Von wegen Frankreich: Wenn Gourmets auf dieser Welt am vortrefflichsten speisen wollen, müssen sie nach Kopenhagen fahren. Das "Noma" bleibt das beste Restaurant der Welt. Auch zwei deutsche Köche finden sich auf der Liste der 50-Top-Lokale, die das "Restaurant Magazine" jedes Jahr veröffentlicht.

Für Feinschmecker der Himmel auf Erden: das Restaurant "Noma" in Kopenhagen© Niklolai Linares/DPA
Das Kopenhagener "Noma" ist erneut von der Zeitschrift "Restaurant Magazine" erneut zum besten Restaurant der Welt gekürt worden. Preis zwei und drei gehen nach Spanien, und zwar ebenfalls an die Platzierten des vergangenen Jahres: "El Celler de Can Roca" im katalonischen Girona landete auf Platz zwei, gefolgt von "Mugaritz" in San Sebastian.
Noma"-Chef René Redzepi sei "der Fahnenträger der Neuen Nordischen Bewegung" in der Gastronomie , hieß es bei den Montagabend in London vorgestellten Ergebnissen des Gourmettests. Die Zeitschrift würdigte Redzepis Erfindungsreichtum und seine Liebe zum Detail sowie die Tatsache, dass das "Noma" regionale und saisonale Lebensmittel aus Meer und Wald verarbeitet.
"Wir sind ein Tempel der Köstlichkeiten", sagte der Spitzenkoch, nachdem er den Preis entgegengenommen hatte. In seinem Restaurant sollten die Gäste für ein paar Stunden "der Realität entkommen und glücklicher werden".
Auf der Liste der "50 besten Restaurants der Welt" kommt Deutschland ab Platz 22 vor. Dort landete das Wolfsburger "Aqua". Chefkoch Sven Elverfeld sei ein "leidenschaftlicher Neuerfinder der einfachen Küche" und gestalte traditionelle deutsche Gerichte auf ganz neue Art, hieß es zur Begründung. Gleich dahinter kommt das "Vendome" in Bergisch Gladbach. Joachim Wissler schaffe es hier, deutsche Küche kreativ und "auf avantgardistische Art" umzusetzen.
Die Liste der Restaurants wird jährlich von einer Gruppe aus mehr als 800 internationalen Experten der Branche zusammengestellt. Darunter sind Köche, Restaurant-Kritiker und Gastronomen.