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Trond Berntsen war Polizist, aber privat auf der Insel Utøya. Er wollte den Attentäter stoppen. Der Stiefbruder von Kronprinzessin Mette-Marit wurde vor den Augen seines Sohnes erschossen.
Provozierend und polarisierend - so präsentierte sich das 49. Berliner Theatertreffen. Selten überschritten die gezeigten Inszenierungen so viele Grenzen - mitunter auch die des guten Geschmacks.
Kaninchen in Australien ... Wessis in Weimar ... Immer wieder zeigt sich: Werden Wesen willkürlich in eine wehrlose Umwelt verpflanzt, breiten sie sich ungehemmt aus. So auch die Kamtschatka-Krabbe. Seit sie hinter Norwegen ausgesetzt wurde, vermehrt sie sich gespenstisch. Immerhin, sie schmeckt irre. Esst also Krabben, Leute, und rettet Norwegen!
Ungefähr bei 200 wird das Theatertreffen-Publikum unruhig. «Aufhören!», schreien einige Zuschauer. Doch das rothäutige Monster mit den Krallenfingern zählt unbeirrt weiter.
Jedes Utøya-Opfer wird im Breivik-Prozess einzeln verhandelt. Anwälte verlesen Worte der Angehörigen, bei denen selbst die Staatsanwältin weint. Nur Breivik verfolgt alles mit gleichgültiger Miene.
Die Münchner Kammerspiele eröffnen am Abend das 49. Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen in Berlin. Regisseur Johan Simons zeigt zum Auftakt des dreiwöchigen Festivals die Sarah-Kane-Trilogie «Gesäubert/Gier/4.48 Psychose».
Am elften Prozesstag in Oslo rekonstruieren Polizei und Teilnehmer des Sommerlagers wie Breivik auf die Insel kam und mit welchen Waffen er mordete. Seine späteren Opfer halfen ihm beim Tragen der Munition.
Zumeist regungslos verfolgte Anders Behring Breivik den größten Teil des ersten Prozesstages. Nur sein eigener Film, den er kurz vor den Anschlägen ins Netz stellte, rührte ihn zu Tränen.
Es ist der größte Strafprozess in der Geschichte Norwegens. Zehn Wochen wird das Verfahren gegen den Attentäter von Utøya dauern. Das Gericht musste ausgebaut, ein ganzes Viertel lahmgelegt werden.
Erst die Bombe, dann das Massaker: Anders Behring Breivik erschütterte am 22. Juli 2011 Norwegen. Ab Montag will der Attentäter den Mammutprozess nutzen, um zu erklären, was nicht zu erklären ist.
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