachsen ist und zuverlässig liefert. 2009 Château Guiot Costières de Nîmes (Rotwein, Frankreich) Auge: Dichtes Rubin-Violett. Nase: C rème de Cassis und Brombeerfrucht vermischt mit Anklängen von Kirschwasser, Lavendel und Gewürzen. Gaumen: Fleischig mit mittlerem Körper und seidig-weichem Mundgefühl. Sonstiges: Besteht aus 60% Syrah und 40% Grenache. Am besten zu trinken bis 2013. 90 Punkte (Quelle: Wine Advovate, Robert Parker, Oktober 2010) Meine Einkaufsempfehlung: Weinkeller Höchst (Über 3.000 Fl. verfügbar) 4,49 EUR/Fl. (Versandkosten 6,90 EUR, ab 150,- EUR frei) Maximal 60 Flaschen pro Besteller. AUSVERKAUFT! Stand: 05.12.2010. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
2004 Domaine Grand Nicolet Rasteau (Rotwein, Frankreich) AUSVERKAUFT! Weinbewertungen, die von Robert Parker persönlich vorgenommen wurden sind in letzter Zeit schon fast selten geworden . Da der Mann auch nicht jünger wird mittlerweile 61 berichtet er nur noch über das Bordeaux, Kalifornien, die Provence und das französische Rhône-Tal. Aus letzterem Gebiet stammt meine heutige Empfehlung. Ein stilistisch typischer Rhône- Wein, ganz anders als ein Toskaner a la "Borgoforte", aber nicht minder interessant. Nur 18 Gemeinden gehören zur Appellation Côtes du Rhone-Villages AC . Eine davon ist Rasteau und im Vergleich zu Weinen der "normalen" Appellation Côtes du Rhone AC müssen hier deutlich strengere Maßgaben eingehalten werden. Um ein maximales Qualitätselevel zu gewährleisten werden z.B. der Maximalertrag pro Hektar und der Mindestalkoholgehalt streng vorgegeben. Empfohlener Wein ist ein ganz typischer Vertreter der Region und mit 91 (Parker) und 90 (Spectator) Punkten ausgezeichnet. Neben dem wirklich günstigen Preis ist diese Art von Wein in solcher Qualität eine Bereicherung für den Erfahrungsschatz eines jeden Weintrinkers. Die Verwandschaft zu dem in direkter Nähe gelegenen Châteauneuf-du-Pape ist unverkennbar nicht zuletzt weil auch hier die vorherrschende Rebsorte Grenache ist. Auch die typischen Gewürzaromen (" Garrigue ") und die satte Tanninstruktur haben die beiden Weine gemein. Die Domaine Grand Nicolet existiert seit 1875 und baute zunächst neben Oliven und Getreide nur auf nur einem Hektar Wein an. Zwischen 1912 und 1919 erweiterte dann Weinliebhaber Joseph Nicolet die Fläche auf zwei Hektar. Aufgrund erster Auszeichnungen sah man dann1926 ein, dass der Weinanbau vielversprechender als der Getreideanbau ist. Erst in 1982 bekam die Domaine dann ihren Namen "Grand Nicolet" und baute zu dieser Zeit bereits auf ca. 20 Hektar Wein an. Mittlerweile ist das Weingut durch den Guide Hachette mit 3 Sternen gekürt und wird immer noch durch eine Nachfahrin der Nicolet-Familie geführt. Vorteil eines wirklich guten Cotes-du-Rhône-Weines ist aber sicherlich, dass er im Vergleich zum populären Nachbarn in Châteauneuf-du-Pape noch bezahlbar bleibt. Der Villages-Wein der Domaine Grand Nicolet aus 2004 ist aufgrund des bestechenden Preis-/Punkteverhältnis mehr oder weniger ausverkauft. Um so mehr freut mich, den Wein in noch ausreichender Stückzahl zu einem sensationellen Preis gefunden zu haben der zweitgünstigste Händler sitzt in Dänemark und verlangt über 16 EUR für die Flasche! Dieser Wein passt hervorragend zu Speisen mit provencalischer Prägung. Ein gutes Stück Fleisch, z.B. Lamm, zusammen mit Tomaten, Zucchini, Paprika und jeder Menge Knoblauch und Rosmarin sind ein Gedicht und geradezu eine Offenbarung zu diesem Wein. Unbedingt probieren! 2004 Domaine Grand Nicolet Rasteau (Rotwein, Frankreich) Auge: Dunkles Rubinrot und Lila. Nase: Kirschen, schwarze Johannisbeeren, Pflaumen, geschmolzene Schokolade, Espresso und angesengte Erde. Mund: Tiefgründige, opulente und sehr reine Textur. Graphit, Tabak und Feigennoten im langen und rassigen Abgang. Sonstiges: Der Wein besteht aus 75% Grenache, 20% Syrah und 5% Carignan. Noch mindestens 5 Jahre trinkbar. 90,5 Punkte (Quelle: Wine Advocate Robert Parker, Februar 2007: 91 Punkte / Wine Spectator, James Molesworth, Oktober 2006: 90 Punkte) Meine Einkaufsempfehlung: Weinhandel Scholzen 8,50 EUR/Flasche zzgl. 5,50 EUR Versandkosten (ab 300 EUR frei) AUSVERKAUFT! Hier ist nur noch der 2005er verfügbar. Vom Winespectator zwar mit 91 Punkten ausgezeichnet, Robert Parker gibt ihm im direkten Vergleich aber nur 85-87 Punkte... probieren geht aber natürlich über studieren. Stand: 12.09.2008. Nur solange der Vorrat reicht. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
2005 Domaine du Pégaü Châteauneuf-du-Pape Cuvée Réservée (Rotwein, Frankreich) Der kleine französische Ort Châteauneuf-du-Pape liegt im südlichen Rhône-Gebiet und geniesst durch seine Weine Weltruf. Wie schon die Jahre 2003 und 2004, war 2005 ein sehr guter Jahrgang. Der Réservée von Pégaü gehört NOCH zu den "Schnäppchen" - allerdings bereits in einem recht hohen Preissegment. Da der 2005er Pégaü Réservée mit "nur" 92-94 Punkten von Robert Parker bewertet wurde, hält sich die Nachfrage - und somit auch der Preis - im Vergleich zu anderen 2005er CNDP noch im Rahmen. Der "International Wine Cellar" hat den Wein nun in seiner aktuellen Ausgabe (Januar/Februar 2008) mit 95 Punkten bewertet. Diese Bewertung wird im Laufe der Zeit sicher eine Preissteigerung nach sich ziehen - also lieber jetzt schon ein paar Flaschen sichern. In außerordentlichen Jahrgängen produziert Pégaü ein Spitzen-Cuvée namens "Da Capo". Zuletzt geschehen in 2003. Dieser Weine erlebte einen dramatischen Preiszuwachs nachdem Robert Parker ihm in einer inoffiziellen Verkostungsnotiz 100+ Punkte gab. Mittlerweile ist der Wein nicht mehr unter 350,- Euro zu haben. Laut Aussage des Weinguts war 2007 wieder ein fantastisches Jahr und eines "Da Capo" würdig. 2009 wird der Wein auf den Markt kommen und heißt schon einmal sparen... um die 200,- Euro wird man sicher berappen müssen :-( Die Weine des Châteauneuf-du-Pape zeichnen sich besonders durch ihr nach Gewürzen duftendes "Garrigue"-Aroma aus. Es kommt dadurch zustande, dass auf dem Boder der Weinreben auch Pflanzen wie Rosmarin oder Lavendel wachsen. 2005 Domaine du Pégaü Châteauneuf-du-Pape Cuvée Réservée (Rotwein, Frankreich) Auge: Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen. Nase: Schwarze Beeren, Kirsche, Kräuter der Provence, Teer, gebratenes Fleisch, Oliven, dunkle Schokolade. Mund: Brombeer - und bittere Kirscharomen. Konzentriert mit vollem Körper, festen Tanninen und Aromen von roten Beeren im Abgang. Sonstiges: Sein volles Potential wird dieser Wein sicher erst in ca. 5 Jahren zeigen. Wenn man jetzt schon eine Flasche probieren möchte, sollte man den Wein 4-6 Stunden dekantieren. 94 Punkte (Quelle: Josh Raynolds, International Wine Cellar, Januar 2008: 95 Punkte / Robert Parker, The Wine Advocate, Oktober 2007: 92-94 Punkte) Hier meine Einkaufsempfehlung: WeinPalais 39,20 EUR/Flasche zzgl. 5,50 EUR Versandkosten. AUSVERKAUFT! Stand: 14.04.2008. Nur solange der Vorrat reicht. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
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Robert M. Parker ist ein US-amerikanischer Autor, Verleger und Weinkritiker. Er ist ausgebildeter Rechtsanwalt, betreibt jedoch professionellen Weinjournalismus seit nunmehr fast 30 Jahren. Seine Bewertungen von Weinen mit den Parker-Punkten sind international ein maßgeblicher Faktor zur Preisbildung auf dem Weinmarkt. Parker soll täglich ca. 100 Weine verkosten. Dementsprechend umfangreich sind seine Bewertungen in seinen Publikationen „The Wine Advocate“ (Zeitschrift), „Bordeaux“ und „Parke...
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