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Trauben

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"Tatort"-Kritik
Die Rachegöttin vom Weinberg

Gepanschter Rebsaft und ein toter Weinkontrolleur: "Bittere Trauben" sollte wohl ein lukullischer Hochgenuss mit Wein, Weib und Gesang werden. "Tatort"-Kommissar Kappl macht den Serien-Casanova, Konstantin Wecker hat einen lahmen Gastauftritt - das Drama plätschert zwischen Musikantenstadl und Denver Clan dahin.

Pestizide in Trauben
Pestizide in Trauben
"Deutsche bekommen miesestes Obst ab"

Die in deutschen Supermärkten angebotenen Weintrauben sind stärker mit Pestiziden belastet als in anderen EU-Ländern. Das hat eine Greenpeace-Studie ergeben. Die Belastungen sind danach teilweise so hoch, dass das Obst für Kinder gefährlich sein könnte.

gefluegel
Wachteln mit Trauben und Walnüssen

Etwa 10 Rosmarinnadeln abstreifen und fein hacken. 20 g Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, erst den Zucker, dann die Nüsse dazugeben und unter Wenden goldbraun rösten.

suppen
Mandel-Knoblauch-Suppe mit Trauben

Vor dem Servieren die Trauben waschen, halbieren und entkernen. Restliche Mandeln längs halbieren und in Sonnenblumenöl goldgelb rösten, erkalten lassen

gemuese
Grillkartoffelscheiben mit Lavendelöl und Trauben

Trauben halbieren und die Kerne entfernen. Zucker bei mittlerer Hitze schmelzen und goldgelb karamellisieren. Mit 150 ml Traubensaft ablöschen und so lange kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

gemuese
Grillkartoffelscheiben mit Lavendelöl und Trauben

Die Kartoffelscheiben grillen, bis sie gar und auf jeder Seite goldbraun sind. Dabei mit Salz würzen.

Desserts
Trauben-Pfeffer-Kompott

Trauben von den Stielen zupfen, halbieren und die Kerne herauslösen. Rosmarinnadeln fein hacken.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Französische Punktelandung!

2010 Château Pesquié Cuvee des Terrasses (Rotwein, Frankreich) Es hört sich verrückt an: 94 "echte" Parker- Punkte für schlappe 7,95 EUR.  Und in der Tat ist das Preis-/Leistungsverhältnis dieses Weines aus der südfranzösischen Appellation Côtes du Ventoux mehr als gut. Das "Cuvee des Terrasses" von Pesquié ist zudem ein alter Bekannter des Weinlakais, denn in der Vergangenheit empfahl ich bereits den 2007er. Damals noch einen Euro günstiger und mit 91 Punkten dekoriert, machte der 2007er bereits deutlich, dass dieser Wein auf die "Watchlist" für jeden Weinschnäppchen-Jäger gehört. So unterstütze ich die folgende Aussage von Robert Parker über das Weingut zu 100%: "... one of my all-time favorite producers in France". +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Natürlich muss man die 94 Punkte als "among its peers" verstehen: Wie schon häufig erwähnt, legt Parker die Punkteskala immer in Bezug auf direkt vergleichbare Weine neu an. D.h. der heute empfohlene Wein wird gegen andere Weine der Region und des selben Jahrgangs bewertet. Dies bedeutet, dass z.B. ein topklassifizierter Bordeaux, der 94 Punkte erhalten hat, die heutige Empfehlung wohl überflügeln würde. Nur habe ich meinen Lesern bereits andere Weine von der südlichen Rhône empfohlen, die deutlich unter 10,- EUR kosteten und bereits mit 90 Punkten einen tollen Gegenwert boten. So ist heutiger Wein ein phänomenales Angebot oder wie Parker sagen würde: "a phenomenal bargain" und weiter ausgeführt "it is absolutely stunning, and the best one they have made to date...". Der Wein bietet aus meiner Sicht alle Attribute, die man sich von einem guten Südrhône-Saft erhofft: Intensive, rotbeerige Frucht, die durch genügend Säure frisch wirkt, in Kombination mit einem dermaßen lang anhaltenden Eindruck am Gaumen, dass man das Gefühl gewinnt, in einer völlig anderen Preisklasse unterwegs zu sein. Natürlich hat der 2010er noch etwas "unkultivierte" Tannine, doch ist für mich besonders das Wechselspiel zwischen betörender und teils würziger Primärfrucht und dem mundfüllenden Volumen ein wunderbares Trinkerlebnis. Das Preis-/Punkteverhältnis einmal ausgeklammert, ist dieser Wein eine mehr als sichere Bank für jeden Weinliebhaber. Er ist auf der einen Seite unkompliziert, da er einfach zu "verstehen" ist, und auf der anderen Seite bietet er genügend Komplexität und Intensität, um sich auch noch auf die zweite, dritte und x-te Flasche zu freuen. Daher unbedingt kaufen. Die Appellation Côtes du Ventoux liegt östlich von Châteauneuf-du-Pape im südlichen Rhône-Gebiet Frankreichs. Auf den Hanglagen des 1.912 Meter hohen Mont Ventoux werden sowohl Rot- als auch Weiß- und Roséweine angebaut. Die roten und roséfarbenen Weine werden zumeist aus den traditionellen Reben der Region Carignan, Cinsaut, Gamay, Grenache, Mourvedre und Syrah hergestellt – häufig in einem Verschnitt dieser Sorten. Eine Ähnlichkeit zu Côtes-du Rhône -Weinen ist dadurch nicht zu bestreiten. Die Appellation Côtes du Ventoux existiert erst seit 1973 und ziemlich genau zu dieser Zeit erwarben Odette & René Bastide das Château Pesquié. Seit 2003 ist nun mit Alexandre & Frédéric Bastide die 3. Generation am Werke. Sie setzen den hohen Qualitätsanspruch ihrer Familie konsequent fort und konnten sich so zu einem der besten Weingüter der Appellation Côtes du Ventoux entwickeln. Das Château Pesquié bekennt sich konsequent zur nachhaltigen Arbeit im Weinberg. Die Entwicklung der Reben wird ausschließlich durch organischen, auf Humus basierendem Dünger verbessert und das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Tieren, die diese Schädlinge fressen, wird stets gewahrt. Die Reben des Weinguts sind im Schnitt stolze 35 Jahre alt und gedeihen in einer enormen Dichte von 4.500 Rebstöcken pro Hektar. Hierdurch wird die Nährstoffkonkurrenz maximiert, die Reben wurzeln sehr tief und sorgen so für eine besonders fokussierte bzw. hochwertige Versorgung der Stöcke. Denn es gilt im Weinberg die Regel, dass überversorgte bzw. "glückliche" Reben zu wenig Komplexität entwickeln und nur Reben, die um Nährstoffe kämpfen müssen, außerordentliche Qualität produzieren. Natürlich geht diese Rechnung nur auf, wenn man konsequent im Weinberg arbeitet. Kontinuierlich werden bei Pesquié Maßnahmen durchgeführt, die dafür sorgen, dass nur Trauben reifen dürfen, die bereits sehr früh eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Vereinfacht ausgedrückt, werden alle anderen Trauben bereits im "Babyalter" vom Stock entfernt, um zu vermeiden, dass diese "Schwächlinge" eine Nährstoffkonkurrenten für die Vorzeigetrauben darstellen. Hart, aber gerecht... zumindest im Sinne der Weintrinker ;-) Auf Château Pesquié werden die zwei Rotwein-Rebsorten angebaut, die im gesamten Rhônetal am populärsten sind: Grenache, der König der südlichen Rhône (fast 40% der Rebfläche) , und Syrah, der König der nördlichen Rhône (über 30% der Rebfläche). Im "Cuvee des Terrasses" kommen 70 % Grenache und 30 % Syrah zum Einsatz. Die Trauben werden gepresst und dann von den Stengeln befreit. Die Mazeration, also der Schalenkontakt der Maische, betrug bei dem 2010er ca. 15 Tage, um ein optimales Aroma und eine kräftige Farbe zu gewährleisten. Ca. 35 % des Weines wurde in zwei bis vier Jahre alten Eichenfässern ausgebaut und der Rest in großen Eichen-Fudern für jeweils ein Jahr ausgebaut. 2010 Château Pesquié Cuvee des Terrasses (Rotwein, Frankreich) Auge: Dichtes Blau-Violett Nase: Noten von süßen Heidelbeeren, Schwarzkirschbrand, Lakritz, Weihrauch und Anklängen von heißen Steinen . Gaumen: Erstaunliche Textur, Saftigkeit und wunderbare Fruchtintensität. Lebhafte Reinheit und energischer, langer und frischer Abgang, der länger als 30 Sekunden anhält. Sonstiges: Besteht aus 70% Grenache und 30% Syrah. Bis 2015 zu trinken. 94 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Weinpalais (1.800 Fl. sofort verfügbar) 7,95 EUR/Fl. (Versand: 5,50 EUR) 12er Paket frei Haus (95,40 EUR). Achtung: Versandkosten werden zunächst ausgewiesen, dann aber nicht in Rechnung gestellt. AUSVERKAUFT Stand: 24.10.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Australian Black Beauty!

2006 Wynns Coonawarra Estate Cabernet Sauvignon (Rotwein, Australien) +++ AUSVERKAUFT +++ Australische Rotweine, insbesondere Shiraz und Cabernet Sauvignon, sind in vielen Fällen perfekte Kandidaten, um Einsteiger in die Materie Wein restlos zu begeistern. Gründe dafür sind die intensive, marmeladige Frucht und der kräftige Eindruck am Gaumen, die viele sonnenverwöhnte Australier aufweisen. 16% Alkohol und mehr sind hierbei keineswegs die Ausnahme. Dieser Stil von Wein ist auf der einen Seite zwar sehr faszinierend, doch wird man ihm auch schnell überdrüssig. Die Frucht wirkt bereits im Laufe des Konsums einer einzigen Flasche anstrengend und hinterlässt häufig einen unangenehmen Eindruck von (Extrakt-)Süße. Mal davon abgesehen, dass der hohe Alkoholgehalt oft schlecht eingebunden ist und mit der Zeit ein Brennen im Hals hinterlässt. Englischsprachige Weintrinker nennen solche Weine "hot". Aber bevor ich mich in diesen Schilderungen verrenne: Heutiger Australier ist ein tolles Beispiel dafür , dass es Down Under auch anders geht. Für den Weinlakai keine grundsätzliche Überraschung, doch hatte ich noch nie einen so guten Australier in diesem Preisbereich im Glas. Abgerundet wird diese Jancis-Robinson-Entdeckung durch eine klasse Sonderaktion, die der empfohlene Händler exklusiv den Weinlakai-Lesern anbietet: ein versandkostenfreies 5+1-Paket! Auch wenn die vielen Sonnenstunden in Australien unsere deutschen Voraussetzungen für Weinbau geradezu düster aussehen lassen, so stellt dieses Klima für Winzer nicht selten ein echtes Problem dar: Wenn die Trauben zu schnell reifen und man den optimalen Lesezeitpunkt verpasst, sind die Trauben zu süß und enthalten nur noch wenig Säure. Resultat sind Weine mit extrem hohem Alkoholgehalt, zu viel Fruchtextrakt und fehlender Frische. Wie gesagt, betört zunächst die intensive Frucht an der Nase, so lässt sich doch einem solchen Wein auf Dauer wenig abgewinnen. Für meine heutige Empfehlung trifft dies deshalb nicht zu, weil der Wein genau diese Negativeigenschaften nicht hat. Vielmehr liefert er alle positiven Seite eines australischen Rotweines: Eine betörende Frucht mit rotbeeriger Konzentration und leichtem Minzduft sowie eine merkliche, aber toll eingebundene Holzaromatik. Am Gaumen und auch im Abgang zeigt der Wein eine schöne Frische und keineswegs einen störenden Eindruck von übermäßigem Alkoholgehalt. Der Cabernet Sauvignon von Wynns wurde letzten Monat von Jancis Robinson als "Wine of the Week" ausgezeichnet. Sie kommentierte, er sei ein "extremely serious wine and yet is priced as though it were almost frivolous". Damit nicht genug: "There is nothing oversized, overripe or 'hot-tasting' about this wine - and nor is it plagued by the excessive mintiness that can sometimes detract from some Australian Cabernets". Jancis Robinson hat den 2006er Cabernet Sauvignon von Wynns innerhalb der letzten zwei Jahre einmal mit 18 und einmal mit 17 von 20 Punkten bewertet. Ein erstaunlich hoher Wert für einen Wein dieser Preisklasse, insbesondere wenn man weiß, dass die Britin sehr vornehm mit der Punktevergabe umgeht. Beleg dafür ist, dass Jancis Robinson in Ihrer Karriere erst 66 Weinen die Höchstpunktzahl von 20 Punkten gegeben hat, bei Robert Parker (persönlich) war dies bereits 206mal der Fall. Das Weingut Wynns liegt in dem Anbaugebiet Coonawarra im Bundesstaat South Australia . Dieses Gebiet ist insbesondere durch seinen extrem eisenhaltigen, rötlich gefärbten Boden bekannt, den man im Weinbau Terra Rossa nennt und eine ganz besondere Stilistik in den Weinen zu Tage befördert. Wynns wurde 1896 als erstes Weingut im Gebiet Coonawarra gegründet und entspricht somit nicht dem Bild, das man gemeinhin von Weingütern aus der "Neuen Welt" vor Augen hat. Der heute empfohlene Cabernet Sauvignon wurde bereits als Jahrgang 1954 in die Flaschen gefüllt und ist seitdem - zumindest in Australien - unter dem Namen "Black Label" wohlbekannt. So ist es bei genauer Betrachtung auch wenig verwunderlich, dass sich Wynns nicht mehr mit den Problemen herumschlägt, die für viele Winzer in Australien aufgrund der klimatischen Verhältnisse herrschen. Der "Black Label" wurde aus den besten Cabernet-Sauvignon-Trauben (20-25% der Gesamtlese) vinifiziert, die Wynns' Coonawarra Estate in 2006 erntete und die 16 Monate im Eichenfass verbrachten. Dabei kam ein buntes Gemisch aus französischer und amerikanischer Eiche in unterschiedlichem Alter zum Einsatz (Französische Eiche: 35% neu, 29% ein Jahr alt und 15% zwei Jahre alt und älter; Amerikanische Eiche: 8% neu, 2% ein Jahr alt und 11% zwei Jahre alt und älter). Die heutige Empfehlung geht nach langer Zeit einmal wieder stilistisch in eine ganz andere Richtung. Es ist ein Wein, der vor allem Einsteiger begeistern wird. Er ist einfach zu "verstehen", denn er betört die Sinne mit sehr intensiven Aromen. Zwar machen dies viele australischen Shiraz und Cabernet Sauvignon, das wirklich Besondere des Wynns liegt aber in der Tatsache, dass er auch Finesse, Frische und Eleganz bereithält: Merkmale, die nicht viele Weine bieten, egal aus welchem Teil der Erde sie stammen. Bitte nicht entgehen lassen: Der von mir recherchierte Händler ist nicht nur der einzige, der den Wein in Deutschland anbietet, sondern auch der kumulierte Flaschenpreis im 5+1-Paket ist in ganz Europa unschlagbar. Unbedingt kaufen. 2006 Wynns Coonawarra Estate Cabernet Sauvignon (Rotwein, Australien) Auge: Sehr dunkles Rot. Nase: Intensive, rote und auch schwarze Beerenaromen, Duft von Oliven, eine feine Minznote und Anklänge von Zedernholz . Gaumen: Sehr köperreich mit dichtem Aroma von schwarzen Johannisbeeren.  Wieder ein wenig Minze und ein mit feinen Tanninen belegter, sehr langer Abgang. Sonstiges: 100% Cabernet Sauvignon. Bis mindestens 2016 zu trinken. Enthält 14% Alkohol. 17-18/20 Punkte (Quelle: Purple Pages, Jancis Robinson, Juli 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Hawesko 6er-Paket: 59,50 EUR inkl. Versand (ca. 9,92 EUR / Fl.) Zum Vergleich: Einzelflasche kostet 11,90 EUR zzgl. 11,90 Versandkosten Ausverkauft! (Achtung: Die Weinlakai-Aktion ist nur unter diesem Link zu finden) Stand: 17.08.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Pretty in pink!

2010 Hecht & Bannier Languedoc Rosé (Roséwein, Frankreich) Meine heutige Empfehlung sollte in der Lage sein, den Sommer 2011 heraufzubeschwören. Es ist ein Sommerwein par excellence und noch dazu ein wahrer "Preis-/Punktebrecher". Natürlich ist die vergebene Punktzahl (91) und der dazugehörige Preis (5,90 EUR) erst einmal eine recht vage Aussage, doch weckt sie beim Weinlakai immer eine Art Grundinteresse. Da ich das Weingut Hecht & Bannier durch seine vorzüglichen Rotweine kenne, hatte ich bereits eine positive Vorahnung. Bei der Verkostung des Weines wurde diese dann mit Nachdruck bestätigt. Der pinke Wein aus dem südfranzösischen Languedoc  hat alles was ich von einem guten Rosé erwarte: eine leckere, aber nicht zu aufdringliche Frucht, eine tolle Frische und eine umwerfende Mineralität. Und zu guter Letzt hat er keinerlei Restsüße – eine Eigenschaft, die ich bei einem Rosé als zwingend empfinde. David Schildknecht vom Wine Advocate ist für die 91-Punkte-Bewertung verantwortlich und geriet in seiner Verkostungsnotiz förmlich aus dem Häuschen: "This is about as vividly fresh-fruited, exuberant, vibrant, and capital-"M" mineral as you could ask for in any wine!". Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass Roséweine häufig nicht für voll genommen werden, eine geradezu überschwängliche Aussage. Wenn man das Weingut von Gregory Hecht und Francois Bannier allerdings etwas genauer kennt, überrascht diese Aussage wenig. Die beiden Perfektionisten produzieren ihre Weine nicht nur besonders naturnah, sondern legen auch großen Wert auf strenge Selektion und behutsame, sprich langsame Vinifizierung. Resultat ist ein hohes Qualitätsniveau, das in der Gegend kaum Konkurrenz kennt und daraus leider auch eine vergleichsweise geringe Produktionsmenge resultiert, insbesondere in schwachen Jahren. In diesem Zusammenhang ist es sehr bemerkens- und lobenswert, dass die Preise für Wein aus dem Hause Hecht & Bannier über die letzten Jahre so gut wie nicht gestiegen sind – den hohen Kritikerbewertungen und der starken internationalen Nachfrage zum Trotz. Der Wein stammt aus dem größten Weinbaugebiet der Welt: Languedoc-Roussillon . Direkt ans Mittelmeer angrenzend umfasst diese Gegend aktuell 260.000 Hektar Rebfläche. Mittlerweile unterscheidet man allerdings in Bezug auf den Weinbau meist zwischen dem Languedoc und dem Roussillon ; nicht zuletzt, da die Stilistik und Qualität der beiden Regionen recht unterschiedlich sein können. Das Languedoc gilt zu Recht als die französische Weingegend mit den besten Schnäppchen und Geheimtipps. Erst Mitte der 80er-Jahre gab es eine weitreichende "Qualitätsoffensive", der unter anderem ca. 100.000 Hektar Rebfläche zum Opfer fielen, Tendenz steigend. Seitdem kommen aus der Gegend immer bessere Weine und das Image der Massenproduktion kann immer mehr abgelegt werden. Produzenten wie Hecht & Bannier sind bei diesem Imagewandel wichtige Speerspitzen. Sie ziehen internationale Aufmerksamkeit auf sich und positivieren die Außenwirkung einer ganzen Region. Languedoc hat insgesamt 31 Appellationen, die seit diesem Jahr Weine in drei Klassifizierungen produzieren dürfen. "Languedoc AOC" (ehemals Coteaux du Languedoc) bezeichnet die erste Qualitätsstufe, "Grand Vins du Languedoc" die zweite und die höchste Stufe nennt sich "Grand Crus du Languedoc". Um die jeweiligen Qualitätskriterien erfüllen zu können, sind nicht alle Appellationen für alle Klassifikationen zugelassen und es gibt präzise Vorgaben in Sachen Maximalertrag und der Dauer des Ausbaus in Holz. Auch wenn es Roséweine nur als Languedoc AOC geben darf, ist doch interessant zu wissen, dass die Syrah-Trauben für den heutigen Wein aus der für Grand-Cru-Weine zugelassenen Gegend Saint Chinian stammen. Und genau diese Rebsorte gibt auch den Takt der heutigen Empfehlung an: Die Trauben wurden von Anfang an für die Rosé-Herstellung kultiviert und entsprechend früher geerntet, um noch eine gute Säure zu garantieren. Um den fruchtbetonten Charakter der Weine zu erhalten, wurde auf den Kontakt mit Holz gänzlich verzichtet. Ganz im Gegenteil, denn der Rosé wurde ausschließlich in Beton ausgebaut. Ein Material, das durch seine poröse Grundeigenschaft  den Wein besonders gut mit Sauerstoff versorgt. Dadurch besitzt der Wein von Anfang an sein volles Aromapotential und ist sofort trinkbar. Noch eine kurze Erklärung zur Rosé-Herstellung an sich: Es gibt zwei Arten der Herstellung, wobei die eine gemeinhin bei stillen Rosés zum Einsatz kommt und die andere bei rosafarbenen Schaumweinen. Der Prozess bei der letztgenannten Art besteht darin, weißen Grundwein mit einem gewissen Anteil an Rotwein zu mischen. Bei Chamapagner ist dies zumeist Chardonnay mit Pinot Noir bzw. Pinot Meunier . Die für stille Rosés üblichere Methode ist, dass der Wein zu 100% aus roten Trauben stammt, diese aber nur kurz mazeriert werden, sprich nur so lange mit den Schalen in Kontakt  gelassen werden bis die gewünschte Farbe und Aromacharakteristik erreicht ist. Natürlich gibt es auch immer Ausnahmen. So bestehen insbesondere minderwertige, stille Rosés auch aus einem Mix aus Weiß- und Rotwein. Und die " Saignée "-Methode bedeutet bei Champagner, dass er aus roten Trauben mit kurzem Schalenkontakt besteht (meistens Pinot Noir). Aber genug der grauen Theorie. Der Wein von Hecht & Bannier ist ein Positivbeispiel für einen Rosé und sollte unbedingt probiert werden, egal wie groß die Vorbehalte sind. Durch die fehlende Süße wirkt der Wein kein bisschen klebrig und die zurückhaltende, sehr feine Frucht unterstreicht diesen Charakter. Needless to say: Der Wein trinkt sich am besten gut gekühlt im Freien bei sommerlichen Temperaturen. Und wenn wir uns jetzt gemeinsam diese Wetterverhältnisse herbeiwünschen, hat sich die heutige Empfehlung gleich doppelt gelohnt. Im Übrigen bietet der empfohlene Händler für diese Weinlakai-Empfehlung eine 11+1-Aktion an. Aus meiner Sicht ein super Deal, denn dadurch wird der Flaschenpreis auf lächerliche 5,41 EUR reduziert (zzgl. Versand). 2010 Hecht & Bannier Languedoc Rosé (Roséwein, Frankreich) Auge: Brillantes Rosa mit hellroten Reflexen. Nase: Frisch mit herber Kirschfrucht und belebendem , kräuterigem Tonfall. Gaumen: Saftige Blutorange und ein Aufgebot von mineralischen Nuancen inklusive einem speichelfördernden Eindruck von Salzigkeit. Sonstiges: Besteht aus 40% Syrah , 40% Cinsault und 20% Grenache . Am besten sofort zu trinken. 91 Punkte (Quelle: Wine Advocate, David Schildknecht, Juni 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Kölner Weinkeller 5,90 EUR/Fl. 11+1-Aktion (Versand: 1-6 Fl. für 5,30 EUR / 7-12 Fl. für 8,20 EUR / jede weitere Fl. 0,50 EUR / ab 160,- EUR frei Haus) Hier klicken! Stand: 28.07.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

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