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Ob gekocht, gefärbt oder ausgepustet: Zu Ostern steigt der Eierverbrauch erkennbar an.
Das halb ausgetrunkene Bierfässchen von der letzten Party. Die angebrochene Milchpackung. Der Rest vom Karottensaft fürs Baby. Wie lange sind eigentlich Getränke haltbar, wenn sie erst einmal geöffnet sind?
Um eine eiskalte Nacht zu verbringen, muss man nicht in einem Iglu in Skandinavien oder in den Alpen übernachten. Ein Hotel in den Niederländischen bietet jetzt Zimmer mit farbig illuminierten Betten aus Eisblöcken an.
Umweltfreundliches Wohnen bedeutet Umstellung - aber nicht Verzicht. Im Gegenteil: Plusenergiehäuser ermöglichen eine neue Art zu wohnen. Ein Besuch in Mecklenburg.
Zeit ist rar und nach Gesundheit das kostbarste Gut. Aber Zeit lässt sich verdoppeln beim Backen von Brot. Weil Teig einen Rhythmus hat. Wer sich ihm fügt, erhält jede Minute zurück, die er zuvor investiert, und das zweifach.
2007 Domaine Grand Veneur Lirac "Clos de Sixte" (Rotwein, Frankreich) Da ich in Vergangenheit schon einige Rote von der südlichen Rhône und aus dem Jahrgang 2007 empfohlen habe, werde ich darauf verzichten, erneut auf die überragende Gesamtqualität dieses Jahrgangs in der Region abzuheben. Einen Wein aus der Appellation Lirac habe ich hier ebenfalls schon empfohlen. So habe ich mich natürlich gefragt, ob eine weitere Empfehlung dieser ähnlichen "Genetik" wirklich sein muss. Die 93 Parker-Punkte (von RP himself) und der günstige Preis sind bereits Indikatoren, die auf ein Ja hinweisen. Aber um tatsächlich nochmal in das selbe Horn zu stoßen, musste die Verkostung einen Aha-Effekt bzw. eine Differenzierung zu den bisherigen 07er Süd-Rhône-Empfehlungen bringen. Ja, ertappt, diese Zeilen wären nicht zu lesen, wenn nicht auch diese Prüfung das erhoffte Ergebnis gebracht hätte. Zudem muss man den Wein einfach probieren, um festzustellen, welches vergleichsweise schwache Gesöff man in dieser Preisklasse normalerweise zu sich nimmt (Weinlakai-Empfehlungen ausgenommen). Aufgepasst: der 07er Clos de Sixte ist seitens des Weingut bereits ausverkauft. D.h. sobald der Händler seine 600 Fl. ausverkauft hat, gibt es keinen Nachschub mehr! Die Domaine Grand Veneur wird von den Gebrüdern Jaume geführt und gehört zur Zeit zu den besten Adressen der Appellation. Ihr 2007er Clos de Sixte besteht aus 50% Grenache, 35% Syrah und 15% Mourvedre – somit ein ganz klassiches Cuvée der Gegend. Die Trauben für diesen Wein wachsen auf den typisch sand- und lehmhaltigen Böden, die mit riesigen Kieselsteinen bedeckt sind. Ein Boden, wie er besser kaum sein könnte: Der Sand sorgt dafür, dass Regenwasser leicht in den Boden eindringen kann und der Lehm speichert das Wasser in unteren Erdschichten, um die Pflanzen auch trockene Zeiten überstehen zu lassen. Die überirdisch liegenden Kieselsteine speichern Sonnenwärme. Davon profitieren die Rebstöcke insbesondere bei kälterer Umgebungstemperatur, z.B. in der Nacht. Der heutige Wein weiß wirklich alle Sinne zu verzaubern und wenn über mehrere Stunden genossen, kann man eine unwahrscheinliche Veränderung beobachten. Sauerstoff scheint in diesem Wein die Lebensgeister in erstaunlicher Art und Weise zu aktivieren. Zeigt er sich nach dem direkten Öffnen der Flasche zwar schon fruchtbetont, offenbart erst nach mehrstündigem Kontakt mit Sauerstoff seine Tiefe und Komplexität am Gaumen. Hier wirkt er zunächst etwas alkoholisch und stumpf. Nicht zuletzt um den Wein bei dem derzeit recht erfreulichen Wetter genießen zu können, sollten 18º C als Trinktemperatur nicht überschritten werden. Immer noch heißt es, Weine sollen auf Zimmertemperatur getrunken werden. Diese Aussage ist nur schon seeeehr alt und damals machte sie durchaus noch Sinn, denn die Zimmer waren noch nicht – wie heute – auf durchschnittlich 21º-22º C temperiert. Bereits 10 Minuten im Kühlschrank können den gewünschten Effekt bringen. Falls der Wein dann doch ein bisschen zu kalt sein sollte, erwärmt er sich rasend schnell im Glas. Ich denke der Clos de Sixte spricht mit seiner Charakteristik eine sehr große Zielgruppe an. Auf der einen Seite ist er ein fruchtbetonter Wein, der bereits viel Charme und Eleganz besitzt, auf der anderen Seite hat er auch viel "Fleisch" und einen beeindruckenden Abgang. Er hat aus meiner Sicht keine Komponente, die auf Abneigung stoßen könnte – ganz gleich welche Präferenzen Sie sonst haben. Vielleicht eine sehr vollmundige Aussage, doch lasse ich mich gerne daran messen. Vielleicht kommentiert ja der ein oder andere Leser hier im Blog. Apropos: die stern.de-Blogs präsentieren sich in neuem Glanz. Neben dem neuen optischen Auftritt, wurde auch die Orientierungsmöglichkeit und Struktur verbessert. Zudem kann man jetzt auf der rechten Seite einen Punkt "Kategorie" finden und hier nochmals Weinempfehlungen und Lakaidoskop-Artikel separat betrachten. Auch zu dem neuen Look des Blogs freue ich mich über Kommentare. 2007 Domaine Grand Veneur Lirac "Clos de Sixte" (Rotwein, Frankreich) Auge: Intensives Granatrot. Nase: Aromen roter und auch schwarzer, reifer Früchte. Vorwiegend Kirsche und Brombeere. Mund: Geschmack nach schwarzen Johannisbeeren, Gewürznoten und Bleistiftmine (Graphit). Die Tannine sind zwar präsent, aber für einen so jugendlichen Wein, aufgrund der vollen Frucht, sehr gut eingebunden. Im recht komplexen und langen Abgang Anklänge von Vanille und Lakritz. Sonstiges: Ideales Trinkfenster von 2012 bis 2017. 93 Punkte (Quelle: Wine Advocate, Robert Parker, Oktober 2009) Meine Einkaufsempfehlung: Karl Kerler Weinimport 13,90 EUR/Fl. (zzgl. 6,- EUR Versandkosten, ab 60,- EUR frei Haus) 80,- EUR/6 Fl. (13,33 EUR/Fl., versandkostenfrei) 150,- EUR/12 Fl. (12,50 EUR/Fl., versandkostenfrei) AUSVERKAUFT! Stand: 10.05.2010. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
Kochen oder Auspusten und Anmalen: Zu Ostern gehören bunte Eier einfach dazu. Doch sind gefärbte Eier eigentlich ungesund? Wie viele darf man essen? Tipps und Wissenswertes rund ums Ei.
Während die Berliner SPD über seinen möglichen Parteiausschluss berät, macht Thilo Sarrazin erneut mit Spartipps für Hartz-IV-Empfänger von sich reden. Zuletzt hatte der Bundesbank-Vorstand preiswerte Menüs für sie parat, jetzt geht es um Sparmaßnahmen in Sachen Körperhygiene.
In einer kalten Januarnacht kann ein Mann nicht schlafen, weil seine Wohnung durch ein offenes Flurfenster auskühlt. Es lässt sich nur mit einem speziellen Vierkant schließen. Die Hausverwaltung ist nicht erreichbar, darum alarmiert er die Polizei und landet letztlich vor Gericht.
2007 Friedrich Becker Spätburgunder Qualitätswein Auch wenn sich das derzeitige Wetter noch nicht entschieden hat, ob es im Juni den April imitieren soll oder nicht, möchte ich einen Wein empfehlen, der trotz seiner roten Farbe bestens in sommerliche Atmosphäre passt. Die Furcht vor deutschen Rotweinen sollte ich meinen Lesern seit dem Ursprung genommen haben. So setzte ich für die heutige Empfehlung höchste Aufgeschlossenheit voraus, denn ich möchte für einen Spätburgunder bzw. Pinot Noir wie aus dem Bilderbuch begeistern. Das Weingut Friedrich Becker sitzt in der Pfalz und genießt den Ruf einige der besten Spätburgunder Deutschlands zu produzieren. Das Gut stellt zwar auch eine ganze Reihe interessanter Weißweine und anderer Rotweine her, doch werden diese Anstrengungen durch die Kompetenz in Sachen Pinot Noir immer wieder überstrahlt. Vollends wurde der Weinlakai von diesem Weingut überzeugt als er bei einer Raritätenprobe deren 1990er Spätburgunder trank und spontan auf einen Pinot Noir aus der Neuen Welt tippte. Dass dieser Wein aus Deutschland kam und noch dazu bereits knapp 20 Jahre alt war, überraschte mich aufs Positivste. Wie ich nun von Fritz Becker jun. erfuhr, handelte es sich bei dem 90er um den ersten Spätburgunder, der in Deutschland holzausgebaut wurde. Ein sehr lohnender Versuch, der mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Aber auch heute ist das Weingut durchaus innovationstreibend unterwegs: so wird eine Sonder-Selektion vom Spätburgunder in gebrauchten Barriques der prestigeträchtigen Domaine de la Romanée-Conti ausgebaut. Diese Fässer sind von solch hoher Qualität, dass sie im Normalfall erst gar nicht ins Ausland gelangen. Die heutige Empfehlung ist ganz bewusst der "Einsteiger-Spätburgunder" von Friedrich Becker. Er bietet für seinen Preis einen hervorragenden Gegenwert. Insbesondere da dieser Wein ein absolut typischer Vertreter seiner Rebsorte ist. Wer sich diesen ganz speziellen Duft und die feine Aromatik einprägt, wird einen Pinot Noir in Blindproben ohne Weiteres auf alle Ewigkeit rausschmecken. Obwohl es der günstigste Spätburgunder des Weinguts ist, wird er keineswegs in Massenwaren-Manier produziert. Die Trauben werden handverlesen und in Gärbottichen aus Eichenholz vergoren. Anschließend wird der Wein 12 Monate in gebrauchten Eichenfässern gereift. Mit anderen Worten: dieser Wein bietet eine tolle – und vor allem auch kostengünstige – Möglichkeit diese wunderbare Rebsorte näher kennen zu lernen. Man muss dem Wein aber eine Chance geben. Vergleiche mit in der Vergangenheit empfohlenen Kraftpakete oder "Tanninmonster" wären unsinnig. Mir geht es darum eine Lanze für diese unterschätzte Rebsorte zu brechen. Es ist ein leichter und feiner Wein, der häufig missverstanden wird. Der "normale" Weintrinker sucht häufig nach Kraft, vollem Körper und einer saftigen Frucht und beurteilt einen Spätburgunder dann schnell als zu leicht. Interessant ist aber, dass fast alle engagierten Weintrinker irgendwann in ihrer Laufbahn beim Pinot Noir landen und ihn schätzen lernen. Denn seine Attraktivität liegt in seiner Feinheit, seinem tollen Duft, seiner Andersartigkeit. Man unterstellt dieser Rebsorte eine gewisse "Intellektualität". Ja, böse Wein-Snob-Sprache, aber ich denke der Begriff ist treffend. Man sollte sich mit (gutem) Spätburgunder etwas intensiver beschäftigen, darüber nachdenken. Übrigens: auch die helle Farbe von Pinot Noir bedeutet nicht etwa, dass der Wein wässrig ist. Die Rebsorte hat eine vergleichsweise dünne Schale, die entsprechend weniger Farb- aber auch Gerbstoffe (Tannine) enthält. Der Weinlakai hat einen Händler recherchiert, der den empfohlenen Wein zum "Weinguts-Preis" anbietet. Günstiger geht nicht. Ich würde empfehlen, den Wein nicht bei Zimmertemperatur zu trinken. Bei 18˚ Celsius macht er insbesondere bei sommerlichen Temperaturen viel Spaß. Auch der Blick auf das übrige Sortiment von Friedrich Becker lohnt. Neben dem umfangreichen Spätburgunder-Sortiment gibt es noch viele andere interessante Weine der Beckers aus dem pfälzischen Schweigen. 2007 Friedrich Becker Spätburgunder Qualitätswein Auge: Hell leuchtendes Ziegelrot. Nase: Rote Beeren, insbesondere Erdbeeren, Erdtöne, Zedernholz, Cassis und Kirschmarmelade. Mund: fruchtig-frisch, feine Tanninstruktur und ein würziger, mittellanger Abgang. Sonstiges: Ab sofort und über die nächsten 2-3 Jahre zu trinken. Meine Einkaufsempfehlung: Wein Refugium Mannheim 8,00 EUR/Flasche (9,00 EUR Versandkosten / ab 200,- EUR frei) Klicken! ODER im gut sortierten Fachhandel. Stand: 17.06.2009. Nur solange der Vorrat reicht. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.
Da ist Thilo Sarrazin mal wieder mit Lust ins Fettnäpfchen getreten: Das stern-Interview des erst seit zwei Wochen amtierenden Vorstands der Deutschen Bundesbank hat hohe Wellen geschlagen. Darin hatte Sarrazin unverblümt gegen Bankberater, Eltern und Hartz-IV-Empfänger gewettert. Sein Boss pfeift ihn jetzt zurück.
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