Hat er Weine befreundeter Großhändler besonders freundlich bewertet? Robert Parker gilt als bekanntester Weinkritiker, dessen Urteil den Preis einer Flasche vervielfachen kann. Doch nun wirft seine ehemalige Mitarbeiterin Hanna Agostini ihm Schlamperei und Vetternwirtschaft vor.
2009 Xavier Vins Côtes-du-Rhône (Rotwein, Frankreich) +++ BITTE NEHMEN SIE AN EINER KURZEN WEINLAKAI-UMFRAGE TEIL +++ Das komplette Sortiment von Xavier Vins verkostete Robert Parker im Oktober letzten Jahres. 86-95 Punkte erhielten die neun Weine des Neuaufsteigers von der südlichen Rhône. Angelockt von dieser hervorragenden Quote, machte sich der Weinlakai daran, für seine Leser den Preis-Leistungssieger zu eruieren. Dabei ist er auf einen Côtes-du-Rhône gestoßen, der durch seine wunderschöne Charakteristik von roter Frucht und Gewürznoten an einen hochwertigen Châteauneuf-du-Pape erinnert. Kein Wunder, so besteht der Wein doch aus Anteilen von Grenache (60%), Mourvèdre (20%), Carignan (10%) und Syrah (10%) – nicht nur die typischen Rebsorten der angesprochenen Kultweine, sondern auch ein vergleichbares Mischverhältnis. Durch den Ch â teau Guiot wissen wir ja bereits, dass 2009 es mit Südfrankreich gut gemeint hat und die heutige Empfehlung unterstreicht dies mit Nachdruck. Ach ja, fast vergessen: Der Wein erhielt vom Weinpapst 91 Punkte und der Weinlakai konnte einen Händler recherchieren, der den Wein für nur 7,70 EUR anbietet. In den USA kostet er über 20 Dollar! Der Önologe Xavier Vignon arbeitete in den letzten 15 Jahren für einige der renommiertesten Châteauneuf-du Pape-Weingüter überhaupt. 2002 fasste er dann den Entschluss Weine unter seinem eigenen Namen zu produzieren. Stets mit dem Anspruch, dass die von ihm aus verschiedenen Appellationen der südlichen Rhône gewonnenen Tropfen hohe Qualität für wenig Geld bieten. Heutige Empfehlung stammt aus dem mit 42.000 Hektar recht großen Anbaugebiet Côtes-du-Rhône , das sich auf beiden Seiten des Rhone-Ufers ca. 200 km von Norden (Vienne) nach Süden (Avignon) erstreckt. Über 20 Rebsorten sind hier offiziell zugelassen und so lässt sich schwerlich von einer typischen Charakteristik der Weine dieser Gegend sprechen. Jedoch orientieren sich zahlreiche Produzenten an den Cuvèes des Châteauneuf-du-Pape und stellen Weine her, die meist den fruchtigen Grenache als vorherrschende Rebsorte enthält. Die Trauben der heutigen Empfehlung kommen aus einer Reihe von Weinbergen im Süden des Côtes-du-Rhône-Gebiets und stammen somit auch von verschiedenen Böden: Kalk-, Lehm-, Mergel- und von Kieselsteinen geprägtem Boden. Diese Tatsache sorgt dafür, dass in dem Wein ganz unterschiedliche Charakteristika miteinander verschmelzen und ihn fabelhaft vielschichtig und interessant machen. Für einen Wein unter 10 EUR eine große Überraschung. Auch bei der Vinifizierung wurde das Thema Qualität hoch gehalten. Die Rebstöcke haben ein Durchschnittsalter von 40 Jahren und ihr Ertrag liegt bei unter 40 hl pro Hektar. Die Trauben werden per Hand geernet, sortiert und entrappt . Gepresst wurden die Beeren nur durch ihre eigene Schwerkraft und jede Rebsorte wurde einzeln vinifiziert. Im Winter 2009/2010 entstand dann der finale Verschnitt und somit der Wein in seiner endgültigen Form. Letztlich wurde er zur Wahrung der Frucht und des schönen Tanningerüsts ohne Ausbau in Holz auf die Flasche gezogen. Aus meiner Sicht ist die heutige Empfehlung die perfekte "Einstiegsdroge" für Menschen, die sich zukünftig auch für Weine aus dem Châteauneuf-du-Pape interessieren könnten. Zunächst aber für sehr viel weniger Geld. Sicher, manche Exemplare dieses Vorbildes würden den Côtes-du-Rhône von Xavier Vins jederzeit in den Schatten stellen. Dann aber über Attribute wie Körper und Länge, Komplexität und Eleganz. Und diese braucht man einfach nicht jeden Tag bzw. kann man sie jeden Tag gar nicht gebrauchen. Der Wein ist mal wieder ein absolut unschlagbarer Beweis dafür, dass es möglich ist einen "Wein für jeden Tag" zu finden, der großen Spaß macht und selbst Weinkenner nicht enttäuscht. Zugreifen! 2009 Xavier Vins Côtes-du-Rhône (Rotwein, Frankreich) Auge: Dunkles Rubinrot. Nase : Pfeffrig, schwarze Johannisbeeren, Schwarzkirsche, Tabakblätter, Lakritz und Gewürznoten. Gaumen: Opulente Aromen mit viel Körper, Dichte, Reinheit und Textur. Sonstiges: Sofort zu trinken, jedoch mindestens bis 2015 lagerfähig. 91 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Oktober 2010) Meine Einkaufsempfehlung: Weinpalais (1.400 Flaschen) 7,70 EUR/Fl. (Versandkosten 5,50 EUR, ab 300,- EUR frei) Hier klicken! Stand: 06.02.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
Nicht ganz einfach war es, die Möglichkeit zu erhalten, dem wohl einflussreichsten Weinkritiker der Welt ein paar Antworten abzuringen. Nach langem E-Mail-Kontakt und mehrfachem Nachfragen, war es dann so weit: Im Folgenden möchte ich den Weinlakai-Lesern das Interview mit Robert Parker in ungekürzter Form vorstellen. Auch konnten drei eingereichte Fragen meiner Leser beantwortet werden. Viel Vergnügen beim Lesen! Man kennt Sie nicht als Fan von deutschen Weinen. Mögen Sie Wein aus Deutschland? Ich liebe ihn. Da ich aber zu meinen Lebzeiten nur eine gewisse Anzahl von Weinen probieren kann, trinke ich vergleichsweise wenig deutschen Wein. Zudem bevorzuge ich Rotweine. Aber ich weiß natürlich, wie fabelhaft deutscher Wein sein kann. Können Sie sich daran erinnern, was Ihnen bei Ihrem ersten Schluck Wein durch den Kopf ging? Ich nehme an, es war der geballte Effekt von Weinen, die ich in den Jahren 1967 und 1968 probierte . Es war meine erste Begegnung mit trockenen Rot- und Weißweinen, und ich war nicht nur von diesem Getränk fasziniert, sondern auch von der Substanz des gesamten Themas. Ich war nie ein Biertrinker, das war mir immer zu füllend. Und Spirituosen haben mich nicht gelockt, da sie mir zu kraftvoll waren. Wein hat dann eine angenehme Nische eingenommen, da er wenig Alkohol hat und auf eine faszinierende Weise mit Essen zu kombinieren ist. War es immer Ihr Ziel, aus Ihrer Arbeit als "Wine Advocate" einen Hauptberuf zu machen? Ich bin ausgebildeter Rechtsanwalt und arbeitete auch noch als solcher als ich 1978 mit dem Wine Advocate begann. Es war aber von Anfang an meine Intention, als Weinkritiker/-journalist Vollzeit arbeiten zu können. Es war lediglich die Frage, wie lange es dauern würde bis dies möglich wäre und ob genügend Resonanz seitens der Leser vorhanden sein würde, um meine Anstrengungen als lohnenswert bezeichnen zu können. Ich war zuversichtlich, dass ich damit erfolgreich sein könnte. Ich weiß nicht, ob ich das aus Naivität glaubte, aber der Erfolg stellte sich recht schnell ein, da ich den 1982er-Jahrgang im Bordeaux korrekt prognostizierte. Also nur vier Jahre nachdem ich mit dem Wine Advocate startete. Sie sind als Liebhaber von Weinen aus dem Châteauneuf-du-Pape bekannt. Sind es die Weine zu denen Sie die größte Verbundenheit haben? Eigentlich liebe ich alle Weine aus dem Rhône-Tal. Diese und die Weine aus dem Bordeaux sind meine Lieblingsrotweine aus Frankreich. Ich mag aber die Schlichtheit und Redlichkeit der Winzer/Vignerons an der südlichen Rhône – insbesondere in der großartigsten der südlichen Appellationen, Châteauneuf-du-Pape. Es ist schwer, diese Weine nicht zu lieben. Aber die Grenache-Traube, die aus Spanien stammt, ist eine enorm unterbewertete Rebsorte, obwohl sie Weltklasse-Weine produziert. Zudem haben die Rhône-Winzer nie so viel Aufmerksamkeit wie andere französische Weinregionen bekommen, obwohl ihre bodenständige Bescheidenheit und Aufrichtigkeit etwas sehr erfrischendes hat. Zu guter Letzt verfügen Châteauneuf-du-Pape und die umliegenden Appellationen Vacqueyras und Gigondas über das älteste Rebmaterial in ganz Frankreich. Die Weine sind sehr ursprünglich und unmanipuliert. Es ist die Essenz von fermentierten Trauben, entweder in neutralem Beton, in alten Holz-Foudres oder in Edelstahl-Tanks. Ich liebe diesen reinen, unmanipulierten und ungeschminkten Wein-Stil. Wie bewerten Sie den Effekt des Klimawandels auf Wein? Wegen der kurzen Lebensspanne eines Menschen ist es schwierig zu sagen, ob wir wirklich einen Klimawandel erleben oder ob dies nur eine zeitweise Laune der Natur ist. Falls der Klimawandel tatsächlich Fakt ist, und ich sehe mich nicht in der Position dies zu beantworten, könnte er sowohl positive als auch negative Effekte haben. In den wärmeren Weinbaugebieten der Welt könnte es zu heiß werden (z.B. in Australien, Anm. von mir) und in den kälteren Gebieten würde das wärmere Wetter die Weinproduktion vereinfachen, da die Trauben schneller reiften. Natürlich könnten die Effekte verheerend sein. Meine Instinkte sagen mir auch, dass eine tiefgreifende Veränderung des globalen Klimas stattfindet, doch hoffe ich, dass diese nicht längerfristig ist. Welchen Rat haben Sie für Menschen, die ihre ersten Schritte in Sachen Wein machen? Jeder, der sich für Wein interessiert, sollte darüber so viel lesen wie möglich und sich zudem Weinrunden zum Verkosten anschließen. Es gibt so viele kostenlose Informationen im Internet und viele augezeichnete Bücher über das Them Wein – sowohl romantische Sichtweisen als auch strikte und ernste Einkaufsführer. Sie sprechen davon, dass Sie Weine immer "vis-à -vis zu gleichgestellten Weinen" bewerten. Was meinen Sie damit? Eine gleichgestellte Gruppe, eine "peer group", sind z.B. Weine aus dem Bordeaux, argentinische Malbec, rote Burgunder aus Frankreich, kalifornische Pinot Noir etc. Ich halte nichts davon, einen Bordeaux mit einem kalifornischen Cabernet Sauvignon oder einem argentinischen Malbec zu vergleichen. Ich denke, Weine sollten in sehr genau festgelegten Parametern beurteilt werden. Es ist unmöglich, eine intelligente Einschätzung zu treffen, wenn Weine verschiedener Rebsorten oder aus unterschiedlichen Regionen miteinander verglichen werden . Worüber muss ein Wein verfügen, um mit 100 Punkten bewertet zu werden? Perfekte Weine müssen über alles verfügen: Fülle, Komplexität, Ausgeglichenheit und das Potential gut zu reifen. Kurz gesagt: Sie müssen ausreichend Tiefe und Reichhaltigkeit haben, um einem Alterungsprozess von 10-20 oder mehr Jahren standhalten zu können. Das Altern von Weinen bewirkt, dass die Frucht des Weins gemindert wird und diese durch komplexe Aromen und weichere Tannine ersetzt wird. Es ist kein Geheimnis, dass alterungsfähige Weine häufig die mit der größten Konzentration sind, aber sie müssen außerdem Balance haben, nichts darf fehl am Platz sein. Wenn die Tannine zu stark sind, der Säuregehalt zu hoch oder zu niedrig ist, die Frucht zu reif oder zu unreif ist, dann liegt keine Balance vor, und die Weine reflektieren dies. Bitte geben Sie uns Ihre Einschätzung zum Jahrgang 2009 im Bordeaux? Ich denke, 2009 im Bordeaux wird als Jahrgang in Erinnerung bleiben, der großartigen Cabernet Sauvignon im Medoc hervorgebracht hat. Ein solches Level an Reichhaltigkeit und Süße von Tanninen in den 2009er Cabernet Sauvignons habe ich während meiner 32+ Jahre noch nie in einem Bordeaux-Jahrgang feststellen können. Hinsichtlich der Preisgestaltung finde ich die von den Châteaux festgelegten Preise einigermaßen fair. Was dann passiert ist die Spekulation und die Vielzahl von Ebenen, die ein Wein durchläuft, bis er schließlich beim Konsumenten landet. Dieser Prozess verursacht immense Gewinnspannen auf jeder dieser Ebenen. Bis die Endkunden dann die Chance haben, den Wein zu kaufen, ist der Preis durch die hohen Margen bereits um 200-400% gegenüber dem Château-Preis gestiegen. Hinzu kommt, dass die weltweiten Spekulationen mit Weinen der 15-20 Top-Châteaux für aufgeblasene und gefährlich hohe Preisniveaus gesorgt haben. Im Großen und Ganzen glaube ich jedoch, dass die Chateaux in der Regel ihre Preise angemessen ansetzen. Ich würde es trotzdem gerne sehen, dass die Preise in nicht so starken Jahrgängen dramatisch gesenkt würden, um Konsumenten einen besseren Gegenwert zu bieten. Doch bin ich mir nicht sicher, ob dies je passieren wird solange der Weltmarkt sie nicht dazu zwingt. Vor Kurzem haben Sie ihr öffentliches und enorm stark frequentiertes Internet-Forum nur noch für zahlende Abonnenten zugänglich gemacht. Bitte erklären Sie Ihre Beweggründe. Wir wussten, dass dieser Schritt bewirken würde, mehr als 50% Prozent der Forumsmitglieder zu verlieren. Es war etwas, das wir schon sehr lange Zeit in Betracht gezogen hatten, da es eine zunehmende Polarisierung und unzivilisiertes Gebaren von Nicht-Abonnenten gab. Wir hatten viele Anfragen von Abonnenten, die sich diesen Schritt wünschten, um keine Leute mehr zu tolerieren, deren einziges Ziel war, böswillige Kritik zu üben, Rufmord zu begehen, zu missinformieren oder einfach nur zu stören. Diese Dinge gaben zwar jede Menge Lesestoff, doch soll das Forum zivilisierte Diskussionen zum Thema Wein bieten. Es soll kein Klatschblatt sein. Mit dem Ergebnis der Entscheidung, das Forum "subscriber-only" zu machen, sind wir sehr zufrieden. Die reduzierte Plattform hat nun deutlich kultiviertere, und obwohl immer noch genauso viel Kritik wie früher vorhanden ist, wird diese sehr viel höflicher und ziviler vermittelt. Wir haben keinerlei Beweggründe, wieder zu der öffentliche Form zurück zu kehren. Was sind die Pläne des Wine Advocate bzw. erobertparker.com für die nahe und ferne Zukunft? Wir sind enorm engagiert mit unseren Inhalten und Verkostungsnotizen, das vergleichsweise beste Angebot für unsere Leser bieten zu können: Insbesondere durch den Umfang, die Gründlichkeit, den Anstand und die Fairness unserer Berichte. Mit den hauptberuflichen Kritikern, die derzeit für den Wine Advocate arbeiten, haben wir das stärkste Team aller Zeiten. Auch wenn wir derzeit z.B. eine iPhone-App entwickeln, geht es beim Advocate nicht um Gimmicks oder Lifestyle, sondern um hochprofessionelle Inhalte.  Ich möchte in Zukunft mehr Video-Inhalte anbieten und wir verfolgen weiterhin eine starke Ausrichtung auf den sehr bedeutsamen, asiatischen Markt. Dort gibt es einen enormen Wissenshunger in Sachen Wein – insbesondere in Ländern wie Südkorea, China, Japan, Taiwan, Singapur und in etwas geringerer Ausprägung in Thailand. Malaysia und Indien werden in den nächsten Jahren dazu kommen. Drei Fragen von meinen Lesern: Können Sie die Dynamik des Reifeprozesses von Trauben beschreiben? Gibt es dafür eine Art Regel? Z.B. Wenn ein gewisser Grad von Tanninen, Säure, Frucht und Alkohol vorhanden ist, verläuft der Reifeprozess in eine gewisse Richtung!? Ich denke der Reifeprozess variiert von Weinberg zu Weinberg und von Rebsorte zu Rebsorte. In Bezug auf Rotweine ist das Ziel volle phenolische Reife zu erreichen. Die Tanninen müssen süß sein, die natürliche Säure darf weder zu hoch noch zu niedrig sein und es muss ein ausreichender Grad von Reife vorliegen, um die Weine nicht chaptalisieren zu müssen (mit Zucker anreichern zu müssem, Anm.d.Red.). Mir ist klar, dass dies in vielen Randgebieten nicht immer möglich ist, aber der ideale Reifeprozess wäre, wenn sich alle Komponenten des Weins in Balance befinden (Säure, Tannine und Extrakt). Bei Weißweinen geht um vollständige, phenolische Reife ohne den unbedingt notwendigen Säuregehalt zu verlieren. Säure ist bei der Weißwein-Produktion deutlich wichtiger als bei Rotweinen. Bei Letzterem geben Tannine und Struktur dem Wein Präzision und Frische. Nur wenige Weißwein-Sorten besitzen Tannine und so ist die Säure wichtig damit der Wein gesund und wohldefiniert bleibt. Ist es nicht selbst als professioneller Verkoster kaum möglich, Weine ohne Einfluss von persönlichen Stimmungen oder gewissen Situationen zu bewerten? Es mag für Weinkonsumenten schwer zu verstehen sein, aber ich kann aufrichtig sagen, dass ich jeden Wein ohne jeglichen Einfluss von Vorurteil oder Voreingenommenheit verkosten kann. Es ist dabei egal, ob der Wein von einem berühmten Weingut in Bordeaux, Burgund oder Kalifornien stammt, oder ob der Wein seit zwei oder 200 Jahren produziert wird. Ich verkoste einfach den Inhalt des Glases und schreibe darüber. Anders kann es nicht sein. Die Tatsache, dass ich seit 32 Jahren damit enorm erfolgreich bin ist ein Beleg dafür, dass die meisten Leute dies anerkennen. Mir ist bekannt, dass Sie eine Passion für Armbanduhren haben. Welches sind Ihre Lieblingsuhren? Ich habe in der Tat eine Passion für Uhren, sie ist allerdings auch eine Schwäche. Es gibt so viele großartige Uhrenhersteller, dass es schwer fällt, nur einen einzigen herauszuheben. Mit Sicherheit gehört IWC zu meinen Top-Favoriten, gefolgt von Lange und Söhne. Ich könnte aber ohne weiteres noch andere, kunsthandwerkliche Uhrenproduzenten nennen, die traumhafte Uhren herstellen. Z.B. Girard-Perregaux, Roger Dubuis, Audemars Piguet, Patek Philippe und Breguet. Die Simplizität und der Symbolismus von Uhren hat einfach etwas. Wir marschieren alle zu dem Takt der Zeit, und dies macht eine Uhr vielleicht zu einem so ausgezeichneten Symbol für das Leben an sich. Danke für Ihre Zeit, Mr. Parker.
Er wird als "Weinpapst" bezeichnet und seine Bewertungen entscheiden häufig über das Schicksal von Weingütern und ganzen Regionen. Diese extreme Macht muss einem nicht gefallen, doch hat sich Robert Parker dieses Renommee über die letzen 30 Jahre durch das hohe Niveau seiner Weinbewertungen redlich verdient. Weinlakai-Leser haben nun die Möglichkeit Fragen zu formulieren, die Robert Parker im Rahmen eines Interviews beantworten wird. Und so können Fragen eingereicht werden: Ein Klick auf diesen Link führt in ein speziell eingerichteten Bereich im Weinlakai-Forum. Hier kann jeder Leser (nach kurzer Registrierung) seine Fragen formulieren. Da ich nur eine gewisse Anzahl von Fragen stellen darf, werde ich am 05. Mai 2010 einige der Fragen auswählen. Das fertige Interview wird dann voraussichtlich Mitte Juni erscheinen.
Die Australier stammen von den Briten ab, essen aber deutlich besser. Warum? Weil sie die Einflüsse der asiatischen und der Mittelmeer- küche glücklich fusioniert haben. Folglich hat es Johann Lafer in Australien bestens gefallen, so gut, dass er zugleich ganz traurig wurde.
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